Weitere Veranstaltungen
Bundesweiter Vorlesetag
Samstag, 21. November 2026 | 11 Uhr | Treffpunkt: Eingang zur Forschungsbibliothek (1. OG)
Angebote für Kinder und Erwachsene anlässlich des Bundesweiten Vorlesetags. Weitere Informationen folgen.
Herzogliches Büchersammeln in Gotha
Mittwoch, 18. November 2026 | 18.15 Uhr | Ort: Andromedasaal, Schloss Ehrenburg, Coburg
Referentin: Dr. Kathrin Paasch (Forschungsbibliothek Gotha)
Coburg und Gotha teilen eine gemeinsame Geschichte. Sie waren Residenzstädte des von 1826 bis 1918 bestehenden Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Die vielgestaltigen Bezüge zwischen Coburg und Gotha reichen jedoch über diesen Zeitraum hinaus und lassen sich bis ins 20. Jahrhundert nachvollziehen.
Beide Städte liegen in einem dichten Kulturraum. Dieser hat bemerkenswerte Erzeugnisse einer reichen Kunst- und Wissensproduktion hervorgebracht, zu der Handschriften, Nachlässe, Briefwechsel, Bücher und Bibliotheken gehören. Denn Bildung durch Bücher gehörte zum Selbstverständnis der Fürstenhäuser. Und mit dem Sammeln von Büchern und der Gründung von Bibliotheken dokumentierten die Fürstinnen und Fürsten nicht zuletzt ihren Machtanspruch. Einzelne Bücher und ganze Sammlungen wanderten daher seit ihrer Entstehung und im Verlauf der Jahrhunderte oftmals von einem Besitzer zum anderen und im Zuge von Landesteilungen von einer Residenz in die nächste.
Wir wissen, auch Bücher können Geschichten erzählen von Kontinuitäten und Umbrüchen. Der Vortrag bietet eine Exkursion, auf der chronologisch vor allem die fürstlichen Sammlungen in Gotha sowie das Wirken der Herzoginnen, Herzöge, und der Bibliothekare in den Blick genommen werden. Er beginnt mit der Gründung der Gothaer Bibliothek 1647 und endet mit den Bücherschenkungen von Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha.
Alle Gothaer Herzoginnen und Herzöge stellten sich mit ihren Privatbibliotheken in die Traditionen ihrer Vorfahren. In den privaten Büchersammlungen manifestierten sich Herkunft, Status und Biographien. Sie dienten der Erinnerung, belegten Zeitgenossenschaft und Regierungstätigkeit, adliges Bewusstsein ebenso wie Leidenschaften. Zudem ergänzten sie einander. Sie reflektierten in hohem Maße die Gothaer höfisch-residenzstädtische Wissensproduktion und die höfische Bücherzirkulation während ihrer Lebenszeiten. Die Bibliotheken waren äußerlich weitgehend unscheinbar, beinhalteten jedoch auch prachtvoll kolorierte Ausgaben und schmuckvolle Widmungsexemplare. Neben der als Ort von Repräsentation und Herrschaftsinszenierung sichtbaren Herzoglichen Bibliothek können die privaten Büchersammlungen als Räume fürstlicher Inszenierung und als selbstverständliches Bücherreservoir für die eigene Lektüre oder Literaturproduktion angesprochen werden.
„Auf nach Norden“. Dynastische Verbindungen der Ernestiner aus dem Hause Gotha mit dem Herzogtum Mecklenburg-Schwerin
Mittwoch, 11. November 2026 | 18 Uhr | Ort: Spiegelsaal, Schloss Friedenstein
Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumsjahres zum Dynastiewechsel 1826
Referent: Dr. Wolfgang Steguweit (Gotha)
Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um Anmeldung unter Tel. 0361/737-5530 oder veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.
