Universität Erfurt

Max-Weber-Kolleg

Dr. Elisabeth Begemann: Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Veranstaltungsmanagement und Redaktion "Religion in the Roman Empire" (RRE)/Koordinatorin IGS "Resonant Self-World Relations in Ancient and Modern Socio-Religious Practices"

Universität Erfurt

Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien

Postfach 900 221

99105 Erfurt

 

Research portrait

Vita

  • Seit Mai 2016: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien
  • 2012-2016: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Religionswissenschaft, Universität Erfurt
  • 2011 Lehrauftrag an der Universität Erfurt
  • 2011 Promotion zum Thema »Fatum und Vorbestimmung. Ciceros Rede über das Schicksal in Reden, Briefen und Philosophie« (veröffentlicht in der Reihe Potsdamer altertumswissenschaftliche Beiträge, Franz Steiner Verlag, Stuttgart unter dem Titel Schicksal als Argument: Ciceros Rede vom "fatum" in der späten Republik)   
  • 2007-2010 Kollegiatin am Graduiertenkolleg 896 »Götterbilder – Gottesbilder – Weltbilder«, Georg-August-Universität Göttingen
  • 2006-2011 Promotionsstudium an der Philosophischen Fakultät, Universität Erfurt
  • 2000-2006 Studium der Geschichte, Anglistik, Archäologie – Schwerpunkt: Antike
    Abschluss: Magistra Artium
  • 1999-2000 Skyline College, San Bruno, CA
  • 1998-1999 American Conservatory Theatre, San Francisco, CA

Forschung

Georg Wissowa: Großwissenschaft und Religion um 1900

Vor hundert Jahren erschien bereits in zweiter Auflage Georg Wissowas gründliche Studie zur Religion und Kultus der Römer. Damit schuf der Professor aus Halle ein Grundlagenwerk, auf das im Bereich der römischen Religionsgeschichte bis heute zurückgegriffen wird und welches durch seine Gründlichkeit besticht. Auch die monumentale Realencyclopadie der classischen Altertumswissenschaft wurde durch seine umsichtige und sorgfältige Betreuung als Herausgeber zum Standardhandbuch der Altertumswissenschaft.

Hinter diesen großen Schriften tritt die Figur Wissowas fast zurück - der humorvolle Mensch, der emsige Forscher, der gründliche Lehrer, der Freund, Vater und Berater. Wie entwickelten sich die Forschungspositionen Wissowas? Von wem ließ er sich beeinflußen? Wie sah die Organisation der RE ganz praktisch aus? Auf welche Netzwerke und Quellen stützte er sich zur Durchfühung? Wie ist er selbst, der Katholik an einer protestantischen Universität, in die akademische Welt seiner Zeit einzuordnen?

Dank eines reichen Nachlasses, bestehend aus mehreren tausend Briefen von und an Wissowa, sind wir in der glücklichen Lage, eine Antwort auf diese Fragen zu versuchen. Das Projekt setzt sich mit der Figur Wissowas unter verschiedenen Aspekten auseinander, die seine Rollen in Forschung, Wissenschaft und Politik betrachten. Als Wissenschaftler des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts steht er in einer akademischen Welt, die durch große Namen und »Großwissenschaft« - groß angelegte Projekte wie den CIL oder Wissowas RE - geprägt war. Unter den Aspekten Forschung – Wissenschaftsorganisation – Hochschulpolitik wird das reiche Leben Wissowas nachgezeichnet und er selbst in die Netzwerke der europäischen Forschungslandschaft um die Jahrhundertwende eingeordnet. 

Forschungsschwerpunkte:

  • Religiöse Argumentation in der späten römischen Republik
  • Religion und Philosophie der Hellenismus und in der Spätantike
  • Antikerezeption und Wissenschaft um 1900
  • Antike Religion im Film

Publikationen

  • Between Fate and Freedom: Ancient Positions on the Power of Gods, Humans and an Abstract Fate, Mythos 10 (2017), guest editor.
  • »Introduction", Mythos 10 (2017), 9-13.
  • »Ex Faucibus Fata – Fate and Destiny in the Ciceronian Oeuvre«, Mythos 10 (2017), 107-124.
  • »Damaged Go(o)ds. The Reception of Cicero’s Theological Triad in Germany 1850-1931 under the Influence of Quellenforschung«, WILLIAM H.F. ALTMAN (ed.): Companion to the Reception of Cicero. Leiden: Brill 2015.
  • »Ista tua pulchra libertas. The Construction of a Private Cult of Liberty on the Palatine«, CLIFFORD ANDO, CHRIS FARAONE, JÖRG RÜPKE (eds), Public and Private in Ancient Law and Religion. Berlin: de Gruyter, 75-98.
  • »Cicero’s Theology and the Concept of Fate«, Archiv für Religionsgeschichte 15 (2014), 225-246.
  • Schicksal als Argument. Ciceros Rede vom Schicksal in der Späten Republik. PawB 37. Stuttgart: Steiner 2012.
  • Art. »Philosophy«, ERIC M. ORLIN (ed.), Routledge Encyclopedia of Andient Mediterranean Religions. London: Taylor & Francis. 2015.
  • Art. »Fate«, ERIC M. ORLIN (ed.) Routledge Encyclopedia of Andient Mediterranean Religions. London: Taylor & Francis. 2015.
  • »Rez. Ilinca Tanaseanu-Döbler, Konversion zur Philosophie in der Spätantike«, ZfR 10/2 (2011); 252-253.

Veröffentlichte Übersetzungen:

  • STERBENC-ERKER, DARJA: »Women’s Tears in Ancient Roman Ritual«, in FÖGEN, THORSTEN (ed.): Tears in the Graeco-Roman World. Berlin; New York: de Gruyter 2009, 135-159.
  • WALDNER, KATHARINA: »Visions, Prophecy and Authority in the Passio Perpetuae«, in BREMMER, JAN; FORMISANO, MARCO (eds.), Perpetua’s Passions. Multidisciplinary Approaches to the Passio Perpetuae et Felicitatis. Oxford: Oxford University Press 2012, 201-219.
  • RÜPKE, JÖRG: » Dealing with the Future: Divination by Calendars«, in id., Rationalization and Religious Change in Republican Rome. London: Tauris (forthcoming).
  • RAMAGE, NANCY; RAMAGE, ANDREW: Das Alte Rom. Darmstadt: WBG 2012.
  • GARLAND, ROBERT: Hannibal, das gescheiterte Genie. Darmstadt: WBG 2012.

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