Sara Müller
Zeugen des Kolonialismus: Ethnographische Objekte und die deutsche Vergangenheit in Ozeanien
transcript Verlag, 2026
Reihe Global- und Kolonialgeschichte
ISBN: 9783837680171
342 Seiten (Hardcover)
50,00 EUR
Die Verstrickungen zwischen ethnographischen Objekten und dem deutschen Kolonialismus sind längst kein Geheimnis mehr. Der Einfluss wissenschaftlicher Expeditionen auf die Aneignung von Objekten ist hingegen weniger bekannt. In den Jahren 1912 und 1913 erforschte die Kaiserin-Augusta-Fluss-Expedition die Sepik-Region in Deutsch-Neuguinea. Anhand ausgewählter Objektbiografien aus der Ethnologischen Sammlung in Göttingen und mithilfe der historischen Provenienzforschung betrachtet Sara Müller den gesamten Kontext der Aneignung der Objekte. Sie werden so zu Zeugen von wirtschaftlicher Ausbeutung, politischen Interessen, Gewalt gegen Menschen sowie der Logistik und dem Umgang mit Objekten in deutschen Sammlungen im 20. Jahrhundert.
Die Autorin
Sara Müller promovierte 2023 in Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen zur deutschen Kolonialgeschichte in Papua-Neuguinea. Seit April 2024 arbeitet sie als Post-Doc am Forschungskolleg Transkulturelle Studien in Gotha, zuvor war sie Stipendiatin u. a. am Deutsches Museum München und am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte.
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