Forschungsschwerpunkte

Selbstreguliertes Lernen und digitale Tools

Viele Menschen, und so auch angehende Lehrkräfte, wissen oft wenig über das gesellschaftlich wichtige Thema des selbstregulierten Lernens oder sitzen sogar Fehlkonzepten auf. Damit Lehrkräfte verständnisorientierte Prozesse selbstregulierten Lernens bei Ihren Schülern erkennen und fördern können entwickelt die Arbeitsgruppe digitale Lerntools und optimiert sie.

Zudem untersuchen wir derzeit, wie individuelles Feedback in einem digitalen Mathematiklerntool und eingebettet in Präsenzunterricht so eingesetzt werden kann, dass lernförderliche Attributionen, Selbstwirksamkeit und damit langfristig wichtige Komponenten selbstgesteuerten Lernens von Schüler*innen gefördert werden.

Lehr-Lernmethoden zur Vorwissensaktivierung und Lernvorbereitung

Bei den Lehr-Lernmethoden betrachten wir bspw. vorwissensaktivierende, transferfördernde Methoden in Bezug auf die immer wieder kontrovers diskutierte Frage, ob Lernende zu Beginn des Lernens an die Hand genommen werden (direkte Instruktion) oder besser selbst entdecken sollen (problemorientiertes Lernen). Wir erforschen motivationale und kognitive Lernmechanismen wie das Bewusstwerden von Wissenslücken, Neugier oder Selbstwirksamkeitserwartungen.

Beispielbasiertes und multimediales Lernen in digitalen Lernumgebungen

Wir untersuchen, wie digitale Lernumgebungen optimiert werden können und forschen dabei an Tragweite und Ergänzungen von Prinzipien beispielbasierten und multimedialen Lernens. Beispielsweise untersuchen wir, wie Unterrichtsvideos fürs Lernen optimal eingesetzt werden können. Wie kann man sie instruktional so gestalten, dass Lehramtsstudierende trotz der darin enthaltenen Fülle an Informationen das Zentrale lernen? Wie nutzt man also die Chancen dieses digitalen Mediums am besten unter Zuhilfenahme von Prinzipien des multimedialen Lernens?

Auch setzen wir Prinzipien des beispielbasierten Lernens in einer Kfz-Simulation ein und suchen Möglichkeiten, Auszubildende zu einer tiefen und andauernden Verarbeitung dargebotener Diagnosestrategie-Beispiele anzuregen.

Individuelle, formative Lernstrategiediagnostik und –förderung und Förderung der Diagnose- und Feedbackkompetenz von Lehramtsstudierenden

Formatives Feedback kann ganz wesentlich zu einer Verbesserung des Lernens beitragen. Gerade künftige Lehrkräfte sollten lernen, Lernprozesse so zu diagnostizieren, dass sie solches Feedback geben können – d.h. dass es über den nächsten wichtigen Schritt beim Lernen informiert. Wir untersuchen in diesem Forschungsbereich, auf welche Weise unterschiedliche Komponenten von Diagnose- und Feedbackkompetenz gefördert werden können.

Als Mittel zur individuellen, formativen Lernstrategiediagnostik und –förderung dient das Lerntagebuch. In einem Lerntagebuch kann angeregt werden, dass Inhalte schriftlich und unter Anwendung von kognitiven (Elaboration, Organisation) sowie metakognitiven Lernstrategien reflektiert werden.

Forschungsprojekte

Übersicht Forschungsprojekte

DigiDIn-Kfz: Digitale Diagnostik und Intervention im Kfz-Wesen
Förderlinie: ASCOT+
2019-2022
Förderer: BMBF
Gemeinsam mit: I. Frey - Verbundprojekt mit S. Abele (TU Dresden) und T. Gschwendtner (PH Ludwigsburg)


Digital gestütztes, individuelles Feedback zur Förderung von Lernmotivation und Lernerfolg - Evaluation eines Unterrichtskonzepts in Mathematik
11.2018-01.2022
Förderer: Robert-Bosch-Stiftung
Gemeinsam mit: I. Frey; A. Eitel, Uni Gießen; A. Renkl, Universität Freiburg, K. Whalen (abgeordnete Lehrkraft)


Unterstützung der Diagnosefertigkeiten von Lehrern: Lernstrategien mittels Lerntagebuch erkennen und fördern
2010 - 2011
Förderer: Baden-Württemberg Stiftung (Programm Bildungsforschung)
A. Renkl, M. Nückles, R. Schwonke, L. Holzäpfel, I. Glogger


FormAL: Formatives Assessment von Lernstrategien fördern durch unterstütztes Peer-Feedback
Gemeinsam mit: Anika Bürgermeister Universität Leipzig, Henrik Saalbach Universität Leipzig


Lernstrategien mittels Unterrichtsvideos anregen lernen
Gemeinsam mit: Mitglied im thematisch verwandten DFG-Netzwerk SeReNe


Förderung (meta-)kognitiver und motivationaler Prozesse beim Lernen aus direkter Instruktion durch lernvorbereitendes Problemlösen
Gemeinsam mit: Mitglied im thematisch verwandten DFG-Netzwerk PS-I (Underlying learning mechanisms of problem solving prior to instruction approaches)