Universität Erfurt

Universitätssportverein Erfurt e.V.

Delegiertenversammlung des USV Erfurt bestätigt Vorstand im Amt und bekräftigt Entschlossenheit: Präsident Panse: „Werden weiter für die Interessen unserer Sportler kämpfen“

Delegiertenversammlung des USV Erfurt bestätigt Vorstand im Amt und bekräftigt Entschlossenheit

„Der USV Erfurt hat in der gestrigen Delegiertenversammlung seine Stärke und Entschlossenheit sowie den Zusammenhalt in einer der schwierigsten Situationen der langjährigen Vereinsgeschichte demonstriert“, so der wiedergewählte Präsident Jens Panse. Bei der Neuwahl wurde der bisherige Vorstand mit dem Präsidenten sowie den beiden Vizepräsidenten Prof. Dr.-Ing. Heinrich Kill und Torsten Wolf und dem Schatzmeister Frank Prescher einstimmig für die nächsten drei Jahre im Amt bestätigt.  „Dies unterstreicht nicht nur die positive sportliche Entwicklung unseres Vereins, sondern auch, dass der Umgang des Vorstands mit der Hallensperrung von einer breiten Mehrheit der Sportler mitgetragen und unterstützt wird“, so der Präsident.

„Nach der überraschenden und bis heute nicht kommunizierten Entscheidung des Landes zur Nutzung der Uni-Sporthalle als Flüchtlingsunterkunft haben sich die Mitarbeiter und Übungsleiter sofort auf die Suche nach Ausweichmöglichkeiten für unsere Kindersportangebote und unsere Nachwuchsmannschaften begeben und diese u.a. in den Sporthallen der Christophorus-Schule und des Gutenberg-Gymnasium gefunden“, dankt der USV-Präsident den Einrichtungen sowie dem Thüringer Volleyballverband für die Hilfe. „Auch der Basketballverband habe sich entgegenkommend gezeigt, wobei es hier vor allem der Beharrlichkeit der Abteilungsleitungsleiterin Elke Michalek zu verdanken war, dass zusammen mit dem Sportbetrieb Lösungen für die Sicherung des Trainingsbetriebes und der Punktspielabsicherung gefunden wurden“, so der Präsident, der auch die Solidarität im Verein und die Bereitschaft zusammenzurücken, hervorhob.

So habe das Landesleistungszentrum Karate einen Teil seiner Trainingszeiten der Abteilung Aikido überlassen und weitere Sportangebote wie die Ballschule können in dem Kampfsportraum aufgefangen werden. Hilfsangebote gab es auch von Sportfreunden aus anderen Vereinen. „Überwiegend haben wir uns aber selbst helfen müssen“, so der Präsident. Von staatlicher Seite sei keinerlei Unterstützung gekommen. „Wir haben sogar noch den Sportlehrerstudenten die Möglichkeit eingeräumt, Lehrveranstaltungen in die USV-Räumlichkeiten zu verlegen und helfen auch im Sinne einer guten Nachbarschaft den Flüchtlingen, in dem wir mit Unterstützung des Stadtsportbundes ein Sportangebot für die Kinder organisiert haben.“ Der Präsident dankte allen Übungsleitern, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle und dem Hallenpersonal für die geleistete zusätzliche Arbeit und das Engagement bei der Bewältigung der Situation.

„Auch wenn wir mit einem Kraftakt die schlimmsten Folgen des Sporthallenausfalls zunächst auffangen konnten, dürfen und werden wir im Einsatz für unserer Sportler nicht nachlassen“, bekräftigte der Präsident. Durch den Ausfall einer großen Zahl von Sportkursen und Mehrkosten für die Anmietung von Räumlichkeiten u.a. im Sportpark sei ein wirtschaftlicher Schaden bzw. eine Mehrbelastung von aktuell mindestens 19.500 Euro für den Verein entstanden, die man beim Land Thüringen einfordern werde, kündigte Panse an. „Es kann nicht sein, dass die Folgen einer solchen Entscheidung auf dem Rücken der Sportlerinnen und Sportler abgeladen werden“, moniert der Präsident, dass auch zwei Wochen danach noch keinerlei konkrete Zusagen vorliegen. Ministerpräsident Ramelow habe bis heute nicht auf den offenen Brief des Vorstands reagiert, zeigte sich Panse enttäuscht.

„Es wird auf jeden Fall in den nächsten Wochen schwierig bleiben. Bei allen Sportlern unseres Vereins werbe ich deshalb um Verständnis und Toleranz. Wir sind der ‚Universitätssportverein Erfurt‘ und ich bin gerade in dieser Situation besonders stolz darauf, seit 17 Jahren und nun für drei weitere Jahre als Präsident diesem Verein vorzustehen“, so der 49-jährige Marathonläufer abschließend.

Der MDR wird am Sonntag in seiner Sendung "Sport im Osten" ab 16.30 Uhr über die Situation des USV Erfurt berichten.

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