MAX-WEBER-KOLLEG für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien
Herzlich willkommen auf unseren Webseiten!
Wir freuen uns über Ihr Interesse und informieren Sie gern über das aktuelle Geschehen am Max-Weber-Kolleg. Die Mitglieder, Projekte, Veranstaltungen und vieles mehr finden Sie in den oben stehenden Links.
Buchvorstellung im Rahmen der Erfurter "Frühlinglese" mit Prof. Dr. Hans Joas: "Die Sakralität der Person", am 15. Februar 2012 um 19 Uhr (Eintritt 3,80 €), Interview zum Buch bei 3sat Kulturzeit
Offener Brief zur Zukunft des Max-Weber-Kollegs
Offener Brief im Dezember 2011
An die Leitung und die Gremien der Universität Erfurt
An die Verantwortlichen für Wissenschaft und Forschung im Land Thiiringen
Zukunft des Max-Weber-Kollegs fiir kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir, die Unterzeichner, haben uns am 20.12.2011 anlässlich des Workshops "Geisteswissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen und ihre Förderung am Beispiel des Max-Weber-Kollegs" in Erfurt zusammengefunden und möchten Ihnen dringend nahe legen, das Max-Weber-Kolleg zu erhalten und durch die folgenden Maßnahmen zu sichern:
- Wir haben das Max-Weber-Kolleg fur kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt als einen Ort exzellenter kultur- und sozialwissenschaftlicher Forschung, effektiver Nachwuchsförderung und anregender interdisziplinärer wissenschaftlicher Kommunikation kennen- und schätzen gelernt. Es stellt eine herausragende Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Sozialwissenschaften mit einem fächerübergreifenden Profil ("Webersches Forschungsprogramm") von internationaler Sichtbarkeit dar und ist gekennzeichnet durch eine spezielle Organisationsform, die in origineller Weise ein Graduiertenkolleg mit einem Institute for Advanced Study verbindet.
- Um diese Funktionen zu erfüllen, braucht das Kolleg relative Eigenständigkeit. Dazu gehören das eigene Promotionsrecht und das Auswahlrecht für Fellows, das in Zukunft unter Einbeziehung des wissenschaftlichen Beirats wahrgenommen werden sollte. Die finanzielle Unabhängigkeit sollte durch eine Sonderfinanzierung des Landes ermöglicht werden. Mit Sorge beobachten wir, dass trotz einer relativ konstanten Finanzierungszusage an die Hochschulen die Mittelzuweisung an die Hochschulen in Thüringen so ausgestaltet wird, dass forschungsbezogene Kriterien (Drittmittel und Promotionen/Habilitationen) kaum noch eine Rolle spielen und somit Anreize für Hochschulleitungen gesetzt werden, forschungsbezogene Bereiche in den Universitäten zu marginalisieren. Das Land sollte daher über die Ziel- und Leistungsvereinbarung mit der Universität Erfurt die Konsolidierung des Max-Weber-Kollegs sicherstellen.
- Nicht nur die Universität ist für das Max-Weber-Kolleg wichtig - das Kolleg ist auch von großer Bedeutung fur die Universität. Deshalb empfehlen wir, dass das Max-Weber-Kolleg aktiv in die universitären Ziel- und Leistungsvereinbarungen einbezogen wird und die Kooperation zwischen den Fakultäten und dem Kolleg verstärkt wird, z. B. durch weitere gemeinsame Projekte, Assoziierungen, regelmäßigen Informationsaustausch und die Einbeziehung von Dekanen in den Beirat des Kollegs.
- Wir empfehlen der Universität Erfurt und den Verantwortlichen im Land Thüringen, die vorhandene Institution mit ihrem inhaltlichen Profil ("Webersches Forschungsprogramm") sowie den bewährten Strukturen (Eigenständigkeit und Gestaltungsfähigkeit mit eigenem Budget, Fellowberufungs- und Promotionsrecht) zu erhalten und Planungssicherheit fur die Zukunft zu geben. Die Findung eines Nachfolgers/einer Nachfolgerin fur die Leitung des Max-Weber- Kollegs ist dringlich. Diese Leitungsposition kann zunächst befristet (z. B. auf 6 Jahre) vergeben werden, mit einer Option auf Verlängerung. Hierfür müssen die oben genannten Strukturentscheidungen von der Universitätsleitung getroffen werden, die der künftigen Leitung Planungs- und Dispositionsfreiheit geben, so dass die Gewinnung einer hochrangigen Persönlichkeit möglich wird.
