Digitaler, biotechnologische und ökologische Veränderungen gestalten unser Leben immer stärker, neue Technologien stellen uns vor zunehmende Herausforderungen. Dieses Symposium bringt nun Wissenschaftler*innen aus Philosophie und Sozialwissenschaften zusammen, die gemeinsam über das Zusammenspiel zwischen konkreten Technologien und den normativen Horizonten der Gesellschaft nachdenken. Es lädt alle Interessierten ein, zu hinterfragen, was es bedeutet, heute mit und durch Technologie ein gutes Leben zu führen – und was uns daran hindert.
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich in der Philosophie und den Sozialwissenschaften zwei einflussreiche Arten des Technologieverständnisses auseinanderentwickelt: Einerseits hat ein empirischer Fokus auf konkrete Technologien und detaillierte Fallstudien entscheidende Einblicke in die Beziehungen zwischen Mensch und Artefakt in Bereichen wie den Wissenschafts- und Technikstudien und der Technikphilosophie geliefert. Jedoch bleiben solche Ansätze weitgehend deskriptiv und neigen dazu, weitergehende normative Fragen zu umgehen. Andererseits hat eine kritische Tradition, von Heidegger und Ellul über die frühe Frankfurter Schule bis hin zu Arendt und Anders, wichtige Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Moderne und Technologie geliefert, blieb jedoch entweder zu abstrakt oder unempfänglich für konkrete Technologien. Das Symposium zielt darauf ab, diese Kluft zu überbrücken, indem es zur Frage nach dem guten Leben als zentralem Anliegen zurückkehrt, das nicht in Leugnung unserer technologischen Gegenwart, sondern durch sie hindurch angegangen werden muss.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, um Anmeldung bis Freitag, 27. März, bei Dr. James William Santos wird jedoch gebeten.

