29. Jun 2020, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr | Staatswissenschaftliche Fakultät

Rechtsstaatlichkeit und die Vereinten Nationen

Veranstaltungsort
online
Reihe
Krisenjahr 2020: Inter-/Nationale Entwicklungen
Veranstalter
Fachschaftsrat Staatswissenschaften
Referent(en)
Hannah Birkenkötter
Veranstaltungsart
Vortrag
Publikum
öffentlich

Vortrag von Hannah Birkenkötter in der Veranstaltungsreihe "Krisenjahr 2020: Inter-/Nationale Entwicklungen" des Fachschaftsrats Staatswissenschaften. Der Link zur Teilnahme via Webex wird in der Facebook-Veranstaltung bekannt gegeben.

Am 26. Juni jährt sich die Gründung der Vereinten Nationen zum 75. Mal. Dies allein darf sicher als Erfolg gewertet werden. Dennoch gibt es seither andauernde Spannungsfelder und wichtigen Verbesserungsbedarf. In welchem rechtlichen Verhältnis steht eigentlich die nationale Souveränität der Mitgliedsstaaten mit der Idee des Universalismus im 21. Jahrhundert, zum Beispiel in Fragen der humanitären Intervention? Welche Reformvorhaben sind für die Vereinten Nationen aktuell besonders wichtig und welche rechtlichen sowie politischen Hürden müssen diese nehmen? Welche Impulse dürfen von dem deutschen Vorsitz im Sicherheitsrat im Juli 2020 erwartet werden?

Hannah Birkenkötter hat unter anderem Rechtswissenschaften und Philosophie in Köln, Berlin, Bonn und Paris studiert. Während ihres Referendariats arbeitete sie in der völkerrechtlichen Abteilung des Auswärtigen Amts sowie am Internationalen Strafgerichtshof für das Ehemalige Jugoslawien. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie zum Thema The Rule of Law in the United Nations promoviert hat, und ist zudem ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN).

Informationen zur Veranstaltungsreihe

Die internationale Politik ruht nicht, ganz im Gegenteil: Die Vereinten Nationen feiern ihr 75-jähriges Bestehen und sind weiterhin in Fragen der Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung gefordert. Die USA treten aus der WHO aus, während auch andere internationale Organisationen unter Druck stehen und die Differenzen mit China weiter zunehmen. Auf europäischer Ebene werden ein Corona-Solidaritätsfonds und andere finanzpolitische Projekte diskutiert. Und im Juli wird Deutschland schließlich zeitgleich die europäische Ratspräsidentschaft und den Vorsitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen übernehmen.