Forschungsdatenmanagement

Die Universität Erfurt ist Partner des Kompetenznetzwerks Forschungsdatenmanagementan den Thüringer Hochschulen, welches auf seinen Webseiten Informationen und Wissenswertes rund um das Thema "Forschungsdatenmanagement im Freistaat" bereitstellt. Hier vor Ort beraten wir alle Angehörigen der Universität Erfurt sowie Angehörige der Thüringer Fachhochschulen aus den Bereichen Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Pädagogik zu allen Fragen im Bereich Forschungsdatenmanagement.

Die an der Bibliothek angesiedelte Servicestelle Forschungsdatenmanagement arbeitet hierfür eng mit dem Stabsbereich Forschung und dem URMZ zusammen.
Wir kooperieren mit der Datenschutzbeauftragten und stellen den Kontakt für die Publikationsdienstleistungen des Electronic Text Centerher.

Gern bringen wir die richtigen Partner für Ihr Anliegen zusammen.

Wir beraten Sie zu folgenden Themen

  • FDM-bezogenen Support bei Fördermittel/Projekt-Anträgen
  • Erstellung eines Datenmanagementplans
  • Auffinden und Zitieren von Forschungsdaten
  • Publikation von Forschungsdaten
  • Lizenzen und persistente Identifikation
  • Sicherung und Archivierung von Forschungsdaten

Digital Humanities

Bei den Digital Humanities geht es um die Entwicklung, Anwendung und systematische Erforschung von digitalen Techniken, Methoden und Medien zur Beantwortung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen. Digitale Methoden eröffnen neue Fragestellungen, aber auch neue methodische Überlegungen. Die Servicestelle Forschungdatenmanagement berät Sie gern bei Fragen zur Aufbereitung, Analyse und Repräsentation digitaler geisteswissenschaftlicher Daten.

Thüringer FDM Tage 2022

Die Thüringer FDM-Tage wurden 2019 von den Vertreter/innen des Thüringer Kompetenznetzwerks Forschungsdatenmanagement ins Leben gerufen, um das Thema Forschungsdatenmanagement und seine vielen Facetten thüringenweit bekannt zu machen. Vom 20. bis zum 24. Juni 2022  richtet das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement die Thüringer FDM-Tage 2022 aus, in diesem Jahr (noch) im bewährten rein virtuellen Format . 

Unter dem Motto " Improve the way you work! - Werkzeuge für das Forschungsdatenmanagement" wird jeder der vier Thüringer Universitätsstandorte eine Kategorie von bestimmten digitalen Werkzeugen zum Forschungsdatenmanagement vorstellen. Die Veranstaltungen werden dabei mit kurzen Vorträgen und Workshops begleitet, die einen Einblick in die Anwendungen geben sollen und gegebenenfalls auch möglich machen diese zu testen. Wir laden alle Interessierten dazu ein sich den genannten Zeitraum vorzumerken und bei den FDM-Tagen teilzunehmen.

Hier gehts zur Anmeldung.

Die genauen Informationen zu den Vorträgen, den vorgestellten FDM-Werkzeugen und wie man sich anmelden kann, finden Sie bei den einzelnen Events. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung der FDM-Tage 2020 wird der Preis für den FAIRest Dataset Wettbewerb vergeben.

FDM Tage 2022 in Erfurt am 21 Juni

Linotypes and Looms 11:30 - 15:30 Uhr

Linotypes and Looms - In effizienten Strukturen Daten erfassen und Muster sichtbar machen

Linotypes als Standard des Zeitungssatzes ermöglichten die tägliche Verschriftlichung der neuesten Ereignisse für ein Massenpublikum. Muster unabhängig vom Stoff in den sie eingewebt waren, isolieren und weitergeben zu können wurde durch die Entwicklung von Lochkarten für Jacquard Webstühle möglich. Experten die diese Instrumente bedienen konnten, waren in der Industrialisierung hoch gefragt, ohne sie wäre kein Artikel gedruckt und kein Shawl gewebt worden. Dieser Zusammenklang aus qualitätssichernder Struktur und menschlicher Expertise ist auch für die Schaffung neuen Wissens zentral.

