Universität Erfurt

Universitätssportverein Erfurt e.V.

Gipfel erreicht - Flagge gezeigt

Gipfelfoto Moldoveanu, Rumänien
Gipfelfoto Musala, Bulgarien

Erfolgreicher Abschluss der waae-Expedition des USV Erfurt nach Rumänien und Bulgarien

Zeichen setzen auf dem Balkan: das Ziel haben die elf Sportler des USV Erfurt mit ihrer Expedition im Rahmen der "7. world aids awareness expedition" (waae) nachhaltig erreicht. Neben der Erfüllung der sportlichen Herausforderung – dem Aufstieg auf den 2.925 Meter hohen Musala im Rila-Gebirge und den 2.544 Meter hohen Moldoveanu in den Karpaten – hat das Expeditionsteam des Erfurter Universitätssportvereins unter Führung seines Vorsitzenden Jens Panse große Aufmerksamkeit für das Thema HIV/ AIDS in den besuchten Ländern und in Thüringen erzielt.

Am 2. August war die Gruppe zu der rund 5000 Kilometer langen Tour auf den Balkan aufgebrochen. Allein die Anreise in das 1500 Kilometer entfernte Sibiu (Hermannstadt) dauerte rund 23 Stunden. Auf einer Pressekonferenz in der Kulturstadt Europa 2007 informierten die Sportler vor allem die sehr interessierten deutschsprachigen Medien vor Ort über das Anliegen der Expedition. Im Anschluss gab es ein Gespräch mit dem Mediziner Dr. Peter László-Herbert vom Karpatenverein Klausenburg und Stadtratsmitglied Raimar Wagner vom Deutschen Forum in Hermannstadt. „Sibiu hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung erlebt und präsentiert sich heute als moderne Region mit eigenem Flughafen und nahezu Vollbeschäftigung“, berichtet Expeditionsleiter Jens Panse. Man könne den Verantwortlichen vor Ort Glauben schenken, dass das Thema HIV-Infektionen hier eine geringe Rolle spiele. Für 2008 vermeldete UNAIDS zwei registrierte Fälle in der Region. Zweifel hätten die Expeditionsteilnehmer aber dennoch an der offiziellen Zahl von insgesamt 9.700 registrierten Infektionen in Rumänien. In rückständigen Regionen wie dem Donaudelta, dürfte die Dunkelziffer erheblich höher sein, vermutet Panse. Das Team müsse deshalb an dem Fragezeichen auf der Expeditionsfahne festhalten. Diese wurde am 4. August erfolgreich auf dem Moldoveanu gehisst, wobei sich der Aufstieg als deutlich anspruchsvoller als zunächst erwartet erwies. Wegen der fehlenden Infrastruktur – es gibt kaum Schutzhütten und keinerlei Versorgung in den Karpaten – entschloss sich das Team für einen Auf- und Abstieg an nur einem Tag. Der 6-stündige Aufstieg verlangte den Ausdauersportlern auch Kletterfähigkeiten ab. Beim Abstieg kam ein Teil des Teams noch in ein schweres Gewitter mit Hagel, erreichte aber glücklich wieder die Hütte der Bergwacht im Sambatatal.

Am 6. August kam das Expeditionsteam in Sofia an, wo am folgenden Tag im Pressezentrum eine vielbeachtete Pressekonferenz stattfand. „Der Gipfel der HIV-Infektionen weltweit muss erreicht sein“, betonte Expeditionsleiter Panse. In den nächsten Jahren müsse man die Krankheit eindämmen. Der stellvertretende Direktor des Nationalen Zentrums für Infektionskrankheiten in Sofia, Prof. Dr. Hristo Taskov, sagte dabei, es sei ungeheuer wichtig, dass die Zahl von 3.900 auf dem höchsten Gipfel in Bulgarien stehen werde, damit man alle Menschen erreichen könne. Mit offiziell 1.030 HIV-Infizierten sei Bulgarien eines der Länder mit den niedrigsten Zahlen. Man gehe aber davon aus, dass die reale Zahl fast viermal so hoch sei. Das Land verfüge über gute Programme und alle medizinischen Möglichkeiten, den Betroffenen zu helfen. Die Aktion der Erfurter Sportler lobte er als ein „sehr gutes Beispiel, wie die Gesellschaft mit HIV und AIDS umgehen sollte“. Bulgarisches Fernsehen, die Deutsche Welle, Nachrichtenagenturen und nationale Zeitungen berichteten über das Expeditionsanliegen.

Von dem zwei Fahrstunden von der Hauptstadt entfernten Wintersportzentrum Borowec aus brachen die 11 Erfurter Sportler in den Morgenstunden des 9. August zum 2.925 hohen Gipfel Musala im Rila-Gebirge auf. Gegen Mittag wurde die Fahne auf dem Dach der Wetterstation gehisst. „Mission erfüllt“ meldete MDR 1-Reporter Veit Malolepsy, der zum erfolgreichen Gipfelteam gehörte, in die thüringische Heimat. Jens Panse zeigte sich abschließend sehr zufrieden mit dem Verlauf und der Resonanz auf die Expedition. „Es ist uns gelungen, die Problematik stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken“. Man dürfe im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit nicht nachlassen und die Betroffenen nicht ausgrenzen. „Die Thüringer haben mit den Sportlern in aller Welt zum Erfolg der ‚7. world aids awareness expedition’ beigetragen“, sagte er nicht ohne Stolz in Erfurt. Er dankte den beteiligten Sponsoren Volkswagen Nutzfahrzeuge, dem Thüringer Justizministerium und der Firma degere Eisenach, die mit ihrer Unterstützung wesentlich zum Gelingen des Porjektes beigetragen haben.

[hier geht es zum ausführlichen Erlebnisbericht...]


Weitere Informationen: www.waae.de

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