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Noch freie Plätze im Workshop

Im Rahmen des Programms „Akademische Qualifizierung und Weiterbildung“ bietet die Universität Erfurt am 19. und 20. Juni den Online-Workshop „Diversitykompetenz in der Hochschullehre“ für (angehende) Hochschullehrende an. Anmeldungen sind noch möglich.

Zum Inhalt:
Dozent*in, Student*in, Professor*in, das Sternchen im Text polarisiert, nicht nur an den Universitäten wird gestritten, ob und inwieweit dieser sprachliche Eingriff denn überhaupt sein soll und sein muss. Doch das Gendersternchen ist nur ein kleiner Teil einer viel größeren Bewegung, deren Gestaltungswillen weit über das butlersche Sex und Gender hinausgeht. Lehrende an Hochschulen kommen mit unterschiedlichsten Charakteren in Kontakt, die jeweils eigene Geschichten und Erfahrungen mitbringen. Die Unterschiede reichen dabei von der Herkunft, Behinderung, Geschlechtsidentität über Hautfarbe, Religion bis hin zu sozioökonomischem Hintergrund oder der sexuellen Identität. Diese Heterogenität erfassen und nachvollziehen zu können, ist das Ziel dieses Seminars. Dabei werden grundlegende pädagogische und handlungsorientierte Fähigkeiten im Umgang mit gender- und diversitybedingter Vielfalt erworben, denn die Heterogenität ihrer Adressat*innen hat einen Einfluss auf die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden. Dabei werden wir gemeinsam Ihren Beitrag als Lehrende zu einer möglichst diskriminierungsfreien Hochschule und Lernumgebung herausarbeiten. Durch eine kritische Reflexion der eigenen und anderer sozialer Stellungen sollen die Teilnehmer*innen verstehen, wie die Konstruktion und Zuschreibung sozialer Merkmale verläuft und vor allem wie in der Konsequenz unterschiedliche Positionen und Chancen im Ungleichheitsgefüge entstehen. Unter anderem wird dabei das Thema "Gender Bias" besprochen. Neben fachlichen Informationen zur Diversitykompetenz bietet das Seminar praxisorientierte Methoden sowie den Rahmen eigene Erfahrungen einzubringen, sich auszutauschen und zu diskutieren.

Zu den Referenten:
Pierre-Carl Damian Link ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Inklusion in der Lehrer*innenbildung der Erfurt School of Education und der Professur für Inklusive Bildungsprozesse im Bereich emotionale und soziale Entwicklung an der Universität Erfurt. Freiberuflicher Coach und analytischer Gestalttherapeut. Zertifiziert in Gender- und Diversitykompetenz in der Hochschullehre (LMU München).  Er studierte Bildungswissenschaft, Philosophie, Religionswissenschaft, Theologie und Psychologie an den Universitäten Freiburg, Würzburg, München und Berlin.

Felix Piegsda ist Mitarbeiter im Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Inklusion in der Lehrer*innenbildung und der Professur für Inklusive Bildungsprozesse im Bereich emotionale und soziale Entwicklung an der Universität Erfurt.   Er studierte Sonder- und Integrationspädagogik, Politik und Soziologie an den Universitäten Würzburg und Erfurt.

Link zur Anmeldung:
www.uni-erfurt.de/forschung/wissenschaftliche-karriere/akademische-qualifizierung-und-weiterbildung/hochschuldidaktisches-programm