Kinder- und Jugendliteratur gehörte in der DDR zu den sogenannten Bildungsmedien, sie sollte zur Erziehung der allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit beitragen. Im sogenannten Leseland DDR hatte die Kinderliteratur also einen hohen gesellschaftlichen und politischen Stellenwert, Kinderbücher sind in hohen Auflagen erschienen und sollten möglichst allen Kindern zur Verfügung stehen.
Im Vortrag wird aus kulturtheoretischer Perspektive die Kinderliteratur der DDR daraufhin befragt, welches kulturelle Wissen der DDR sich darin materialisierte, um diese als eine Art Erinnerungsspeicher gesellschaftlicher Ver-hältnisse und dominanter Diskurse zu analysieren. Dabei richtet sich der Fokus insbesondere auf Geschlecht und Generation in den Geschichten, die durch Text und Bild erzählt werden.
Die Reihe Kindheits- und medienpädagogische Vorlesung ist eine Kooperation zwischen dem Thüringer Institut für Kindheitspädagogik der Fachhochschule Erfurt und der Werkstatt für Medienbildung der Universität Erfurt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung findet an der FH Erfurt, Haus 4 (Altonaer Str. 25) im Raum 4.E 04 statt.

