Ziel des Projekts sind Erkenntnisse zu gewinnen, wie Lehrmethoden warum gestaltet werden müssen, damit tiefes Verständnis und Transfer gefördert werden. Die theoretische Perspektive und praktische Vorgehensweise des Preparation for Future Learning (PFL) und Productive Failure wird hierbei um die Perspektive der Cognitive Load Theory ergänzt und Lehrmaterial potentiell optimiert. Zentral sind die Fragen: Sollten vorbereitende Aufgaben auf das eigenständige Generieren von Lösungen ausgerichtet sein oder eher auf das Nachvollziehen von Lösungen? Sollte das Problemmaterial kontextualisiert oder idealisiert gestaltet werden? Zudem werden die Komplexität des Materials und die Spezifität des Aufgabenziels („unspecific goal effect“) betrachtet. Eine systematische Kombination dieser Merkmale der Lernmethode kann Wechselwirkungen aufdecken, etwa dass – entgegen weithin geteilter Auffassung - dekontextualisierte Materialien bei offenen Aufgaben, kontextualisierte hingegen (nur) bei Lösungsbeispielen günstiger sind.
Die Projektergebnisse tragen zur aktuellen Debatte zur Rolle des Generierens (problemorientierte Ansätze) gegenüber Anleitung (CLT) und damit zur Integration zweier konkurrierender theoretischer Ansätze bei. Es schafft des Weiteren Grundlagen für ein differenziertes Verständnis, warum Vorbereitungsmethoden wirken und wie sie lernwirksam gestaltet werden können und gibt somit Impulse für die Lehr-Lernpsychologie und die Praxis.
Das Projekt arbeitet mit nationalen und internationalen Projektpartner*innen zusammen.