"Wagt den Sprung ins kalte Wasser!"

International
Bin dann mal weg: Antonia in Spanien

Ihr Auslandssemester an der Universidad Autónoma in Madrid war für Antonia bereits der vierte längere Auslandsaufenthalt. Und auch hier gab es wieder allerhand Neues zu entdecken: Fremde Kulturen und Gewohnheiten, zauberhafte Landschaften und reichlich Möglichkeiten zur eigenen Weiterentwicklung. Wir haben mit Antonia über ihr Auslandssemester gesprochen – und von ihr eine Fünf-Schritte-Anleitung bekommen, wie man sich optimal auf ein eigenes Auslandssemester in Spanien vorbereitet.

Antonia, warum wolltest du überhaupt ins Ausland?
Also ich kann nur sagen, wer noch nicht für eine längere Zeit im Ausland gelebt hat, dem kann ich nur zu dieser Erfahrung raten! Spanien war bereits meine vierte längere Auslandserfahrung und ich lerne jedes Mal sehr viel, entwickle mich persönlich bedeutend weiter, lerne eine neue Kultur kennen und knüpfe neue Freundschaften. Besonders als Student*in der Internationalen Beziehungen sind solche Erfahrungen nicht nur für einen persönlich, sondern auch für das Studium (und für spätere Berufschancen) sehr wertvoll.

Ich habe mich in meinem 5. Semester für ein ERASMUS-Semester entschieden. Vor allem hatte ich den Drang, mal für einen kurzen Zeitraum aus Erfurt herauszukommen und neue Erfahrungen zu sammeln sowie Denkanstöße zu bekommen, die mich auch in meinem Studium und vielleicht auch hinsichtlich meiner Bachelor-Arbeit weiterbringen würden.

Schritt 1: Planen und bewerben

Als wie (un-)kompliziert hast du den Bewerbungsprozess empfunden?

Auf den ersten Blick kann einen die Arbeit, die mit einer Bewerbung für ein Auslandssemester und dann auch mit dem Umzug etc. verbunden ist, etwas abschrecken. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dieser ganze Prozess wäre mit keinerlei Arbeit verbunden, doch am Ende ist alles einfacher als man denkt. Die Bewerbung ist letztendlich gar nicht so kompliziert und über Personen, wie mich, die bereits ein ERASMUS-Semester in der gleichen Stadt oder noch besser an der gleichen Uni absolviert haben, kann man viele Tipps und Hilfe erhalten.

Die Welt ist groß und schöne Orte für ein spannendes Auslandssemester gibt es viele. Wie hast du für dich entschieden, wohin die Reise gehen soll?
Darüber habe ich mir sehr lange den Kopf zerbrochen. Irgendwann war ich immerhin so weit, sagen zu können, dass ich meine Sprachkenntnisse weiter verbessern und deshalb in ein spanischsprachiges Land wollte. Meine Entscheidung fiel am Ende auf Spanien, da ich dort noch nie war und meine vorherigen längeren Auslandsaufenthalte immer in Ländern verbrachte, die sich doch recht weit weg von Deutschland befinden. Deshalb wollte ich einfach mal ein bisschen näher an meinem Zuhause sein, damit vielleicht auch mal Freund*innen und Familie vorbeischauen können und sich auch ein Wiedersehen einfacher gestaltet.

… und als das Zielland dann feststand – nach welchen Kriterien hast du deine Austauschuniversität ausgewählt?
Ich habe unter anderem nach Ruf der Universität geschaut, wobei die Universidad Autónoma in Madrid als eine der besten Unis Spaniens ganz oben dabei war. Außerdem hatte ich nach den zwei Jahren Studium in Erfurt auch mal Lust auf Großstadtleben. (Achtung: Für die Universidad Autónoma in Madrid wird ein Sprachniveau von B2 benötigt!) Und nebenbei ist Madrid eine wunderschöne Stadt.

Welche praktischen Tipps hast du für den Bewerbungsprozess?
Man solltet auf die Fristen achten und sich pünktlich darum kümmern, die nötigen Unterlagen zusammenzustellen, da man unter anderem einen Notenbericht und die Empfehlung eines*r Professors*in braucht, was etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen könnte. Mit Rat und Tat stehen einem aber neben dem Internationalen Büro auch Ehemalige sowie aktuelle Bewerber*innen zur Seite.

