Auf der Suche nach politischen Innovationen 40 Jahre nach dem "Brandt-Report"

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Eingangsschild an der Willy Brandt School of Public Policy, Universität Erfurt

Im Rahmen ihrer Veranstaltung zum Auftakt des neuen akademischen Jahres präsentiert die Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt am Donnerstag, 29. Oktober, in der Zeit von 16 bis 18 Uhr, eine neue Publikation ihrer Wissenschaftler*innen und Alumni. Sie begibt sich auf die Suche nach politischen Innovationen 40 Jahre nachdem Willy Brandt und seine "Nord-Süd-Kommission" ihren berühmten Bericht veröffentlicht haben. Der neue Sammelband befasst sich nun mit Themen wie Migration, Friedens- und Entwicklungspolitik vor dem Hintergrund des wachsenden Populismus.

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Vor 40 Jahren hofften viele, dass der berühmte "Brandt-Report", der auf den Ideen des Multilateralismus und Humanismus und der Überholung von Spaltungen wie "Nord" und "Süd" beruht, einen neuen Ansatz für die globale Politikgestaltung in Gang setzen würde. Viel wurde seither erreicht, dennoch stellt der Aufstieg des nationalen Populismus die internationale multilaterale Ordnung erneut ernsthaft in Frage. Die Willy Brandt School of Public Policy hat nun den 40. Jahrestag des Brandt-Reports zum Anlass genommen, die Auswirkungen dieser neuen Herausforderungen auf die Politikgestaltung auf allen Ebenen, d.h. auf lokaler, nationaler und globaler Ebene, neu zu überdenken und zu diskutieren, ob und wie neue Formen der Politikgestaltung diesen Herausforderungen begegnen können.

Dazu wurden Alumni aus aller Welt eingeladen, Beiträge mit Erkenntnissen aus ihrer praktischen Erfahrung oder laufenden Forschungsprojekten einzureichen, um einige dieser Fragen zu beleuchten. Im Ergebnis haben 15  Autoren aus neun Ländern Texte geschrieben und an dem neuen Band mitgearbeitet, der nicht zuletzt damit in vielerlei Hinsicht ein Beleg für die Internationalität der Brandt School ist.

Wenn Sie bereits vorab einen Blick in die Publikation werfen möchten, können Sie das hier tun.

Hintergrund
Der Nord-Süd-Bericht (auch Brandt-Report) ist ein Bericht, den am 12. Februar 1980 die Nord-Süd-Kommission dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zur Studie mit dem Namen „Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer“ vorlegte. Dies geschah unter dem Vorsitz von Altkanzler Willy Brandt.

Die Studie fordert eine Integration der unterprivilegierten Länder des Südens in die Weltwirtschaft und verlangt von den Industrienationen, die Entwicklungsländer zu unterstützen. Zentrale Bedeutung schreibt der Bericht außerdem einer neuen Weltwirtschaftsordnung zu, die ein sowohl für Entwicklungs- als auch für Industrieländer verträgliches Weltwirtschaftssystem darstellen soll. Ebenfalls wird ein Zusammenhang von Aufrüstung und Armut in Entwicklungsländern aufgezeigt.

Die Vorstellung der neuen Publikation findet in digitaler Form über die Video-Konferenz-Plattform Webex von Cisco statt. Bitte informieren Sie sich auf der Website von Webex www.webex.com über deren Datenschutzvereinbarung.

Sie können an der Veranstaltung entweder online teilnehmen, in dem Sie auf den untenstehenden Link klicken (entweder mit einer App oder im Browser), oder telefonisch (nur Audio).

online: uni-erfurt.webex.com/uni-erfurt/j.php;


Meeting-Nummer: 121 972 9699
Passwort: dJ3bbFJyY35
telefonische Einwahl aus Deutschland: +49-619-6781-9736

Die Veranstaltung wird von der Brandt School (Universität Erfurt) zu Zwecken der Dokumentation und des Marketings aufgezeichnet und gespeichert und kann auf ihren Websiten und Sozialen Medien (Youtube, Facebook, Twitter) verwendet werden. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, während der Veranstaltung aufgezeichnet zu werden. Wenn Sie nicht gesehen und gehört werden möchten, schalten Sie bitte Ihre Kamera und Ihr Mikrofon ab.