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HEATCOM bringt Akteur*innen zusammen: Neue Impulse für wirksame Hitzeschutzkommunikation

Beim Fachdialog im Bundesministerium für Gesundheit stellte das Forschungsprojekt HEATCOM aktuelle Erkenntnisse zur Hitzeschutzkommunikation vor. Im Austausch mit Vertreter*innen aus Politik und Praxis wurde deutlich: Wirksamer Hitzeschutz braucht verständliche Botschaften, Vertrauen und konkrete Unterstützung für Schutzverhalten.

Am 29. April 2026 hat das Projektteam von HEATCOM zum Fachdialog zur strategischen Weiterentwicklung der Hitzeschutzkommunikation in Deutschland ins Bundesministerium für Gesundheit in Berlin eingeladen.

HEATCOM ist ein Forschungsprojekt der Universität Erfurt und der Universität Bamberg. Seit 2024 untersuchen die beteiligten Forschenden, wie Hitzeschutzkommunikation in Deutschland wirksamer gestaltet werden kann – unter anderem mit Blick auf psychologische Faktoren, Kommunikationsverhalten, Risikowahrnehmung, Vertrauen, Zielgruppenansprache und konkrete Schutzhandlungen.

Beim Fachdialog haben Dr. Mirjam Jenny, Dr. Dominik Daube, Sarah Pelull (Universität Erfurt) und Robert Bruckmann (Universität Bamberg) aktuelle Ergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit Akteur*innen aus Politik und Praxis diskutiert, wie Hitzeschutz in Deutschland künftig sichtbarer, koordinierter und zielgruppengerechter kommuniziert werden kann. Mit dabei waren unter anderem Vertreter*innen von ecolo, Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG), dem Robert Koch-Institut, dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) sowie von Gesunde Erde – Gesunde Menschen und dem Helmholtz Zentrum München.

Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Wie erreichen Hitzewarnungen die Bevölkerung tatsächlich? Welche Rolle spielen Multiplikatorinnen als vertrauenswürdige Absenderinnen? Welche Botschaften fördern nicht nur Risikowahrnehmung, sondern auch konkretes Schutzverhalten? Und wie können bestehende Leitfäden, Toolkits und Kommunikationsangebote besser genutzt und gebündelt werden?

Die Diskussion hat deutlich gemacht: Hitzeschutzkommunikation braucht mehr als bloße Informationen. Entscheidend sind verständliche Botschaften, Vertrauen, passende Kanäle, alltagsnahe Empfehlungen und Strategien, die Menschen dabei unterstützen, Schutzverhalten wirklich umzusetzen. Robert Bruckmann fasst zusammen:

Unsere Ergebnisse aus HEATCOM zeigen: Die Risikowahrnehmung sollte nicht der Endpunkt der Hitzeschutzkommunikation sein. Entscheidend ist, Menschen in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken: zu verstehen, dass Schutzmaßnahmen wirken, dass sie diese selbst umsetzen können und dass die Umsetzung im Alltag machbar ist. Dieser Coping-Ansatz ist zentral.

Kontakt:

Projekt- und Netzwerkkoordinatorin im Projekt HEATCOM
(Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft)
C19 – Forschungsbau „Weltbeziehungen“ / C19.01.17

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