Schritt 2: Dein Auslandssemester vorbereiten

Wenn die Zulassung für die Partneruniversität dann endlich da ist, geht es richtig los. Wie bist du nach Madrid gereist?
Madrid ist jetzt nicht der am weitesten entfernte Ort, liegt aber eben auch nicht um die Ecke. Ich persönlich bin geflogen. Ich kenne jedoch auch Menschen, die mit dem Bus angereist oder die Anreise mit Zwischenstopps im Roadtrip-Stil gestaltet haben, da die Uni in Spanien Anfang September beginnt und man so vorher noch etwas Zeit hat. Kleiner Tipp am Rande: Bei Iberia kann man sein Learning Agreement hochladen und Rabatt auf die Flüge bekommen.

Was gilt es, im Hinblick auf Versicherungen & Co. zu beachten?
Da solltest man sich bei seiner Krankenkasse informieren und daran denken, dass es sich um eine Versicherung für den gesamten Zeitraum handeln sollte! An sich gelten ja heutzutage die Krankenversicherungen europaweit, aber für Spanien wird manchmal empfohlen, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, weil wohl manche Praxen und Krankenhäuser die Versichertenkarte nicht akzeptieren. Ich selbst war in Madrid nur einmal bei einer Ärztin. Es gibt sogenannte Centros de Salud überall in der Stadt und am besten sollte man vorher online einen Termin ausmachen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Ich hatte zwar eine zusätzliche Auslandsversicherung, kann mich jedoch nicht mehr daran erinnern, dass ich danach gefragt wurde.

Ansonsten fallen natürlich noch Sachen wie Kreditkarte & Co an, aber da sollte man sich einfach mal selbst informieren, um für sich das Beste zu finden.

Ein großes Thema in jedem Auslandssemester: die Unterkunft. Wie war die Wohnungssuche in Madrid und welche Stadtviertel kannst du zum Wohnen empfehlen?
Das gestaltet sich in Madrid ein bisschen schwierig. Besonders, wenn man die guten Preis-Leistungsverhältnisse aus Erfurt gewohnt bist. Die Universidad Autónoma liegt im Norden Madrids, recht weit außerhalb.

Da das Auslandssemester ja nicht nur dazu dient, in die Uni zu gehen, sondern auch die Stadt und das Studierendenleben dort kennenzulernen, empfehle ich, nicht an der Uni oder in unmittelbarer Nähe zu leben. Madrid ist eine Großstadt und man muss sich einfach an längere Anfahrtszeiten gewöhnen.

Die sogenannte Cercanía in Madrid, die Außenbezirke der Stadt/der Region mit dem Stadtkern verbindet, verbindet auch die Uni mit dem Zentrum. Natürlich bietet es sich an, in der Nähe einer der Stationen eine Wohnung zu suchen. Stadtmitte ist Sol. Allerdings sind die Wohnungen direkt im Zentrum auch teurer.

Ich persönlich hatte viel Glück und habe ein Zimmer für 330 € vier Gehminuten von Sol entfernt gefunden. In der Regel liegen die Mietpreise jedoch zwischen 450 und 600 € in dieser Gegend. Coole und zentrumsnahe Viertel sind auch Moncloa, La Latina, Lavapies und Chueca.

Hast du praktische Tipps, wie man in Madrid an eine passende Bleibe kommt?
Schaut zunächst, ob ihr Bekannte in Madrid habt oder Menschen kennt, die dort gelebt haben und eventuell Kontakte zu Vermietern*innen vermitteln können. Ansonsten gibt es auch diverse Facebookgruppen und zwei Apps, die mir empfohlen wurden: Badi und idealista (mehr oder weniger wie „WG-gesucht“). Generell empfehle ich, etwas früher in Madrid anzureisen, erstmal in einem Hostel unterzukommen und dann Wohnungen vor Ort anzuschauen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Achtung auch bei Online-Vorauszahlungen für WG-Zimmer: Es kommt vor, dass es sich um falsche Anzeigen handelt und dann schnell mal 500 € weg sind!

