Universität Erfurt

Antike Kultur

J. Leithoff 19/20 Krieg - Macht - Reich

Dies ist eine unverbindliche Vorschau. Erst nach dem Beschluss des Historischen Seminars und der Philosophischen Fakultät steht das Lehrangebot fest.

Krieg - Macht - Reich: Kriegs- und Friedensvorstellungen in der römischen Antike / War - Power - Empire: Conceptions of War and Peace in Roman History

auch für Religionswissenschaft

Seminar S3 - maximal 30 Teilnehmende - möglichst Do 10-12

  • B Ges 2012 E03#02 // S 3LP
  • B Ges 2012 E04#02 // S 3LP
  • B Ges 2012 W06#02 // S 3LP
  • MEd R 2014 FWGe#02 // S 3LP 

Blicken wir auf die römische Antike, so erscheint sie uns als eine lange Abfolge von Kriegen, die Rom von einem kleinen Stadtstaat in ein das gesamte Mittelmeer umspannendes Imperium verwandelte. Dies liegt ursächlich nicht nur am Selbstverständnis der römischen Aristokraten, für die militärischer Erfolg ein unabdingbarer Bestandteil ihrer politischen Karriere war, sondern ist auch in der Herrschaft der Kaiser begründet, deren eine wichtige Machtbasis die römischen Legionen bildeten. Gleichzeitig ist die Wertschätzung des Friedens gut belegt, wie beispielsweise die Errichtung von Kultbauten für Pax im Rom des 1. Jhs. n. Chr. zeigt, die vor dem Hintergrund der vorangegangenen Bürgerkriege zu sehen sind. In der Idee von der Pax Romana, die den Menschen innerhalb des Imperium Romanum eine lange Friedenszeit bescherte, ist uns schließlich die römische Friedensordnung der Kaiserzeit auch heute noch präsent.

Im Seminar sollen deshalb an ausgewählten Beispielen Kriegs- und Friedensvorstellungen der römischen Antike erarbeitet und Entwicklungslinien diskutiert werden. Dabei werden verschiedene Quellengattungen nicht nur einen Einblick in literarische Diskurse oder politische Prozesse geben, sondern auch ein Schlaglicht auf Mythen, Rituale und die Welt der Bilder werfen.

When studying Roman history it presents itself as a long series of war; during that time Rome evolved from a city-state into what is known as the Roman Empire. On the one hand, this is due to the aristocratic values of the nobiles who needed military success for their political careers. On the other hand, the formation of the Empire is closely linked to the Roman Principate that was, for one part, based on the power of the legions. Yet, at the same time an intensive reasoning about the value of peace took place that led to the construction of an altar and temple for Pax expressing the desire for peace after the long-lasting civil wars of the 1st BC. Finally, the idea of Pax Romana is known to us as a powerful concept that guaranteed a long period of peace and prosperity for the inhabitants of the Roman Empire.

In this seminar, we therefore want to investigate into the conceptions of war and peace and we discuss the development of these ideas. Different kinds of sources will provide an insight into literary discourse and politics as well as legends, rituals, and the vivid world of picture, sculpture and architectu

Literatur im Semesterapparat XXX /Bibliography in the Book Reserve XXX

H. Cornwell, Pax and the politics of peace. Republic to principate. Oxford 2017.

A. Goldsworthy, Pax Romana. War, peace and conquest in the Roman world. New Haven 2016.

U. Schmitzer, Friede auf Erden? Latinistische Erwägungen zur „pax Augusta“. In: R. G. Kratz, H. Spieckermann (Hgg.), Götterbilder, Gottesbilder, Weltbilder. Polytheismus und Monotheismus in der Welt der Antike. Bd. 2. Griechenland und Rom, Judentum, Christentum und Islam. Tübingen 2006, S. 93-111.

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