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Prof. Dr. André Brodocz zum neuen Präsidenten gewählt

Prof. Dr. André Brodocz ist zum neuen Präsidenten der Universität Erfurt gewählt worden. Die Hochschulversammlung hat sich bei der heutigen Wahl mit sehr großer Mehrheit für ihn ausgesprochen. Er war im Herbst 2025 als eine*r von drei hervorragend für das Amt geeigneten Kandidat*innen von einer Findungskommission identifiziert und vorgeschlagen worden. In der Kommission waren sowohl Mitglieder des Senates als auch des Universitätsrates vertreten.

Prof. Dr. André Brodocz
Prof. Dr. André Brodocz

Prof. Dr. Andrea Dorothea Bührmann, die Vorsitzende des Universitätsrates, die der Findungskommission vorgestanden hatte, freut sich darüber, dass Professor Brodocz erneut für die Wahl zur Verfügung stand, als das Präsidentenamt nach dem ersten Wahlgang nicht besetzt werden konnte: „Mit ihm bekommt die Universität Erfurt einen Präsidenten, der sich bereits seit vielen Jahren für die Geschicke der Universität Erfurt engagiert – ob als Senator, Universitätsratsmitglied, Dekan oder zuletzt als Vizepräsident. Überdies ist er ein hervorragender Analytiker und Beobachter der politischen Landschaft Thüringens, in der er zugleich bestens vernetzt ist. Damit sind die Weichen für den weiteren Erfolg der Universität Erfurt gestellt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Mit André Brodocz hat die Universität Erfurt erstmals einen Präsidenten gewählt, der aus ihren eigenen Reihen kommt. Zudem ist er ein Wissenschaftler, der seit inzwischen fast 30 Jahren an ostdeutschen Universitäten wirkt und dort auch immer seinen Lebensmittelpunkt hatte. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Neueren deutschen Literatur an der Philipps-Universität Marburg war er zwölf Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter an TU Dresden bei Prof. Dr. Hans Vorländer, wo er mit „summa cum laude“ promoviert wurde und sich 2007 habilitierte. Seit 2009 ist er Professor für Politische Theorie an der Universität Erfurt. Derzeit leitet er ein von der DFG finanziertes Forschungsprojekt über die Rekonfiguration von Recht und Politik in den Verfassungstransformationen von Bolivien und Ecuador sowie ein von der Gerda-Henkel-Stiftung gefördertes Projekt zu Ökologischen Konflikten und Repräsentationsansprüchen. Er war mehrfach wiedergewählter Dekan der Staatswissenschaftlichen Fakultät und seit Februar 2024 ist er Vizepräsident für Forschung und akademische Karriere. 

Über seine Wahl freut sich André Brodocz „außerordentlich“, da ihm die Universität Erfurt „sehr ans Herzen gewachsen ist“. Ihm sei sehr wohl klar, „dass auf uns sehr herausfordernde Jahre zukommen. Die Landesregierung hat mit der Rahmenvereinbarung eine Finanzierung vorgelegt, mit der massive Einsparungen beim Personal auf uns zukommen. Wir müssen aufpassen, dass dies nicht überwiegend die Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende – und die mit jeder neuen jungen Wissenschaftsgeneration verbundenen Innovationen in Forschung und Lehre – trifft, nur weil sie zumeist befristet sind. Hier haben wir alle zusammen als Universität eine Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, die wir erfolgreich aber nur mit der Politik wahrnehmen können. Und genau darum wird es gehen. Gehen wir es also an – zusammen.“

Bis zum Amtsantritt von Prof. Dr. André Brodocz wird Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg die Universität Erfurt als vorläufiger Leiter weiter führen.

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