Doch nicht nur das alltägliche Leben, auch das Studium an der Austausch-Uni will gut vorbereitet sein. Was gibt es etwa im Hinblick auf die Kursbelegung zu beachten?
Auch das Learning Agreement gehört zur Vorbereitungsphase hinzu. Man wird von der Universität kontaktiert, um sich in die Kurse für das Auslandssemester einzuwählen. Also schadet es nicht, vorher mal ins Vorlesungsverzeichnis zu schauen. An der UAM war das Einwahlprinzip „first come – first serve“. Die Einwahl ist jedoch rund eine Woche geöffnet, sodass man immer mal wieder reinschauen kann und vielleicht doch noch ein Platz in einem anderen gewünschten Kurs frei wird.

Wer einen Kurs an einer anderen Fakultät belegen möchte, bekommt dazu auch eine Anleitung per E-Mail. Aber auch hier auf die angegebenen Fristen achten! Nach deiner Kurswahl sollte man sich so zügig wie möglich um ein Learning Agreement kümmern – am besten noch vor den Semesterferien. Die Prüfungsausschüsse der jeweiligen Fachrichtungen müssen nämlich die Kurswahl und -anerkennung für Erfurt akzeptieren und das Learning Agreement gegenzeichnen.

Thema Transportmittel: Wie bleibt man in Madrid mobil?
Für Studierende bis zum 26. Lebensjahr gibt es ein Ticket, mit dem alle öffentlichen Verkehrsmittel (Metro, Bus, Cercanía) nicht nur im Stadtkern, sondern in der Region um Madrid genutzt werden können. Dieses kostet 20 € im Monat, muss jedoch beantragt und abgeholt werden, da die Karte personalisiert ist. Am besten macht man dafür schon online einen Termin aus, sobald man weiß, wann es nach Madrid geht.

… und im Hinblick auf das Thema Sicherheit – gibt es da besondere Dinge zu beachten?
Beim Auswärtigen Amt gibt es die sogenannte elefand-Liste. Dort kann man sich anmelden und seinen Auslandsaufenthalt eintragen. In Krisenfällen ist so ein direkter Kontakt mit dem Auswärtigem Amt gewährleistet.

Schritt 3: Ankommen

Welche Tipps hast du für die ersten Schritte in Madrid? Wo finden ERASMUS-Studierende erste Anlaufstellen?
Egal ob man schon im WG-Zimmer angekommen oder noch auf der Suche ist: Jetzt heißt es Bienvenido*a a Madrid! Freut eich auf die nächsten Monate in dieser wunderbaren Stadt!

In der Regel hat man schon vor seiner Ankunft eine Mail erhalten: die Einladung zu einem ersten ERASMUS-Kennenlern-Event. Da die Mail recht spät kommt und dieses Event eine schöne erste Möglichkeit bietet, Kontakte zu knüpfen, würde ich die Ankunft sowieso einige Tage vor Uni-Beginn einplanen (ca 5 Tage). Wer noch mehr Zeit und das nötige Kleingeld hat, kann auch noch einen Sprachkurs machen.

Darüber hinaus wird es besonders in den ersten Wochen viele coole ERASMUS-Veranstaltungen (organisiert von der zuständigen Studierendenorganisation ESN) geben, wie z.B. Bachata-Tanzkurse, Stadtführungen und Tapas-Abende. Außerdem werden im Laufe des Semesters auch einige Reisen organisiert. Dazu gehören ein Integration Weekend in der Nähe Madrids und verschiedene Trips in spanische Städte bzw. Regionen. Bei uns waren unter anderem Valencia, País Vasco und Portugal dabei. Am Ende entscheidet man aber selbst wie stark man im ERASMUS-Angebot bleiben oder lieber sein eigenes Ding machen möchte. Alles kann, nichts muss...

Ich selbst habe nur zu Beginn die Angebote genutzt, um auch andere Leute kennenzulernen, mich dann aber später eher allein gekümmert. By the way gibt es eine sogenannte ESN-Card (kostet 10 €), die benötigt wird für die Reisen sowie gewisse Veranstaltungen. Mit ihr bekommt man unter anderem auch bei spanischen Zug/Buslinien und Ryanair Rabatte.

Was sind deine Empfehlungen für die ersten Wochen an der Uni?
Ein paar Nerven werden die ersten Uni-Wochen schon rauben, besonders weil sich meist noch einige Veränderungen im Stundenplan ergeben und man dann ein überarbeitetes Learning Agreement nachreichen muss. Beispielsweise erfährt man auch erst jetzt, ob man bestimmte Kurse an anderen Fakultäten belegen kann. (Nochmal: Beachte die Bewerbungsfrist für die Kurse!)

