"Die Staatswissenschaften in Erfurt locken viele kluge Köpfe an."

Alumni
Alumnus Tobias Staatswissenschaften

Im Rückblick auf sein Studium würde Tobias nur eine Sache anders machen: Er würde nicht erst zum Master, sondern schon für den Bachelor nach Erfurt kommen. Denn die Interdisziplinarität der hiesigen Staatswissenschaften machten nicht nur sein Studium abwechslungsreich, sondern ihn auch fit für den Job. Heute arbeitet er in einer großen Frankfurter Wirtschaftskanzlei und profitiert von der Mischung aus Recht, Politik, Soziologie und Wirtschaft seines Studiengangs. Wie er nach Erfurt gekommen ist und was ihn hier besonders geprägt hat, erzählt er im Interview...

Wie bist du damals auf Erfurt und die Universität aufmerksam geworden?
Nach meinem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit BWL-Schwerpunkt wollte ich keinen reinen WiWi-Master dranhängen, sondern etwas breiter in Richtung meiner persönlichen Interessen rund um Politik und Gesellschaft studieren. Über ein Online-Studiengangsportal bin ich dann auf die Staatswissenschaften in Erfurt gestoßen.

Würdest du dich wieder für die Uni Erfurt entscheiden? Und falls ja, warum?
Auf jeden Fall! Wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich bereits zum Bachelor-Studium der Staatswissenschaften nach Erfurt kommen. Das Konzept der Staatswissenschaften in Erfurt ist einmalig: Keine andere deutsche Uni bietet – meines Wissens – die Fachbereiche Wirtschaft, Politik und Recht so interdisziplinär und mit so vielen Wahlmöglichkeiten an.

Was genau machst du heute und gibt es spannende Projekte in deinem Berufsleben, von denen du hier erzählen magst?
Nach meinem Master-Abschluss in Staatswissenschaften startete ich meinen Berufsweg bei einer kleinen inhabergeführten Agentur für Unternehmenskommunikation. Das war sehr lehrreich, sodass ich anschließend in meinen heutigen Job, ins Business Development einer großen Wirtschaftskanzlei, wechseln konnte. Hier unterstütze ich die Geschäftsfeldentwicklung und das strategische Marketing der Kanzlei. Im Gegensatz zu anderen Branchen, ist man in der Rechtsberatung kein „Verkäufer“, sondern hauptsächlich interner Dienstleister für die Anwälte. Meine Kollegen und ich unterstützen die Anwälte z.B. bei Angebotsunterlagen oder allgemeinen Akquise-Themen und sorgen dafür, dass die Kanzlei in Fach- und Branchenpublikationen adäquat vertreten ist.

Wie hat dich die Universität auf all das vorbereitet und welche Studieninhalte kannst du jetzt im Beruf anwenden?
Am wertvollsten ist die Interdisziplinarität des Studiengangs, die man als Nicht-Jurist in der Rechtsberatung gut gebrauchen kann. Man hat vieles wenigstens an der Oberfläche schon einmal gehört und kann sich schnell in neue Themen und Rechtsgebiete „hineindenken“. Man muss nicht alles wissen, aber man sollte wissen, wo man die benötigten Inhalte effizient recherchieren, beschaffen und aufbereiten kann. Das ist etwas, was man in einem breit aufgestellten Studium wie der Staatswissenschaft gut lernt.

Gibt es eine Person an der Uni oder auf deinem Berufsweg, die dich besonders gefördert oder inspiriert hat? Wenn ja: Wer ist das und warum?
Inspirierend waren (und sind) die spannenden Gespräche und Diskussionen mit den (ehemaligen) Kommilitonen. Die Staatswissenschaften in Erfurt locken viele kluge Köpfe an, die politisch interessiert und gesellschaftlich engagiert sind. Das Studium lebt auch ein Stück weit vom inhaltlichen Widerspruch – das ist z.B. bei BWL anders.

Hast du einen besonderen Tipp zum Berufseinstieg für unsere zukünftigen Absolventen?
Hin und wieder sollte man ein Praktikum absolvieren, am besten auch in verschiedenen Branchen. Das muss auch nicht jedes Jahr sein. Wenn man nur zwei oder drei Praktika während des Studiums absolviert, merkt man schon, in welche Richtung es später gehen kann, und in welche eben nicht – das ist ja genauso wichtig.

Ganz kurz zum Schluss: Was vermisst du aus deiner Studienzeit (in Erfurt) am meisten?
Die Freiheit und Unbeschwertheit des Studiums in Erfurt: Man hat gerade in den Staatswissenschaften die Möglichkeit, sich ohne viel Zeitdruck mit vielfältigen Themen zu beschäftigen, die einem persönlich gefallen. Und natürlich der Master-Stammtisch am Mittwochabend im Double B...  :-)

Videoportrait: Business Development in einer Wirtschaftskanzlei

Vorschaubild Alumnus Tobias MA Stawi

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