Forschende beschäftigen sich intensiv mit Aufzeichnung und Analyse mündlicher und schriftlicher Zeugnisse und können dabei auf Forschungsumgebungen zurückgreifen, die ähnlich spezialisiert in ihrer Herangehensweise und universell in ihren Einsatzmöglichkeiten sind wie Linotypes und Looms. Da sowohl die Entscheidung für die Anschaffung eines derartigen Tools als auch die Investition in die Herausbildung des für seine kompetente Nutzung notwendigen eigenen Expertenwissens gut überlegt sein will, machen die Thüringer FDM Tage im Rahmen des Erfurter Workshops zwei Forschungsumgebungen für die Geisteswissenschaften erfahrbar.

Registrieren Sie sich und sammeln sie praktische Eindrücke davon wie Oral History Digital und FuD geisteswissenschaftliches Forschen unterstützen. Erleben Sie die Möglichkeiten digitaler Werkzeuge über die Grenzen der eigenen Disziplin hinaus und lassen Sie sich inspirieren.

Da es sich um einen interaktiven Workshop handelt wird die Veranstaltung nicht aufgezeichnet.

Damit Sie  FuD selbst ausprobieren können, bitten wir Sie um die Anmeldung bis zum 14. Juni und  um die Zustimmung zur Weiterleitung ihrer Anmeldedaten an die Referentin Marina Lemaire. Sie legt dann individualisierte Gastaccounts an und informiert Sie über die technischen Aspekte des Workshops wie Zugang zur Plattform und die zu installierende Software. Bitte registrieren Sie sich bis 20.6.2022 unter https://deutsches-gedaechtnis.fernuni-hagen.de/de/user_registrations/new und/oder https://archiv.zwangsarbeit-archiv.de/de/user_registrations/new  wenn Sie an der praktischen Übung zu Oral-History.Digital  im Workshop teilnehmen wollen.

 

Agenda für den 21 Juni (Zugang über Zoom)

11: 30              Begrüßung

11: 45 – 13:15 Vorstellung der Oral-History-Forschungsstelle an der Universität Erfurt (Agnès Arp und Alexandra Petri) und der Arbeitsumgebung Oral-History.Digital (Cord Pagenstecher) 

13:30 - 15:00 Uhr FuD Vorstellung der Arbeitsumgebung und Hands on Erfahrungen anhand von Auswandererbriefen,  Marina Lemaire

15:00 - 15:30 Wrap up – Aspekte rund um den Einstieg in Forschungsumgebungen – Expertise (im/mit) System

 

Zu den einzelnen Projekten:

FuD

Das Softwaresystem FuD  www.fud.uni-trier.de ist und wird für qualitativ arbeitende Forschungsprojekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften vom Servicezentrum eSciences und dem Trier Center for Digital Humanities an der Universität Trier entwickelt. Seit mehr als 15 Jahren wird und wurde es in über 50 Projekteneingesetzt, um kollaborativ Forschungsdaten zu erfassen, aufzubereiten, zu analysieren, zu publizieren und zu archivieren. FuD ist aufgrund seiner hohen Konfigurierbarkeit vielseitig einsetzbar für die unterschiedlichsten Projektziele, Forschungsdaten und -methoden, z. B. für online und/oder print Editionen, Inventare, Personendatenbanken, sprachwissenschaftliche Untersuchungen oder historisch-geographische Visualisierungen. Im Wechsel von Vortrag und Hands-on-Einheiten wird entlang des Beispiels der Erstellung einer digitalen Briefedition das Softwaresystem und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten vorgestellt, um einen ersten Eindruck zu vermitteln, wie die Transformation der traditionellen Forschungsarbeit von der Planung über die Durchführung bis hin zur Publikation und Archivierung in digitale Arbeitsweisen aussehen kann und welche Einsatzmöglichkeiten FuD bietet.