Tipp: Wer etwas dringend braucht, schaut am besten persönlich in den zuständigen Büros vorbei, da E-Mails oft untergehen. Immer daran denken: Hunderte anderer Menschen stecken gerade in derselben Situation und oft kann man sich dann gegenseitig helfen. Und bitte nicht erschrecken: Die Leistungsanforderungen für die Kurse sind an der UAM etwas anders als in Erfurt. Meist kommen neben Klausur noch Präsentationen und eine Hausarbeit (oft auch in Gruppen) oder kleine Tests hinzu, was ein gutes Zeitmanagement und auch mehr Engagement während des Semesters erfordert.

Wer eine bereits begonnene Sprache beispielsweise nicht verlernen, aber keinen Sprachkurs belegen möchte, kann auf jeden Fall mit den Dozierenden reden. Oft gibt es die Möglichkeit, am Unterricht teilzunehmen aber keine Leistung erbringen zu müssen.

Man kann sich aber wirklich auf die Uni-Kurse freuen. Die Seminare, die ich besucht habe, waren super interessant, die Lehrenden und Kommiliton*innen sehr nett und hilfsbereit. Und als Highlight der Woche (in der noch warmen Zeit – meist bis in den Oktober hinein) gibt es jeden Donnerstag, die sogenannte „Sangriada“ auf dem Campus. Ein schönes Beisammensein mit, wie der Name schon vermuten lässt, Sangria und guter Musik.

Wo ich gerade schon das Wetter erwähnt habe: Im Inneren des Landes gelegen, hat Madrid sehr warme Sommer (Wir hatten im September/Oktober noch 25-30 Grad), jedoch auch kalte Winter (auch mal bis zu 0°C). Bedenkt das beim Kofferpacken!

Schritt 4: Den Alltag meistern

Wie kann man seine Freizeit in Madrid gestalten, nachdem sich so langsam der Alltag eingependelt hat?
Die Alltagsgestaltung hängt dabei ganz von den individuellen Interessen ab. An der UAM gibt es beispielsweise ein breites Sportangebot, ein Fitnessstudio und sogar ein Schwimmbecken. Für einen Kurs und die Nutzung von Fitnessraum und Schwimmbad zahl man etwa 25 € im Monat, aber auch im Stadtzentrum gibt es viele Fitnessstudios. Ein Vereinssystem, ähnlich wie in Deutschland, gibt es nicht, aber man kann sich ja auch mit Freund*innen zusammentun und in denParks Sport treiben oder auch Volleyballplätze an der Uni mieten. Zudem gibt es einen Chor, ein Orchester und verschiedene Angebote für soziales Engagement. Für manche Aktivitäten kann man sogar Leistungspunkte bekommen.

Wie bereits erwähnt, gibt es nicht nur zu Beginn, sondern auch während des Semesters zahlreiche ERASMUS-Angebote. Eine Veranstaltung, an der ich zu Beginn gern teilgenommen habe, war dabei der Bachata-Kurs. Allerdings gibt es auch einige Clubs, die Salsa-/Bachata-Kurse einmal pro Woche anbieten. Ich habe mich nach ein paar Wochen gemeinsam mit einem Freund dazu entschieden, einen Salsa-Kurs an einer richtigen Tanzschule zu besuchen. Das hat uns beiden sehr viel Freude bereitet.

Ansonsten gibt es natürlich auch viele andere tolle Veranstaltungen. So habe ich beispielsweise einen Nachmittag in einem Kinder- und Jugendprojekt mit Spiel, Tanz und Musik verbracht. Schaut einfach mal, worauf ihr Lust habt!

Kleine Vorwarnung an dieser Stelle: Wenn man so ein Auslandssemester antritt, wünscht man sich ja oft, Einheimische kennenzulernen. Das ist auf alle Fälle möglich, gestaltet sich aber manchmal schwierig bei so einem kurzen Aufenthalt. Aber macht euch nicht zu viele Gedanken darüber: Ihr werdet so oder so großartige Menschen kennenlernen und am Ende ist es doch egal, wer woher kommt, solange ihr euch gut versteht.