Mit freundlichen Grüßen, zugleich im Namen der anderen Unterzeichner
Prof. Dr. Jürgen Kocka
Erstunterzeichner:
Prof. Dr. Matthias Jung, Koblenz
Prof. Dr. Hans G. Kippenberg, Bremen
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Göttingen
Prof. Dr. Christoph Menke, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Hans G. Nutzinger, Kassel
Prof. Dr. Wolfgang Reinhard, Freiburg
Prof. Dr. Wolfgang Schluchter, Heidelberg
Prof. Dr. Gunnar Folke Schuppert, Berlin
Prof. Dr. Dorothea Wierling, Hamburg
Weitere Unterstützer:
Prof. Dr. Gerd Althoff, Münster
Prof. Dr. Clifford Ando, Chicago
Prof. Dr. Johann P. Arnason, Melbourne
Prof. Dr. Andreas Bendlin, Toronto
Prof. Dr. Seyla Benhabib, New Haven
Dr. Karina Becker, Trier
Prof. Dr. Jens Beckert, Köln
Dr. Kathi Beier, Wien
Prof. Dr. Thomas Beschorner, St. Gallen
Prof. Dr. Philippe Blanchard, Bielefeld
Prof. Dr. Monika Boehm-Tettelbach, Heidelberg
Prof. Dr. Michael Borgolte, Berlin
Dr. Gangolf Braband, Luxemburg
Prof. Dr. Peter J. Bräunlein, Universität Bremen
Prof. Dr. Jan N. Bremmer, Groningen
Prof. Dr. Stefan Breuer, Hamburg
Dr. Johannes Bronisch, Berlin
Prof. Dr. Peter Burschel, Berlin
Prof. Dr. Niels Jørgen Cappelørn, Kopenhagen
Dr. Robin Celikates, Amsterdam
Prof. Dr. Sérgio da Mata, Ouro Preto
Prof. Dr. Vasudha Dalmia, Berkeley
Prof. Dr. Ute Daniel, Braunschweig
Prof. Dr. Estevão de Rezende Martins, Brasilia
Prof. Dr. Gita Dharampal-Frick, Heidelberg
Dr. Hella Dietz, Göttingen
Prof. Dr. Steffen Dietzsch, Berlin
Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel, Tübingen
Prof. Dr. Horst Dreier, Würzburg
Prof. Dr. Markus Dressler, Istanbul
Prof. Dr. D. h. c. Heinz Duchhardt, Bonn/Mainz
Prof. Dr. Birgit Emich, Erlangen
Prof. Dr. Georg Essen, Bochum
Prof. Dr. Charlotte E. Fonrobert, Stanford
Prof. Dr. Rainer Forst, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Ute Frevert, Berlin
Dr. Martin Gehlen, Berlin
Prof. Dr. Michael Geyer, Chicago
Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt, Tübingen
Dr. Mihai-D. Grigore, Erfurt
Prof. Dr. Rolf Gröschner, Jena
Dr. Reinhard Grütz, Magdeburg
Dr. Jan-Peter Hartung, London
Prof. Dr. Gerald Hartung, Wuppertal
Michael Hein (M.A.), Greifswald
Prof. Dr. Hans Michael Heinig, Göttingen
Prof. Dr. Marcel Hénaff, San Diego
Prof. Dr. Zoltán Hidas, Budapest
Dr. Michael Hohlstein, Bielefeld
Prof. Dr. Axel Honneth, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Vittorio Hösle, Indiana
Prof. Dr. Gangolf Hübinger, Frankfurt/Oder
Prof. Dr. Toby Huff, Harvard
apl. Prof. Dr. Friedrich Jaeger, Essen
Prof. Dr. Hartmut Kaelble, Berlin
Dr. Roland S. Kamzelak, Marbach
Regens Christoph Jan Karlson, Erfurt
Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Berlin
Christian Kietzmann (M.A.), Basel
Prof. Dr. Karen L. King, Harvard
Prof. Dr. Christoph Kleßmann, Potsdam
