Clemens Wurzinger

clemens.wurzinger@uni-graz.at

Zur Person

Clemens Wurzinger studierte Klassische Philologie (Latein und Griechisch) und Geschichte an der Universität Graz (2014-2021). Derzeit schreibt er seine Doktorarbeit über das erste Buch des augusteischen Dichters Albius Tibullus im Rahmen der International Graduate School (IGS) "Resonant Self-World Relations in Ancient and Modern Socio-Religious Practices" (Universität Graz/MWK Erfurt). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Anwendung moderner Literaturtheorien auf antike Texte (Performativität, Emotionsforschung und Reader-Response Criticism) sowie die griechische und römische Elegie (Frühgriechische Elegie und Römische Liebeselegie).

Forschungsprojekt

Wie Literatur uns berührt. Von Immersion und Transformation bei Tibull (Arbeitstitel) / How Literature Touches Us. Of immersion and transformation in Tibullus (Arbeitstitel)

Literatur, Film, Theater und andere Formen der Unterhaltung sind zentrale Bestandteile unseres kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Dies gilt insbesondere für die Literatur, da Texte, in welcher Form auch immer, in (fast) allen Gesellschaften der Welt eine zentrale Rolle gespielt haben. Literatur ist immer dann von besonderem Interesse, wenn sie den Rezipienten "in den Text" bringt, wenn wir uns in besonderer Weise auf die Figuren der Erzählung oder des Gedichts beziehen können und so die Welt und die Erfahrungen und Weltverhältnisse der Subjekte im Text selbst "durchleben". Genau damit möchte ich mich in meinem Projekt am Beispiel des augusteischen Autors römischer Liebeselegien, Albius Tibullus, beschäftigen und dieses Phänomen mit Hilfe der Resonanztheorie erklären.
Im Rahmen der Resonanztheorie, die durch ihre vier Charakteristika (Affekt, Emotion, Transformation und Unverfügbarkeit) bestimmt wird, soll durch die Anwendung anderer zentraler Literaturtheorien (Performativität, Emotionsforschung, Reader-Response-Criticism) der Frage nachgegangen werden, wie die Literatur im Allgemeinen, aber speziell der augusteische Autor römischer Liebeselegien, Albius Tibullus, den Rezipienten seiner Zeit ein "Transformationsangebot" und in der Folge ein "Resonanzangebot" macht.

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