Staatswissenschaftliche Fakultät

„Taube und Wildente“

Datum
3. Nov 2022, 20:15 Uhr
Veranstaltungsort
Buchhandlung Hugendubel, Erfurt
Reihe
Erfurter Herbstlese
Veranstalter
Erfurter Herbstlese e.V. in Kooperation mit der Universität Erfurt
Referent(en)
Martin Mosebach und André Brodocz
Veranstaltungsart
Sonstiges
Veranstaltungssprache(n)
Deutsch
Publikum
öffentlich

Lesung und anschließendes Gespräch mit Martin Mosebach im Rahmen der Erfurter Herbstlese

Über den Büchner-Preisträger und überzeugten Katholiken Martin Mosebach hieß es anlässlich seines 70. Geburtstages im letzten Jahr: „Der Zeitfremdling malt die deutlichsten Bilder der Gegenwart.“ (Süddeutsche Zeitung). Die Romane des vielfach ausgezeichneten Schriftstellers zeichnen sich zudem durch eine große sinnliche Präsenz aus. In seinem neuen Werk erzählt Mosebach vom Ehepaar Dalandt, das den Sommer auf dem Landsitz in der Provence verbringt. Die Hitze macht träge, in der Zypresse zirpen Zikaden, und jeden Morgen läuft die Hausherrin im Nachthemd durch den Garten zum Pförtnerhaus, wo der Verwalter sie erwartet. Ihr Mann ist durch eine eigene verhängnisvolle Beziehung abgelenkt. Da entzündet sich ein Ehestreit an „Taube und Wildente“, einem Stillleben aus dem 19. Jahrhundert. Was hat es mit dem zinnoberroten Punkt in seinem Zentrum auf sich, macht der es nicht zu einem modernen Meisterwerk? Dieser Roman einer Ehe, der zugleich der Roman eines Gemäldes ist, handelt von Schuld und Versöhnung, Liebe und Verlust und ist wie alle Bücher Mosebachs ein sprachlicher Genuss.

Die Moderation übernimmt André Brodocz, Professor für Politische Theorie an der Universität Erfurt.