Willkommen im Seminar für Religionswissenschaft!

Studierende laufen über den Campus

Das religionswissenschaftliche Seminar ist mit seinen vier Professuren und Studienschwerpunkten - Allgemeine Religionswissenschaft, Islamwissenschaft, Judaistik und Kulturgeschichte des Orthodoxen Christentums - ein einzigartiger Ort, um sich mit dem Phänomen Religion aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zu beschäftigen. Religionswissenschaft bedeutet hier, sich in Studium und Forschung auf einen der genannten Schwerpunkte zu konzentrieren. Dies wird verbunden mit einer methodisch reflektierten Perspektive auf religiöse Pluralität in ihren globalen Kontexten in Geschichte und Gegenwart.

Im Rahmen des Bachelorstudiums kann Religionswissenschaft als Haupt- oder Nebenfach gewählt werden.  Der Masterstudiengang zeichnet sich durch ein internationales, mehrheitlich auf Englisch unterrichtetes Programm aus. Nachwuchswissenschaftler*innen fördern wir in zahlreichen Forschungsprojekten auf dem universitären Schwerpunktfeld Religion.Gesellschaft.Weltbeziehung.sowie innerhalb nationaler und internationaler Kooperationen.

Trauer um Dr. Soraya Khodamoradi (1978-2023)

Das Seminar für Religionswissenschaft und die Kolleginnen und Kollegen im Bereich Studium Fundamentale trauern um Frau Dr. Soraya Khodamoradi. Frau Khodamoradi kam im Jahr 2007 als Doktorandin an die Universität Erfurt, nachdem sie an der Universität in Teheran/Iran in den Fachgebieten Vergleichende Religionswissenschaft und Islamische Mystik einen BA-Abschluss und MA-Abschluss erworben hatte. Als Doktorandin in der Islamwissenschaft widmete sie sich unter der Leitung von Professor Dr. Jamal Malik dem Werk des nordindischen muslimischen Theologen Mir Dard (1721-1785) und wurde im Jahr 2014 promoviert. Die Dissertation erschien als Buch unter dem Titel "Sufi Reform in Eighteenth Century India: Khwaja Mir Dard of Delhi" in der Reihe "Bonner Islamstudien" (Berlin: EB-Verlag, 2019). Ihre Fokussierung auf die islamische Theologie in Nordindien im 18. Jahrhundert setzte Frau Khodamoradi auch mit einem Kapitel "Siyāda and Imamate in Eighteenth-Century India. The Ṭarīqa Muḥammadiyya Khāliṣa and the Sunnī-Shī‘ī Sectarian Conflict" im Handbuch der Orientalistik (Bd. 159/2, Leiden: Brill, 2022) fort.

Nach einer Zeit an der Universität Bonn mit einem Projekt zu „Hybrid and Reformist Mystical Trends: Sufi Texts Created in India during Mughal Period (1526–1858)“ beteiligte sich Frau Khodamoradi regelmäßig am Studienangebot im Studium Fundamentale der Universität Erfurt und regte zahlreiche Kurse im Themengebiet des Interreligiösen Dialogs an. Auch in diesem Kontext brachte sie ihr besonderes Interesse an der mystischen Tradition im Islam, dem Sufismus, zur Geltung, wenn sie Kurse anregte wie "Ein Verstehen der Bibel und des Korans im Licht von Liebe und Schönheit" oder "Das Problem des Bösen in Religion und Mystik". Mit dem Tod von Frau Dr. Soraya Khodamoradi ist eine Stimme verstummt, die den religiösen Rang der Glaubenswelt des Islam frei von allen Spuren von Extremismus oder Fanatismus oder Gewaltbereitschaft darzustellen und zu vergleichbaren positiven Traditionen in Judentum und Christentum in Beziehung zu setzen verstand. Frau Khodamoradis Arbeit in Forschung und Lehre stellte stets eine wichtige Ergänzung zu sozialwissenschaftlich orientierten Studien im Fachgebiet Religionswissenschaft dar. Mit ihr verlieren wir eine inspirierende und warmherzige Wissenschaftlerin, Freundin und Kollegin.

Unser tiefes Beileid gilt ihrem Ehemann, dem Islamwissenschaftler Herrn PD Dr. Saeed Zarrabi-Zadeh, der gemeinsam mit ihr zur Promotion von Teheran nach Erfurt kam und mit ihr und ihrem Sohn eine familiäre und akademische Heimat in Deutschland gefunden hat.

For the obituary by Prof. Dr. Jamal Malik (in English) see here.

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