| Max-Weber-Kolleg

Nachhaltigkeit im Campusbetrieb

Wie nachhaltig ist die Universität Erfurt eigentlich? Eine kleine (nicht repräsentative) Umfrage des Green Office zeigte, dass viele Studierende der Uni sie als eher wenig nachhaltig einschätzen. Grund genug, sich das einmal genauer anzusehen...

Stefan Doogs führte die Green-Office-Mitarbeiter*innen über den Campus.

Gemeinsam mit Stefan Doogs, dem Leiter der Betriebstechnik an der Uni Erfurt, durften die Mitarbeiter*innen des Green Office dafür jetzt einmal Orte auf Campus besichtigen, an die man im Hochschulalltag normalerweise nicht kommt. Denn Nachhaltigkeit spielt nicht nur in Forschung und Lehre eine Rolle, sonder auch im direkten Betrieb einer Universität – von der Energieversorgung über den Umgang mit Regenwasser bis hin zur Gestaltung der Freiflächen.

Ein sichtbares Beispiel sind die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Gebäude C21 (KIZ) und C03. Weitere Solaranlagen sind bereits für die bald fertig sanierte Sporthalle sowie die neue Mensa vorgesehen. So soll ein immer größerer Teil des Strombedarfs direkt auf dem Campus klimafreundlich erzeugt werden.

Auch bei der Gestaltung des Campus selbst setzt die Universität auf Nachhaltigkeit: Wo es möglich ist, werden versiegelte Flächen zurückgebaut und durch Grünflächen ersetzt. Die großen (Blüh-)Wiesenflächen sorgen nicht nur für eine angenehmere Campus-Atmosphäre, sondern helfen auch dabei, die zunehmende Sommerhitze zu dämmen und Regenwasser besser versickern zu lassen. Angesichts häufiger werdender Starkregenereignisse ein wichtiger Beitrag, um die Gebäude langfristig vor Überflutungen zu schützen.

Der Blick in die Zukunft zeigt aber auch die Herausforderungen durch den Klimawandel. So könnte beispielsweise die Kühlung der Universitätsbibliothek bei extremen Temperaturen an ihre Grenzen stoßen. Die Anpassung an das sich wandelnde Klima ist deshalb bereits heute Teil des Gebäudemanagements.

Die Campusführung machte deutlich: Nachhaltigkeit im Universitätsbetrieb besteht aus vielen Maßnahmen, die oft unbemerkt bleiben. Gleichzeitig gibt es weiterhin Potenzial und Handlungsbedarf. Auch das Engagement von Studierenden sowie Mitarbeitenden ist dabei wichtig. Damit nachhaltige Themen auf der Agenda bleiben und weiterentwickelt werden – nicht nur aus der Sicht derjenigen, die den Campus betreiben, sondern auch derjenigen, die ihn täglich nutzen.

Kleiner Tipp zum Schluss: Auf dem Campus verteilt gibt es Obstbäume, die für alle da sind. Wer im Sommer an ihnen vorbeikommt, darf die Früchte gerne pflücken und genießen.


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