Prof. Dr. mult. Nikolaus Knoepffler, Jena
Prof. Dr. Dietrich Korsch, Marburg
Dr. Silke Köser, Berlin
Prof. Dr. Markus Knapp, Bochum
Prof. Dr. Volkhard Krech, Bochum
Prof. Dr. Hans-Peter Krüger, Potsdam
Prof. Dr. Andreas Kubik, Rostock
Dr. Jaan Lahe, Tallinn
Prof. Dr. Ernst-Joachim Lampe
Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Lang, Paderborn
Romy Langeheine (M.A.), Frankfurt/Main
Prof. Dr. Dieter Langewiesche, Tübingen
Prof. Dr. Johan Leemans, Leuven
Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl, Trier
Prof. Dr. Martin Leiner, Jena
Dr. Jutta Leonhardt-Balzer, Aberdeen
Prof. Dr. M. Rainer Lepsius, Heidelberg
Prof. Dr. Chris Lorenz, Amsterdam
Dr. Christoph Lundgreen, Dresden
Prof. Dr. Gunther Mai, Erfurt
Prof. Dr. Vasilios N. Makrides, Erfurt
Dr. Michael Makropoulos, Berlin
Prof. Dr. David Martin, London
Prof. Dr. Heiner Meulemann, Köln
Prof. em. Dr. Sigrid Meuschel, Leipzig
PD Dr. Thomas Meyer, Chicago
Dr. Andzej Michalczyk, Bochum
Prof. Dr. Achim Mittag, Tübingen
Prof. Dr. Stephan Moebius, Graz
Prof. Dr. Gabriel Motzkin, Jerusalem
Prof. Dr. Michael Moxter, Hamburg
Prof. Dr. Anne Murphy, Vancouver
Prof. Dr. Dr. Claus Offe, Berlin
Prof. Dr. Markus Öhler, Wien
Prof. Dr. Michael Opielka, Jena
Prof. Dr. Stefan Orgass, Essen
Prof. Dr. Jürgen Osterhammel, Konstanz
Dr. Britta Padberg, Bielefeld
Jens Panse, Erfurt
Prof. Dr. Stephan Panther, Flensburg
Prof. Dr. Sheldon Pollock, New York
Prof. Dr. Raka Ray, Berkeley
Prof. Dr. Eric Rebillard, Ithaca NY
Regine Reincke, Dordrecht
Prof. Dr. Almut-Barbara Renger, Berlin
Dr. Astrid Reuter, Münster
PD Dr. Norbert Reuter, RWTH Aachen
Prof. Dr. Martin Riesebrodt, Chicago
Prof. Dr. Pietro Rossi, Turin
Prof. Dr. Dr. Jörn Rüsen, Essen
Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, Wolfenbüttel
Dr. Oxana Schmies, Berlin
Prof. Dr. Heiko Schulz, Frankfurt
apl. Prof. Dr. Franz-Josef Schweitzer, Düsseldorf
Prof. Dr. Aldo Setaioli, Perugia
Prof. Dr. Ludwig Siep, Münster
Prof. Dr. Lenart Skof, Koper
Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner, Essen
Prof. Dr. Alexander Somek, Iowa City
Dr. Heinz-Rudi Spiegel, Essen-Kettwig
Dr. Martin Steinseifer, Gießen
Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Münster
Prof. Dr. Jürgen Straub, Bochum
Prof. Dr. Barbara Thériault, Montreal
Dr. Nikola Tietze, Hamburg
PD Dr. Wolfgang Vögele, Karlsruhe
Dr. Peter Vogt, München
Prof. Dr. Kocku von Stuckrad, Groningen
Prof. Dr. Saskia Wendel, Köln
Prof. Dr. Knut Wenzel, Frankfurt
Dr. Micha H. Werner, Utrecht
Prof. Dr. Ansgar Weymann, Bremen
Prof. em. Dr. Siegfried Wiedenhofer, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Rainer Wiegels, Osnabrück
Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr, Leipzig
Dr. des. Marc Zivojinovic, Köln
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