Alles zum Semesterticket und der Urabstimmung

Vom 20.-24. April stimmen wir auf dem Campus darüber ab, ob wir bei unserem bundesweiten Semesterticket bleiben oder nicht. Andernfalls kehren wir zu unserem lokalen Semesterticket zurück. Hier findet ihr alle Infos zum Nachlesen. 

Fehlt euch eine Info? Schreibt uns! Wir ergänzen das FAQ gerne. Meldet euch beim Vorstand einfach per Mail.

FAQ Urabstimmung Semesterticket

Wie funktioniert die Urabstimmung?

In einem festgelegten Zeitraum (20.04 - 24.04.) haben alle Studierenden die Möglichkeit auf dem Campus abzustimmen. Die benötigte Wahlbeteiligung für einen wirksamen Beschluss beträgt nach Satzung des Studierendenrates 5% aller Studierender. Sollte diese nicht erreicht werden, fasst der Studierendenrat selbst einen Beschluss. Dabei werden aber die Abstimmergebnisse dennoch berücksichtigt. 

Was ist ein Deutschlandsemesterticket?

Das Deutschlandsemesterticket ist eine Semesterticketversion des Deutschlandtickets. Es den Studierendenschaften angeboten und beinhaltet dieselben Leistungen wie das normale Deutschlandticket. Allerdings kostet es nur 60% des Preises und wird nur im Solidarmodell pro Hochschule angeboten. 

Konkret heißt das, dass ihr mit eurem Semesterticket deutschlandweit den Regionalverkehr der deutschen Bahn und den ÖPNV nutzen könnt. Das Deutschlandsemesterticket oder kostet ab Oktober 2026 37,80€/Monat, also 226,80€ pro Semesterbeitrag.

Was heißt Solidarmodell?

Ein Solidarmodell beschreibt eine bei Semestertickets gängige Ticketvariante, bei der alle Studierenden der Hochschule das Ticket verpflichtend erwerben (durch ihre Semesterbeiträge), unabhängig davon, ob sie es nutzen. Die somit erhöhte Bestellmenge verringert den Preis pro Person. Das Ticket wird also von denen, die es nicht nutzen, mitfinanziert und schafft somit Anreize, den ÖPNV zu benutzen.

Warum wird das Ticket teurer?

Das Ticket kostet so viel wie 60% des regulären Deutschlandtickets (63€). Wenn der Preis steigt, steigen auch der Preis des Deutschlandsemestertickets. Der Preis von 37,80€/Monat könnte also auch wieder steigen.

Wer verkauft dieses Ticket?

Das Ticket wird von der EVAG vertrieben. Es kann in dieser Form ausschließlich über das Semesterticket mit dem Semesterbeitrag gekauft werden. Einzelpersonen, die studieren, können nicht eigenständig bei der EVAG ein vergünstigtes deutschlandweites Ticket kaufen, wenn in der Urabstimmung gegen die Einführung des bundesweiten Semestertickets für alle gestimmt wird.

Welche Risiken bringt das Ticket mit sich?

Dass das Deutschlandsemesterticket preislich direkt an das Deutschlandticket gebunden ist (mit 60%), bedeutet: Eine Erhöhung des Preises für das Deutschlandticket ist auch eine Erhöhung für das Deutschlandsemesterticket. Die Finanzierung des Deutschlandtickets durch den Bund ist nicht fortlaufend gesichert, weswegen eine solche Preissteigerung vermutlich bald Realität wird. Der Studierendenrat und das Studierendwerk haben in die bestehenden Verträge für das aktuelle Semesterticket (s.o.) bereits eine Klausel mitaufgenommen, die dafür sorgt, dass diese Verträge bei Einführung des Deutschlandtickets nicht beendet werden, sondern nur ruhend gestellt. Wir verfügen also über eine Rückfalllösung, sollten die Preissteigerungen zu einem Ausstieg aus dem Deutschlandsemesterticket unsererseits führen.

Was ist eine Urabstimmung?

Eine Urabstimmung ist ein Instrument, das der Studierendenrat nutzt, um über Satzungsänderungen und Grundsatzfragen zu entscheiden. Dabei entscheiden dann nicht eure gewählten Vertreter*innen über die jeweilige Frage, sondern die gesamte Studierendenschaft stimmt ab. 

Wie funktioniert die Urabstimmung?

In einem festgelegten Zeitraum (06.05-10.05.) haben alle Studierenden die Möglichkeit abzustimmen. Die Zugänge und Details zum Verfahren erhaltet ihr vor der Wahl in einer Email. Die benötigte Wahlbeteiligung für einen wirksamen Beschluss beträgt nach Satzung des Studierendenrates 5% aller Studierender. Sollte diese nicht erreicht werden, fasst der Studierendenrat selbst einen Beschluss. Dabei werden aber die Abstimmergebnisse dennoch berücksichtigt.

Was denkt der StuRa über das Ticket?

Der Studierendenrat, wie auch andere Studierendenvertretungen, begrüßt die Einführung eines Semestertickets, mit dem man bundesweit mobil ist. Während den Verhandlungen zum Ticket hatten wir bereits Kritik geäußert (siehe hier), sprechen uns aber dennoch für die Einführung an der Universität Erfurt aus. Gerade die attraktive preisliche Gestaltung und die Möglichkeit, ruhende Verträge bei Ausstieg zu reaktivieren, sprechen für die Einführung.

Was passiert, wenn die Urabstimmung für das Weiterführen des bundesweiten Tickets ist?

Das Ticket wird teurer, aber sonst passiert nichts.

Was passiert, wenn die Urabstimmung gegen das Weiterführen des bundesweiten Tickets ist?

Dann wird der Studierendenrat die Preiserhöhung ablehnen. In dem Fall würden wir zum alten Semesterticket zurückkehren. Es beinhaltet den lokalen ÖPNV (EVAG-Baustein), den erweiterten ÖPNV in Thüringen (VMT- Baustein) und den Regionalverkehr der Deutschen Bahn in Thüringen (DB-Regio-Baustein) und kostete 33,57€/Monat. Dieser Preis müsste jedoch neu ermittelt werden und würde sich ebenfalls erhöhen.

Wo kriege ich mehr Infos?

Auf Instagram, in den alten Newslettern oder auch persönlich von den Mitgliedern des Studierendenrates. Es wird außerdem Infostände auf dem Campus geben.