Den Ausgangspunkt für die Podiumsdiskussion bildete ein Impulsvortrag von Katharina Klöcker. Sie beschrieb das Zuhören als eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für das demokratische Zusammenleben. In Zeiten, die von autoritären Tendenzen und Verhärtungen geprägt sind, brauche die Demokratie eine besondere „Hellhörigkeit“ – also die Bereitschaft, auch Zwischentöne wahrzunehmen, Unsicherheiten auszuhalten und das eigene Gegenüber im Gespräch wirklich zu erreichen.
Bischof Wilmer griff diesen Gedanken in der anschließenden Diskussion auf und plädierte nachdrücklich für mehr Empathie und Dialogräume in der Gesellschaft. Er betonte, dass gerade die Kirche in einer pluralen Welt Orte der Stille und der Begegnung zur Verfügung stellen müsse. Zugleich forderten die Diskutanten eine klare Positionierung gegenüber rechtspopulistischen Tendenzen und demokratiefeindlichen Parolen: Wo der gesellschaftliche Diskurs bedroht ist, müsse Kirche reagieren und das Gespräch suchen.


