Aktuelles

Gehörlosen- und Schwerhörigengeschichte

Am 1. Oktober 2025 startete unser neues Projekt: „Teach DEAF: Erfahrungen gehörloser und schwerhöriger Menschen im geteilten Deutschland. Erstellung barrierearmer Unterrichtsmaterialien für Gehörlosen- und Regelschulen". Das Projekt wird gefördert durch das Programm „Jugend erinnert" bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch das Förderprogramm „Barriereabbau", Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen für 2025-2026.

Am 1. Februar 2026 startet unser neues Projekt: „Stumm gemacht". Dieses Interviewprojekt zielt darauf ab, die Erfahrungen tauber Schüler*innen in Gehörlosenschulen und -internaten zwischen den 1960er und 1990er Jahren in Sachsen und Thüringen der DDR zu erforschen.

 

Projektseite Deaf History

Erzählcafé: Opa war (k)ein Nazi? Austausch zum schwierigen Umgang mit NS-Geschichte in den Familien der Deutschen

Am Sonntag, den 1. November 2026 um 16 Uhr laden wir im Rahmen der “Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte” herzlich zum Austausch zum schwierigen Umgang mit NS-Geschichte in den Familien der Deutschen ein. Das Erzählcafé findet statt im Kulturzentrum mon ami in Weimar. Weitere Infos

Lesung von Don Pablo Mulemba: Hundeheimat. Der Osten, meine Familie und andere Rätsel

Am Donnerstag, den 12. November 2026 um 20:15 Uhr laden wir Sie herzlich zur Lesung von Don Pablo Mulemba im FRANZ MEHLHOSE ein. Er liest aus seinem Buch “Hundeheimat. Der Osten, meine Familie und andere Rätsel”.

Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch. Er sprach den gleichen Dialekt wie alle anderen, kannte nichts anderes als die brandenburgische Provinz – und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Seine Eltern hatten sich in der DDR kennengelernt, aber der Osten der Nachwendezeit war kein sicherer Ort mehr für sie und ihre Kinder. Es waren die «Springerstiefeljahre», ihren Freund Amadeu Antonio prügelte man in Eberswalde auf offener Straße zu Tode. Die Familie wurde zerrissen: Die Eltern sahen keine Perspektive mehr, wanderten nach Angola aus. Pablo aber wollte bleiben. Mit zwölf ging er auf ein Sportinternat in Cottbus und musste als Schwarzer Jugendlicher seinen Weg finden.

Heute stellt er sich die entscheidenden Fragen nach Identität, Heimat und Zugehörigkeit, Fragen, die ihn auf eine gemeinsame Reise mit seinem Vater bis nach Angola führen. Don Pablo Mulembas Geschichte ist auch die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands: mit seinen Wunden, Brüchen und der Entschlossenheit, dennoch eine Zukunft zu schaffen – packend, nah und authentisch erzählt.

Die Lesung wird moderiert von Anna-Lisa Antz.

Tickets

22. Online-Interpretationswerkstatt Oral History

Am 23. November 2026 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 22. Online-Interpretationswerkstatt Oral History mit Laura Kuzaj (FSU Jena) ein. In ihrer Masterrbeit geht sie die Frage nach der LPG als Strukturinstanz des Familien- und Arbeitslebens im Weimarer Land am Beispiel von HR, ehemalige Mitarbeiterin der Sauenzuchtanlage im Dorf, nach.

Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.

23. Online-Interpretationswerkstatt Oral History

Am 25. Januar 2027 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 23. Online-Interpretationswerkstatt Oral History ein.

KI und Oral History: Dennis Möbus, Institut für Geschichte und Biographie der FernUni in Hagen, beschäftigt sich mit der Anwendung von KI in hermeneutischen Arbeitsprozessen: kann KI bei der Interpretation lebensgeschichtlicher Interviews unterstützen oder sogar selbst Interpretationsansätze liefern? Welche Chancen und welche Risiken ergeben sich aus der Anwendung von KI in der historischen und qualitativen Forschung? Auf Grundlage konkreter Interviewpassagen sollen verschiedene Szenarien vorgestellt und diskutiert werden. 

Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.

Unsere nächsten Termine sind 22. März 2027, 24. Mai 2027, 27. September 2027 und 22. November 2027.

24. Online-Interpretationswerkstatt Oral History

Am 22. März 2027 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 24. Online-Interpretationswerkstatt Oral History mit Jörg Niehoegen ein.

Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.

25. Online-Interpretationswerkstatt Oral History

Am 24. Mai 2027 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 25. Online-Interpretationswerkstatt Oral History ein.

Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.

26. Online-Interpretationswerkstatt Oral History

Am 27. September 2027 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 26. Online-Interpretationswerkstatt Oral History mir Marion Stopfinger ein.

Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.

 

27. Online-Interpretationswerkstatt Oral History

Am 22. November 2027 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 27. Online-Interpretationswerkstatt Oral History mit Marc Köhler ein.

Im Fokus stehen das Erleben von Vaterschaft, Männlichkeit und emotionaler Befindlichkeit von Vätern lebenslimitiert erkrankter Kinder sowie ihre Erfahrungen seit der Diagnose im Krankheits- und Versorgungsverlauf. Das Forschungsprojekt untersucht, wie historisch-soziale und biografisch-intergenerationale Prägungen diese Erfahrungen beeinflussen und welche Bedeutung sich daraus für eine vätersensible palliative Versorgung ableiten lässt.

Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.