24. Nov 2020, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr | Max-Weber-Kolleg, SPF Religion. Gesellschaft. Weltbeziehung.

Cities Make Martyrs

Veranstaltungsort
Hörsaal 2 sowie online
Reihe
Ringvorlesung: Religion und Urbanität in Zeit und Raum / Religion and Urbanity Across Time and Space
Veranstalter
Kollegforschungsgruppe "Religion und Urbanität" (Max-Weber-Kolleg)
Referent(en)
Dr. Dr. Emiliano R. Urciuoli (Max Weber Kolleg | KFG "Religion and Urbanity"
Veranstaltungsart
Vortrag
Publikum
öffentlich

Die Kollegforschungsgruppe "Religion und Urbanität" an der Universität Erfurt lädt im Wintersemester 2020/21 zu einer Vorlesungsreihe unter dem Titel "Religion und Urbanität in Zeit und Raum" ein. Zweiter Vortrag der Reihe von Dr. Dr. Emiliano R. Urciuoli (Max Weber Kolleg | KFG "Religion and Urbanity".

Religion und Urbanität sind weltweit weit verbreitete und seit langem etablierte Strategien für den Umgang mit und die Förderung von menschlicher Sozialität. In einer Welt, in der mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Städten lebt und Religion weit davon entfernt ist, zu verschwinden oder ins Private verbannt zu werden, ist die Frage, wie sie historisch miteinander verflochten sind, ein kritisches Thema, das noch einer weiteren und genaueren Untersuchung bedarf. Die Vortragsreihe, die als gut sortierte und konsistente Vortragsreihe mit 15 Vorträgen geplant ist, stellt solche Zusammenhänge anhand konkreter Beispiele mediterraner, nordeuropäischer, nordamerikanischer und asiatischer Städte von der Entstehung des Urbanismus bis zur Gegenwart vor.

Hinweise zum Ablauf:
Die Vorträge finden jeweils dienstags von 18 bis 20 Uhr auf dem Campus der Universität Erfurt in Hörsaal 2 (KIZ), statt. Die persönliche Teilnahme ist Corona-bedingt begrenzt. Die Vorträge werden deshalb zusätzlich auf dem Youtube-Kanal Uni Erfurt Livelive übertragen.

Am Dienstag, 24. November, um 18 Uhr, hält Dr. Dr. Emiliano Urciuoli (Max-Weber-Kolleg) den Vortrag "Städte schaffen Märtyrer" im Rahmen der Ringvorlesung der Kollegforschungsgruppe „Religion und Urbanität: Wechselseitige Formierungen. Das Märtyrertum ist eine der vielen historisch erfolgreichen urbanen Erfindungen, die die Stadtgrenzen überschritten haben. Obwohl uns eine Reihe von Figuren (von Stephanus in Jerusalem bis zu Martin Luther King in Memphis), Geschichten, Fotos und Videos daran gewöhnt haben, eine Stadt hinter und um einen Märtyrer herum zu sehen, ist uns kaum bewusst, wie tief und weitgehend städtisch unsere Vorstellung vom Märtyrertum ist. Der Vortrag beleuchtet das altchristliche Märtyrertum und wird dessen tiefe Verbundenheit mit der Stadt und dem Stadtleben in den Vordergrund stellen. Momentaufnahmen von Märtyrergeschichten aus frühchristlichen Texten werden genutzt, um die allgemeine These zu überprüfen, ob das Martyrium eine urbane religiöse Praxis ist, deren Aufstieg und Verbreitung durch ausgeprägt städtische Faktoren begünstigt wurde.

Die Ringvorlesung kann über YouTube angesehen werden, auch über die eigentliche Vortragszeit hinaus: https://youtu.be/xf9i4s1CyVI

Vorschaubild MWK

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