… und für den Uni-Alltag? Welche „Überlebenstipps“ gibt es da?
Auf jeden Fall rate ich dazu, die Zeit gut einzuteilen und bereits mit Semesterbeginn etwas für die Uni-Kurse zu tun. Es kann nämlich sehr stressig werden, wenn man die Hausarbeiten aufschiebt. Da viele Hausarbeiten in Gruppen geschrieben werden, organisiert euch hier gut und setzt euch klare Ziele. Plant außerdem immer einen Zeitpuffer ein, um zur Universität zu kommen, da es vor allem bei der Cercanía ab und an zu Ausfällen und Verspätungen kommt.

Wie verpflegt man sich am besten auf dem Campus?
Es gibt an jeder Fakultät der UAM mindestens eine Mensa und eine Hauptmensa auf dem Campus. Das Essen liegt preislich dabei zwischen 4,50 und 6 €, enthält jedoch zwei Hauptgerichte. Ansonsten kann man sich auch nur eins holen (Preis variiert je nach Gericht, jedoch teurer als in Erfurt) oder auch leckere belegte Brote und anderen Dinge in den Mensen kaufen. Außerdem gibt es meist an jeder Fakultät einen Aufenthaltsraum mit Mikrowellen, wo das mitgebrachte Essen aufgewärmt werden kann.

Schritt 5: Die Zeit genießen und nutzen!

Zum Schluss: Welche Ratschläge und Geheimtipps hast du für Studieninteressierte – auch im Hinblick auf Erkundungstouren durch Spanien?
Die Zeit genießen und nutzen! Dieser Gedanke sollte das ganze ERASMUS-Semester begleiten. Ein solches Auslandssemester dient nämlich besonders dazu, Erfahrungen zu sammeln, den eigenen Horizont zu erweitern. Das fiunktioniert natürlich nicht so gut, wenn man nur zuhause oder in der Bibliothek hockt.

Madrid ist wirklich eine wunderbare Stadt und es gibt so viele Dinge zu sehen und zu erleben: tolle Parks, spannende Museen und Sehenswürdigkeiten, Straßenkünstler*innen an jeder Ecke und auch viele tolle Ausflugsziele um die Stadt herum, die alle mit dem Studierendenticket erreichbar sind. Ich selbst habe schon eine lange Liste an Dingen, die ich sehen und machen möchte, wenn ich mal wieder in Madrid bin.

Was man sich meiner Meinung nach auf keinen Fall entgehen lassen sollte, sind der Retiro-Park und die Aussicht vom Parque del Cerro del Tío Pío auf die Stadt. Ansonsten schaut einfach, worauf ihr Lust habt. In Madrid sind einem wirklich keine Grenzen gesetzt und ich bin mir sicher, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Auch das Nachtleben der Stadt sollte man sich nicht entgehen lassen, die Angebote sind fast genauso vielzählig und abwechslungsreich wie am Tag. Aber gebt dabei auf eure Wertsachen Acht, auch tagsüber!

Ein kleiner Geheimtipp zur Weihnachtszeit ist Torrejón de Ardoz. Die Stadt erreicht man von Madird aus mit der Cercanía. Dabei führt der Weg jedoch nicht in die eigentliche Stadt, sondern auf ein riesiges Gelände, das sich zu dieser Zeit in ein Weihnachtsdorf verwandelt mit Karusselld und Tausenden von Lichtern. Ein schönes Erlebnis mit Freund*innen oder Familie. Schließlich hat nicht nur die Region um Madrid viel zu bieten, sondern Spanien als Ganzes. So habe ich beispielsweise mit Freund*innen einen Wochenendausflug nach Valencia unternommen oder mir am Ende meines ERASMUS noch eine Woche Zeit genommen, Andalusien zu erkunden. Auch die ESN Studierendenorganisation bietet einige Reisen an. Nutzt einfach die Zeit, Spanien kennenzulernen und das Land, die Menschen und die Kultur auf euch wirken zu lassen. Ich bin jedenfalls ganz begeistert und bereue es etwas, meine Zeit nicht noch besser genutzt zu haben. Aber egal, wie sich am Ende eure Zeit gestalten wird, ich bin mir sicher, dass sie wunderschön wird. Wagt den Sprung ins kalte Wasser und genießt das Auslandssemester!