Der Forschungspreis wird alle zwei Jahre in Kooperation mit Evangelische Mission Weltweit (EMW) und der Steyler Mission (SVD) vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Kenneth Centeno, der heute an der Adamson University in Manila lehrt und forscht, hat in seiner Arbeit mit einem multidisziplinär geprägten Forschungsansatz die Bedeutung des Heiligen und das religiöse Selbstverständnis in der philippinischen Kultur untersucht, unter besonderer Berücksichtigung der wechselhaften und auch durch den Kolonialismus geprägten Geschichte des Landes.
„Die Arbeit leistet einen enormen Brückenschlag, indem sie die Eigendynamiken im philippinischen Christentum aufzeigt und dabei Unterschiede markiert, die sich sowohl gegenüber anderen asiatischen Ländern als auch etwa Europa zeigen. Indem die Arbeit dies explizit reflektiert, zeigt sie ein beeindruckendes Maß an interkultureller Kompetenz“, so Patrick Becker in seiner Laudatio. Neben der großen interkulturellen Kompetenz Centenos hob Becker auch dessen „komplexe methodische Vorgehensweise“ hervor, aufgrund derer die Arbeit „nicht nur Außenstehenden eine Heranführung an die philippinische Kultur“ anbiete, sondern sie auch zu einer geeigneten „Reflexionsfolie für religiöse Transformationen und das europäische Gottesverständnis [...]“ mache.
Wir gratulieren herzlich zum gewonnen Preis!


