Campus Gotha, Forschungsbibliothek Gotha

117. Schlossgespräch – Schinkel und das Hoftheater in Gotha (1836–1840)

Date
21. May 2026, 6.00 pm
Location
CG1 – Forschungsbibliothek Gotha, Spiegelsaal (Schloss Friedenstein Gotha)
Series
Ausstellung "Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen"
Organizer
Stiftung Schloss Friedenstein in Kooperation mit Forschungsbibliothek Gotha
Speaker(s)
Jaqueline Gabbey (Friedenstein Stiftung Gotha)
Event type
Discussion/Forum
Event Language(s)
Deutsch
Audience
öffentlich

Gespräch mit Jaqueline Gabbey (Friedenstein Stiftung Gotha) im Rahmen der Ausstellung "Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen". Eine Veranstaltung vom Freundeskreis Kunstsammlungen Schloss Friedenstein Gotha e. V. und dem Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V.

„[…] wie denn überhaupt Gotha die schönste Schloßanlage in den sächsischen Herzogtümern hat […]“, schrieb Karl Friedrich Schinkel 1826 über die Residenzstadt. Wenige Jahre später entstand hier mit dem Hoftheater ein Bau mit Schinkel als Gutachter.

Der Bau des Gothaer Hoftheaters in den 1830er Jahren ist mehr als ein architektonisches Projekt: Er steht exemplarisch für das Zusammenspiel von künstlerischem Entwurf, fachlicher Begutachtung und politischer Einflussnahme. Im Zentrum stehen dabei die Entwurfsprozesse zwischen dem Gothaer Baurat Gustav Eberhard und Karl Friedrich Schinkel. Zugleich ist der Theaterbau im Kontext der dynastischen Neuordnung von 1826 zu verstehen, die einen verstärkten Ausbau repräsentativer Architektur nach sich zog.

Jacqueline Gabbey beleuchtet die Entstehung des Projekts und geht den architektonischen Konzepten des Baus anhand überlieferter und wiederentdeckter Zeichnungen nach. Abschließend richtet sie den Blick auf die weitere Geschichte des Theaters bis zu jenem Einschnitt im Jahr 1945, der sein Fortbestehen beendete.

Jacqueline Gabbey ist seit Oktober 2024 Wissenschaftliche Volontärin für Regional- und Kulturgeschichte an der Friedenstein Stiftung Gotha. Gemeinsam mit Dr. Christian Göcke (Friedenstein Stiftung Gotha) und Dr. Katrin Henzel (Forschungsbibliothek Gotha) ist Jacqueline Gabbey Kuratorin der Ausstellung „Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen“ im Spiegelsaal von Schloss Friedenstein.

Über die Ausstellung

Vor 200 Jahren wurden die Ernestinischen Herzogtümer neu geordnet, das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha entstand. Unter dem Titel „Coburg | Gotha | 1826“ nimmt 2026 eine Ausstellung an verschiedenen Orten in Gotha und Coburg das Dynastie-Jubiläum in den Blick: Während in Coburg Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha (1784–1844) im Mittelpunkt steht, spürt Gotha seinen Netzwerken am Hof nach. Wer waren die Menschen, die um den Herzog wirkten und die Verwaltung und (Neu-)Gestaltung der Sammlungen im Zuge des Dynastie-Wechsels prägten? Die Jubiläumsausstellung dokumentiert den Umbruch in Form von Huldigungsschreiben in Seide und Papier und erzählt die Geschichte der Sammlung über Exponate in Silberfiligran, mit Majolika, Muscheln und Mineralien sowie auf Papier. Sie zeigt die Brüche der Sammlungen auf, aber auch und besonders ihre Kontinuität.

Die Gothaer Ausstellung ist vom 12. April bis 5. Juli 2026 im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein zu sehen und ist ein gemeinsames Projekt der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt und der Friedenstein Stiftung Gotha. Das umfangreiche Rahmenprogramm finden Sie im Flyer oder auf der Ausstellungsseite. 

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten präsentiert dazu in der Zeit vom 12. April 2026 bis 3. Januar 2027 in den Herzoglichen Gemächern im Nordflügel, eine flankierende Ausstellung. Mittels beleuchteter Stelen wird darin ein Schlaglicht auf die Hintergründe und Protagonisten der Ereignisse um 1826, vor allem Ernst I. und seine Gemahlin Luise, geworfen. Welche Auswirkung hatte die Neuaufteilung der ernestinischen Territorien insgesamt auf die Thüringische Residenzenlandschaft? Darüber hinaus werden die Räume von Herzog Ernst I. auf dem Friedenstein mit den historischen Abbildungen Ferdinand Rothbarts wieder erlebbar.

Beachten Sie außerdem auch die Veranstaltungen in Coburg.  

Zur Anmeldung

Aufgrund begrenzter Kapazitäten wird bis zum 19. Mai um Anmeldung gebeten unter 0361 737 5530 oder per E-Mail an veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.

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