Fridlind Siebrecht gehört zu den bedeutenden Spielmittelgestaltern Thüringens und zur Gruppe jener Thüringer Frauen, die einen besonderen Beitrag zum Spielzeugdesign geleistet haben. In der Ausstellung in Erfurt werden nun überwiegend die von ihr entwickelten Holzspielzeuge gezeigt, die die Firma FRIDLIN Holzspielzeug Döschnitz produziert. Das Besondere an den Spielgaben Siebrechts ist, dass jedes Spielmittel seinen Spielern (Kindern bis zum frühen Schulalter) eine spezielle Aufgabe oder Herausforderung stellt. Ihre Spielzeuge sind rein im Spiel, pur in der Spieltätigkeit, konsequent spiel-puristisch gedacht. Für sie ist das Spielen noch immer „eine faszinierende Tätigkeit“. Ihre Spielmittel können auch therapeutisch verwendet werden.
Fridlind Siebrecht wurde 1941 in Bad Muskau, Sachsen, geboren. Sie wuchs in Jena, Thüringen, auf. Von 1960 bis 1964 studierte sie die Fächer Kunst und Deutsch am Pädagogischen Institut Erfurt, der Vorgängereinrichtung der Pädagogischen Hochschule Erfurt und heutigen Universität Erfurt. Von 1966 bis 1971 studierte sie Spielmittelgestaltung an der Burg Giebichenstein, Halle (Saale). Sie lehrte und forschte an der Burg Giebichenstein und arbeitete als Spielmitteldesignerin im VEB Kösener Spielzeug, Bad Kösen. 1981 verteidigte sie ihre Doktorarbeit an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. 1995 begann ihre Zusammenarbeit mit der Firma FRIDLIN Holzspielzeug Döschnitz. Die fruchtbringende Verbindung zu dieser Spielzeugmanufaktur hält bis heute an.
Mit der Ausstellung kehrt die Pädagogin und Spielzeugdesignerin nun zu ihren Erfurter Wurzeln zurück. Die Ausstellung bringt das umfangreiche Werk Siebrechts mit der Pädagogik Friedrich Fröbels (1782–1852) in Zusammenhang. Denn der Thüringer Erzieher Fröbel, dessen Pädagogik bis heute internationale Rezeption erfährt, hat auch Dr. Fridlind Siebrechts Werk inspiriert.
Begleitend zur Ausstellung sind zwei Publikationen erschienen:
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