Universität Erfurt

Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha

Historische Bestände

Die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha bewahrt einen einzigartigen Fundus an Handschriften, alten Drucken und Karten.
Die historischen Bestände sind größtenteils im Online-Katalog der UFB verzeichnet. Ein kleinerer Teil ist nur in handschriftlichen und gedruckten Katalogen nachgewiesen, die  in den Sonderlesesälen der Universitätsbibliothek und der Forschungsbibliothek eingesehen werden können. Die UFB erteilt zu diesen Beständen wissenschaftliche Auskünfte, betreut sie konservatorisch und bietet umfangreiche reprografische Dienstleistungen an. Sie publiziert Verzeichnisse und Studien und präsentiert ihre historischen Bestände in Ausstellungen.

Friderich Rudolphi: Gotha Diplomatica, Teil1, [1717]. Durch Anklicken gelangen Sie zum Digitalisat

Die Forschungsbibliothek Gotha gehört zu den bedeutenden deutschen Altbestandsbibliotheken. Sie entstand im Zuge der Bildung des Herzogtums Sachsen-Gotha 1647 unter Herzog Ernst dem Frommen (1601-1675). Sie befindet sich seit 1687 nahezu ununterbrochen im Ostturm des Schlosses Friedenstein, wurde kontinuierlich durch die Herzöge ausgebaut und nimmt heute den Ostflügel des Schlosses ein. Zu den etwa 680.000 Bänden gehören nahezu 12.000 abendländische und orientalische Handschriften sowie ca. 380.000 Drucke des 15. bis 19. Jahrhunderts. Seit Ende 2002 betreut die FB die Sammlung Perthes Gotha.

C-Initiale aus einer medizinischen Handschrift des 12.Jh.

Die Universitätsbibliothek beherbergt seit 2001 die Bibliotheca Amploniana als Dauerleihgabe der Stadt Erfurt (Depositum Erfurt). Die Bibliotheca Amploniana ist die größte noch erhaltene Handschriftensammlung eines spätmittelalterlichen Gelehrten. Amplonius Rating de Berka (1363/65 - 1435) stiftete seine Handschriftensammlung im Jahr 1412 dem nach ihm benannten Collegium Amplonianum.

Darüber hinaus umfasst das Depositum ca. 42.700 Drucke des 15. bis 18. Jahrhunderts. Dazu gehören Inkunabeln und historische Drucke, die hauptsächlich aus früheren Erfurter Kloster- und Schulbibliotheken stammen. Besonders hervor zu heben sind dabei die Bibliotheken zweier kurmainzischer Statthalter: Philipp Wilhelm von Boineburg und Carl Theodor von Dalberg.

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