| Institute for Planetary Health Behaviour

Call for Contributions: Neue Policy Ultra Briefs (PUBs) Reihe zu Frühwarnungen

Auf Initiative der DGPs startet eine neue Reihe „Policy Ultra Briefs“ zu Frühwarnungen bei Extremwetterereignissen und klimabedingten Risiken. Mitherausgeber:innen vom Institute for Planetary Health Behaviour (IPB) suchen verhaltenswissenschaftlich fundierte Beitragsideen. Einreichungsfrist: 01.03.2026.

Eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

Mit zunehmenden Extremwetterereignissen – darunter Hitzewellen, Starkregenereignisse und Sturzfluten, länger anhaltende Niedrigwasser- und Dürrephasen, schwere Sturmereignisse sowie weitere durch den Klimawandel verstärkte Risiken – wächst der Bedarf an wissenschaftlich fundierter und schnell nutzbarer Evidenz für politische Entscheidungsprozesse.

Frühwarnsysteme spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie sollen Risiken frühzeitig erkennen und verständlich kommunizieren, wirksames Schutzverhalten anstoßen und Entscheidungswege in Krisensituationen unterstützen. Ihre Effektivität hängt dabei nicht nur von der Genauigkeit der Vorhersagen ab. Entscheidend ist ebenso, wie diese Systeme gestaltet sind, wie entsprechende Vorhersagen und Warnungen kommuniziert werden und wie sie von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wahrgenommen und genutzt werden.

Die Verhaltenswissenschaften bieten hierfür zentrale Evidenz:  Sie untersuchen, wo und wie Menschen Warnungen wahrnehmen und interpretieren, welche Faktoren die Umsetzung von (explizit) empfohlenen Schutzmaßnahmen und -verhalten im Allgemeinen beeinflussen, welche Kommunikationsstrategien wirksam sind und wie Systeme gestaltet werden können, um unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zuverlässig zu erreichen. Mit dieser Reihe der Policy Ultra Briefs möchten wir diese Erkenntnisse in einem kompakten Format bündeln und Entscheidungsträger:innen einen schnellen, belastbaren Zugang zu relevanten wissenschaftlichen Befunden ermöglichen.

Für den kommenden Call suchen wir daher Beitragsideen, die aktuelle Evidenz zu Frühwarnsystemen für Hitze, Flut und weiteren klima- und krisenbedingten Risiken prägnant zusammenfassen und Implikationen für politische Entscheidungen ableiten.

Ziel der Policy Ultra Briefs

Die Policy Ultra Briefs sollen wissenschaftliche Erkenntnisse aus Psychologie und angrenzenden Verhaltenswissenschaften auf maximal zwei Seiten bündeln, um politischen Entscheidungsträger:innen schnellen Zugang zu evidenzbasierten Einsichten zu ermöglichen. Gerade im Bereich von Risikokommunikation, Katastrophenvorsorge und Frühwarnsystemen besteht ein hoher Bedarf an klaren, gut verständlichen und fachlich belastbaren Übersichten. Daher sollen wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis nutzbar gemacht werden, um die Wirksamkeit von Kommunikation, Prävention und Resilienzstrategien im Kontext wachsender Klimarisiken zu verbessern.

Erste Reihe der Policy Ultra-Briefs

Eine erste Reihe zum Thema Klimaschutz ist bereits erschienen: https://psychologie.de/oeffentlichkeit/policy-ultra-briefs/klimaschutz/ 

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Einladung zur Einreichung von Beitragsideen

Wir laden Autor:innen aus Psychologie, Verhaltensökonomie, Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Verhaltenspolitikwissenschaft und verwandten Disziplinen ein, im ersten Schritt Ideen für Beiträge einzureichen. Willkommen sind insbesondere Vorschläge, die verhaltenswissenschaftliche Evidenz zu folgenden Fragen adressieren:

  • Wie werden Warnungen bei Hitze, Flut und anderen Extremereignissen wahrgenommen?
  • Wie müssen kurze Warnbotschaften gestaltet sein, um Schutzverhalten auszulösen?
  • Welche Faktoren fördern oder hemmen Schutzverhalten in der Warnsituation?
  • Wie müssen Frühwarnsysteme gestaltet sein, um unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen?
  • Welche Kommunikationsstrategien funktionieren in akuten Krisensituationen?
  • Welche Rolle kann künstliche Intelligenz bei Frühwarnsystemen spielen?

Ihre Beitragsidee soll die folgende Punkte kurz umreißen:

  • Thema und zentrale Fragestellung
  • Relevanz für politische Entscheidungsprozesse
  • kurz skizzierte verhaltenswissenschaftliche Evidenz bzw. Ansatzpunkte
  • ggf. beteiligte Autor:innen

Diese Kurzskizzen dienen der inhaltlichen Abstimmung, der Vermeidung von Überschneidungen und der Sicherstellung thematischer Passung.

Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge für Beiträge für diesen Call bis zum 01.03.2026 über das Einreichungsportal https://ww3.unipark.de/uc/SOWpsych/9a56/ ein.

Aktuelle vorläufige Timeline
  • 01.03.2026 Frist für die Einreichung
  • 06.03.2026 Entscheidung über Beiträge
  • 01.05.2026 Deadline für die zweiseitigen Beiträge (früher eingehende Beiträge werden laufend bearbeitet)
  • 31.07.2026 Review und Revisionsprozess
  • 01.09.2026 Finalisierung und Veröffentlichung

Das Herausgeber:innenteam wählt geeignete Vorschläge aus und lädt die Autor:innen ein, einen vollständigen Policy Ultra Brief zu erstellen; ggf. werden thematisch ähnliche PUBs in Absprache mit den Autor*innen zusammengelegt. 

Formale Anforderungen an die fertigen Beiträge

  • Maximal zwei Seiten Text (plus Deckblatt)
  • Prägnante, klar strukturierte Darstellung
  • Wissenschaftlich fundiert und belastbar inklusive Bewertung der Evidenzgüte
  • Hohe Relevanz für politische Entscheidungsprozesse im Themenfeld Frühwarnungen & Extremwetterereignisse
  • peer review organisiert vom Herausgeber*innenteam

Begutachtung & Publikation

Alle eingereichten Konzeptideen werden vorab mit Mitgliedern des Herausgeber:innenteams abgestimmt. Die ausgearbeiteten Beiträge durchlaufen anschließend ein anonymes Peer-Review-Verfahren. Akzeptierte PUBs werden im Rahmen der Reihe veröffentlicht, auf https://psychologie.de/oeffentlichkeit/policy-ultra-briefs/ und über beteiligte Netzwerke verbreitet. Jeder Beitrag erhält eine DOI und ist somit gut zitierbar. 

HerausgeberInnen
Prof. Dr. Cornelia Betsch
Prof. Dr. Markus Reichstein
Dr. Dominik Daube
Sarah Pelull

Ansprechpartnerin:

Direktorin
(Institute for Planetary Health Behaviour (IPB))
C19 – Forschungsbau „Weltbeziehungen“ / C19.01.27

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