„Vom Schnüren und Weben“. Eine Lesung
Mittwoch, 19. August | 18 Uhr | Ort: Wunderkammer Friedenstein, Gotha, Jüdenstraße 1
Einblick in die Arbeit der Autorin Lina Thiede, Preisträgerin des Bibliotheksstipendiums für literarische Recherche 2026
Lina Thiede (*1996) ist für einen Monat in Gotha zu Gast, um im Rahmen des Gothaer Bibliotheksstipendiums für ihren neuen Roman „Dies Irae“ zu recherchieren. Im Gespräch mit Guido Naschert verrät sie, welche Schätze sie in der Gothaer Forschungsbibliothek hebt und wie daraus ein Roman entsteht.
Die Autorin schreibt sowohl im Bereich Science Fiction/Fantasy als auch autofiktional und setzt sich in beiden Bereichen vor allem mit gesellschaftlichem Klassendenken sowie der Rolle der Frau auseinander. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem hr2-Literaturpreis, dem Berliner Preis für Science Fiction und zuletzt dem Robert-Gernhardt-Preis des Landes Hessen. Ihr Debütroman „Homo Femininus“ erschien 2020, im Frühjahr 2025 folgte ihr zweiter Roman „Manchmal weißt du, was geschehen wird“.
Veranstalter: Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V., Forschungszentrum Gotha und Literarische Gesellschaft Thüringen e.V.
„Herzogin Luise (1800–1831) – Verbannung und Scheidung als Mittel dynastischer Machtausübung“
Dienstag, 29. September 2026 | 18 Uhr | Ort: Spiegelsaal, Schloss Friedenstein
Vortrag im Rahmen der Tagung „Verheiratet, verstoßen, verbannt. Geschiedene hochadelige Frauen 1600–1900“, 28. bis 30. September 2026, Forschungszentrum Gotha
Referentin: Dr. Ulrike Grunewald
Veranstalter: Forschungszentrum Gotha
Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um Anmeldung unter Tel. 0361/737-5530 oder veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.
„Der unantastbare Text. Hermeneutische Strategien der Lutherbibel-Auslegung im frühneuzeitlichen Luthertum“
Dienstag, 11. August 2026 | 14.15 Uhr | Ort: Herzog-Ernst-Kabinett, Schloss Friedenstein
Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums Intellectual History zur frühneuzeitlichen Wissens- und Kulturgeschichte Sommersemester 2026
Referent: Prof. Dr. Stefan Michel (Hiob-Ludolf-Fellow)
Veranstalter: Forschungszentrum Gotha in Kooperation mit der Forschungsbibliothek Gotha
Informationen unter: www.uni-erfurt.de/forschungszentrum-gotha
Anmeldung: forschungszentrum.gotha@uni-erfurt.de
„Ich packe meine Bibliothek aus“. Gothaer Gespräche zur Buchkultur
Mittwoch, 1. Juli 2026 | 18.15 Uhr | Ort: Spiegelsaal, Schloss Friedenstein
Andreas Platthaus (FAZ) im Gespräch mit Brigitte Helbling (Hamburg)
Was verrät eine Bibliothek über ihren Besitzer? In der Reihe „Ich packe meine Bibliothek aus" lädt der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha seit 2019 bekannte Persönlichkeiten ein, ihre Bibliothek zu öffnen – und damit zugleich aus ihrem Leben zu erzählen.
Am 1. Juli 2026 ist Andreas Platthaus zu Gast, Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und seit 2016 verantwortlich für Literatur und literarisches Leben. Er hat die Reihe über viele Jahre als Gesprächspartner geprägt – nun steht seine eigene Bibliothek im Mittelpunkt. Sie führt in die Welt der Literatur, der Comics und der Bildgeschichten und eröffnet Einblicke in Lektüren, Sammelleidenschaften und intellektuelle Prägungen. Das Gespräch führt Brigitte Helbling aus Hamburg.
Veranstalter: Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 30. Juni unter info@fk-fbgth.de.



