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Einführung in römische Geschichtsschreibung in russischer Sprache erschienen

Soeben ist die Übersetzung des Buches „Römische Geschichtsschreibung: Eine Einführung in das historische Erzählen“ in russischer Sprache erschienen (Римская историография: Введение в историческое повествование и формы его публикации в античности). Die Übersetzung des schon in deutscher, englischer und rumänischer Sprache erschienen Grundlagenwerkes von Prof. Dr. Jörg Rüpke, Co-Direktor des Max-Weber-Kollegs, erfolgte durch Liudmila Rusinova, Promovierende am Max-Weber-Kolleg und der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt. Erschienen ist diese Übersetzung als kostenfrei zugängliches „Open access“ Buch in der „Digitalen Bibliothek Thüringen“, in der Tausende von Publikationen Thüringer WissenschaftlerInnen über das Internet kostenlos und weltweit verfügbar sind.

Die antike Geschichtsschreibung erlaubt den unmittelbarsten Zugang zur Lebenswelt und Geschichte Roms. Sallust, Livius oder Cassius Dio dienen seit fast zwei Jahrtausenden als Quellen für das Bild Roms und des Römischen Reiches. Die hier vorgelegte Einführung fragt nach der Überzeugungskraft dieser Geschichtserzählungen und beschreibt Formen und Entwicklung historischer Dokumentation und Darstellung. In anschaulichen Bildern und einprägsamen Beispielen werden die Techniken und Strategien der Texte ebenso beleuchtet wie die kulturellen und historischen Voraussetzungen ihrer Verfasser. Das deutsche Original erschien in 3. Auflage 2024 im Nomos-Verlag. 

Rüpkes Einführung ist nicht sein erstes Buch in russischer Übersetzung. Bereits 2025 erschien in der Academic Press „Religion und ihre Geschichte“. Russisch ist eine weltweit verbreite Sprache und erreicht in Osteuropa und darüber hinaus zahlreiche WissenschaftlerInnen und Studierende. Das Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien fühlt sich der Freiheit und Unabhängigkeit von Forschung und Lehre verpflichtet und solidarisiert sich mit WissenschaftlerInnen in aller Welt, die nicht in den Genuss dieser Freiheit kommen. „Gerade nach dem russischen Überfall auf die Ukraine und der russischen Abschottung ist uns wichtig, unsererseits russischsprachige Forschende, Lehrende und Studierende direkt anzusprechen. Da die Geschichtsschreibung auch für LehrerInnen in Schulen hilfreich ist, wollten wir das Buch nicht hinter einer ‚Bezahlschranke‘ verstecken“, so Jörg Rüpke, Co-Direktor des Max-Weber-Kollegs. 

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