Oral-History-Forschungsstelle

Im Mittelpunkt der Oral-History-Forschungsstelle steht die „ostdeutsche Erfahrung“. Die Forschungsstelle greift die Spezifika der DDR- und Transformationszeit auf und diskutiert die Methodik der Oral History in diesem Kontext.  Die Forschungsstelle entwickelt und etabliert ein Konzept für einen respektvollen und fairen Dialog, der sich insbesondere auch mit Macht- und Partizipationsfragen auseinandersetzt. Ziel ist es, Oral History-Quellen auch über den Forschungsprozess hinaus für Bildungs- und Vermittlungsaufgaben zugänglich zu machen. Hierfür werden Oral-History-Interviews durchgeführt, aber auch bestehende Interview-Bestände archiviert und aufbereitet, um daraus spezifische Fortbildungsangebote für verschiedene gesellschaftliche Einrichtungen zu entwickeln und eine Zweitauswertung zu ermöglichen. Die Forschungsstelle versteht sich schließlich auch als Kompetenzzentrum und Transferorgan für die Erhebung, Vermittlung und Archivierung von qualitativen Interviews. Für die Entwicklung einer gemeinsamen Infrastruktur zur Langzeitspeicherung und wissenschaftlicher Aufbewahrung von Oral-History-Interviews kooperiert die Oral-History-Forschungsstelle der Universität Erfurt mit dem »Oral-History.Digital«-Projekt. Das Projekt unterstützt sammelnde Institutionen und Forschungsprojekte bei der Archivierung, Erschließung und Bereitstellung sowie der sammlungsübergreifenden Recherche, Annotation und Auswertung.

Die Forschungsumgebung "Oral-History.Digital"

Das Projekt "Oral-History.Digital" (https://www.oral-history.digital) entwickelt eine Erschließungs- und Recherche-Plattform für wissenschaftliche Sammlungen von audiovisuell aufgezeichneten narrativen Interviews. Sie unterstützt sammelnde Institutionen und Forschungsprojekte bei der Archivierung, Erschließung und Bereitstellung sowie der sammlungsübergreifenden Recherche, Annotation und Auswertung von Zeitzeugen-Interviews. Die Infrastruktur ist noch im Aufbau, wird aber bereits genutzt von Sammlungen wie "Zwangsarbeit 1939-1945" (https://archiv.zwangsarbeit-archiv.de), dem Archiv "Deutsches Gedächtnis" (https://deutsches-gedaechtnis.fernuni-hagen.de) und der Oral-History-Forschungsstelle Erfurt (https://www.uni-erfurt.de/forschung/forschen/forschungsprojekte/oral-history-forschungsstelle).

Interviewprojekte können in der Erschließungsansicht Audio- und Video-Interviews mit Transkripten, Biografien, Bildern etc. einstellen, bearbeiten und bereitstellen. Sammlungsinhaber:innen finden Werkzeuge und Empfehlungen für Transkription, Spracherkennung, Verschlagwortung etc. Je nach Erschließungszustand und Rechtesituation können die Interviews mittels einer differenzierten Nutzerverwaltung zugänglich gemacht werden. Forschende können in der Rechercheansicht sammlungsübergreifend über Metadaten, Karten, Filterfacetten und ggf. timecodierte Volltexte suchen. Sie können die Audio- oder Video-Dateien mit Untertiteln ansehen und in ihrer Arbeitsmappe annotieren. Im Sinne der FAIR-Prinzipien macht Oral-History.Digital die Interviews als audiovsiuelle Forschungsdaten auffindbar, zugänglich, verknüpfbar und nachnutzbar. Ein differenziertes Rechtemanagement schützt die Persönlichkeitsrechte der Interviewten. Die Infrastruktur umfasst einen Medienserver für Transkodierung und Streaming und ein Repositorium mit Erschließungs- und Rechercheansicht. Die Langzeitarchivierung mit Persistent Identifiers über CLARIN gewährleistet die dauerhafte Verfügbarkeit der Interviews, unabhängig von der Projektlaufzeit.

 

Making FAIR work(s)

Anlässlich der Thüringer FDM-Tage 2022 veranstaltet das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement den Wettbewerb „FAIRest Dataset“.

