Universität Erfurt

Fachbereich Kunst

Kunst im MEd-Studium Lehramt Grundschule und Lehramt Regelschule

Im Studium MEd Grundschule-Lehramt kann Kunst als Schwerpunktfach studiert werden.

Im Studium MEd Regelschule-Lehramt kann Kunst akls erstes oder zweites Fach studiert werden.

In beiden lehramtsbezogenen Studiengängen (Grund- und Regelschule) werden im 1. und 2. Semester jeweils 9 LP, insgesamt 18 LP in der Kunstpädagogik erworben.

Modul im Wintersemester (1. Semester) im Umfang von 9 LP

Es beinhaltet:

  1. ein Seminar zu Konzeptionen der Kunstpädagogik (3LP)
  2. ein Seminar zu Ästhetischen Ausdrucksformen von Kindern und Jugendlichen (3LP)
  3. ein schulartbezogenes Praktikum (3 LP)

1. Kunstpädagogische Konzeptionen

Aktuelle kunstpädagogische Konzepte werden im Kontext der historischen Entwicklungen im Fach betrachtet und reflektiert. Die Studierenden setzen sich wissenschaftlich u.a. auf der auf der Basis von Textlektüre mit den Konzeptionen und ihren spezifischen Zielsetzungen auseinander, in handlungsorientierten Sequenzen werden ausgewählte Ansätze konkret erfahrbar. Dabei wird der Fokus auf prozessorientierte Methoden gelegt und der Transfer in die Schulpraxis wird diskutiert. Mit dem Seminar schaffen die Studierenden Grundlagen, um eigene kunstpädagogische Methoden zu entwickeln, anzuwenden und theoriebezogen zu reflektieren.

2. Ästhetische Ausdrucksformen von Kindern und Jugendlichen

Ausdrucksformen wie das Kritzeln, Zeichnen, Malen, Plastizieren, aber auch medientechnisches und performatives ästhetisches Handeln  werden bezogen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen betrachtet und reflektiert, dabei wird eine Auseinandersetzung mit Aspekten zur inklusiver Pädagogik integriert. Methodische Ansätze werden im Seminar erprobt und der Transfer auf den Unterricht in der Schule diskutiert. Die Studierenden lernen mit dem Verfahren der „Wahrnehmenden Beobachtung“ (Alemzdah/Schäfer) eine Beobachtungsmethode kennen, die die Selbstreflexion des Beobachtenden einschließt.

3. Schulartbezogenes Praktikum

Im Praktikum in der Schule wenden die Studierenden die auf der Grundlage der Seminare entwickelten prozessorientierte Methoden an. Sie werden in der Planung, Durchführung und Reflexion der durchgeführten Unterrichtsstunden von in der Schulpraxis präsenten Dozent_innen begleitet. Sie wenden die im Seminar gelernten Methoden der „Wahrnehmenden Beobachtung“ an und gelangen dadurch zu vertieften Auseinandersetzungen mit ihrer Schulpraxis.

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Modul im Sommersemester (2. Semester) im Umfang von 9 LP

Es beinhaltet:

  1. ein Seminar zu spezifischen Aspekten der Kunstpädagogik (3 LP)
  2. ein Seminar "Kunstpädagogisches Labor"- Methoden der qualitativen Empirie (3LP)
  3. ein schulartbezogenes Praktikum (3LP)

1. Spezifische Aspekte der Kunstpädagogik

Die Studierenden vertiefen Aspekte kennen gelernter Ansätze und fokussieren eine spezifische Thematik wie z.B. Gender, Transkulturalität, Materialbezogenes Arbeiten, Soziale Räume, fach- oder einrichtungsübergreifende Kooperationen  u.a. Auf der Grundlage vorangegangener Auseinandersetzungen wird die gewählte Fragestellung kunstpädagogisch beleuchtet, fachwissenschaftliche Texte und Theorien werden erarbeitet, themenbezogene fachdidaktische Methoden handlungsorientiert im Seminar erprobt.

2. Kunstpädagogisches Labor

Die Studierenden erarbeiten sich Methoden der qualitativen empirischen Forschung, um systematische Fallanalysen in der Kunstpädagogik durchführen zu können. Vermittelt werden Erhebungsformen wie die Teilnehmende Beobachtung, das teilstrukturierte Interviews und die Gruppendiskussion. Auswertungsverfahren beziehen sich auf die Grounded Theory und die Dokumentarische Methode. Ziel ist, vorurteilsfreie Beobachtungen und wissenschaftlich fundierte systematische Analysen von Kunstunterricht durchführen zu können, um Schlussfolgerungen für das eigene Unterrichten ableiten zu können. Die Verfahren können auch in Fallstudien in der Masterarbeit angewendet werden und im Komplexen Schulpraktikum dazu verhelfen, das eigene Unterrichtshandeln zu reflektieren und zu steuern. Sie schaffen außerdem eine Grundlage für eine weiter wissenschaftliche Qualifizierung, z.B. im Rahmen einer Promotion, vor.

3. Schulartbezogenes Praktikum

Im Praktikum in der Schule wenden die Studierenden die auf der Grundlage der Seminare entwickelten prozessorientierte Methoden an. Sie werden in der Planung, Durchführung und Reflexion der durchgeführten Unterrichtsstunden von in der Schulpraxis präsenten Dozent_innen begleitet. Sie wenden die im Seminar erlernten Verfahren der qualitativen Fallanalyse an, um kunstpädagogische Unterrichtspraxis systematisch zu reflektieren.

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Masterarbeit

Eine Masterarbeit kann im 3. oder 4. Semester angefertigt werden und ausschließlich theoriebezogen oder empirisch ausgerichtet sein.

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