 

Gesucht wird: der FAIRste Datensatz in Thüringen

Sie oder Ihre Forschungsgruppe haben einen Datensatz publiziert, der den FAIR-Prinzipien entspricht? Dann beteiligen Sie sich am 3. FAIRest Dataset Award! Das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) prämiert den Datensatz, der die FAIR-Prinzipien am besten umsetzt mit einem Preisgeld von bis zu 2000 Euro. Die FAIR-Prinzipien wurden 2016 veröffentlicht und sollen dazu beitragen, die Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten zu verbessern.

 

Preisverleihung im Rahmen der Thüringer FDM-Tage 2022

Die Gewinner werden im Rahmen der Thüringer FDM-Tage 2022 bekannt gegeben und bekommen so Gelegenheit, ihre Institution und ihr Projekt zu präsentieren. Die Thüringer FDM-Tage werden vom Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement bereits zum dritten Malveranstaltet und sollen die verschiedenen Facetten des Themas thüringenweit bekannt machen. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Improve the way you work! - Werkzeuge für das Forschungsdatenmanagement" und finden vom 20.06. bis 24.06. an den vier Universitätsstandorten im Freistaat statt. Mehr Informationen zu den FDM-Tagen 2022 folgen bald.

Teilnahmebedingungen

Vom 15. Februar bis zum 15. Mai 2022 haben alle Wissenschaftler/innen an Thüringer Hochschulen die Möglichkeit ihre veröffentlichten Datensätze einzureichen, sofern diese nicht bereits beim ersten FAIRest Dataset Award prämiert wurden. Die eingereichten Datensätze werden von den Mitgliedern des Thüringer Kompetenznetzwerks Forschungsdatenmanagements anhand der FAIR-Prinzipien bewertet.

 

Nähere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

ORCID Records (für 3te) anlegen und pflegen - ein Interaktiver Workshop

Zeichnung einer Orchidee mit Text

zum 19. Juni von 9:30 – 11:00 Uhr  bieten die Servicestelle Forschungsdatenmanagement und das Electronic Text Center gemeinsam den interaktiven Workshop ORCID Records (für 3te) anlegen und pflegen an. Die Veranstaltung richtet sich hauptsächlich an das wissenschaftsunterstützende Personal, eignet sich aber auch für Forschende in den ersten Karrierephasen sowie alle, die die Sichtbarkeit ihrer Forschungsleistungen erhöhen wollen.

 

Nach diesem Workshop

  • Verfügen sie über Kenntnisse zu
    • Struktur von Orcid-Records
    • Privatsphäre Einstellungen
    • Bearbeitungsmöglichkeiten durch 3te
  • Verfügen sie über einen eigenen Orcid-Record
  • Können sie Einträge im Werkeverzeichnis
    • Anlegen
    • Importieren
    • Über Serach and Link mit einem Orcid-Record verknüpfen
  • Können Sie Orcid-Records für 3te pflegen

 

 

Der Workshop wird online über Webex angeboten. Zur Anmeldung gelangen Sie hier (Webexlink)

 

Neuigkeiten

  • Die DFG konkretisiert ihre Anforderungen an das Forschungsdatenmanagement und macht Angaben zum Umgang mit Forschungsdaten (vgl DFG Checkliste) im Projekt verpflichtend für den Projektantrag. 
  • Im Rahmen ihrer Open Science-Policy stellt die VolkswagenStiftung künftig zusätzliche Mittel für die Aufbereitung von Forschungsdaten für „Data Reuse“ und für die Bereitstellung in öffentlichen, nicht-kommerziellen Repositorien zur Verfügung. Das Angebot umfasst bis zu 100.000 Euro und richtet sich an Forschende aller Fachgebiete, die bereits von der Stiftung bis zu sechs Monaten gefördert werden oder wurden [weitere Informationen]

  • Der Stifterverband schreibt auch 2022 den Open Data Impact Award aus. Bewerbungsschluss ist der 10 Juli.  Die Ausschreibung finden Sie hier

Kontakt

Servicestelle Forschungsdatenmanagement (UB)
Dr. Nadine Neute
(Universitätsbibliothek Erfurt)