| Willy Brandt School of Public Policy, Global Public Policy, Promotionskolleg "De-Globalisierung und Globale Entkopplung (DeGlobE)"

Globale Perspektiven und interdisziplinärer Dialog: Workshop für Nachwuchswissenschaftler zur Geoökonomie an der Universität Erfurt

Vom 22. bis 24. April 2026 war die Universität Erfurt Gastgeber des internationalen Workshops für Nachwuchswissenschaftler „Staat-Wirtschaft-Beziehungen und Geoökonomie: Theorien, Methoden und vergleichende Perspektiven“. Die Veranstaltung brachte Nachwuchswissenschaftler zusammen und bot eine lebendige Plattform, um die aktuellen Veränderungen in den Staat-Wirtschaft-Beziehungen in einer Zeit geoökonomischen Wandels zu diskutieren.

In den verschiedenen Diskussionsrunden zu Themen wie industrieller Wandel, strategische staatliche Eingriffe, Infrastruktur, globale Produktionsnetzwerke und Ressourcenpolitik setzten sich die Teilnehmer mit einer Vielzahl empirischer Fallbeispiele und konzeptioneller Ansätze auseinander. Die Beiträge deckten nahezu alle Regionen der Welt ab und verdeutlichten, wie sich geoökonomische Dynamiken in unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Kontexten entfalten. 

Ein prägendes Merkmal des Workshops war seine außerordentlich offene und konstruktive Diskussionskultur. Interdisziplinarität war nicht nur vorhanden, sondern wurde aktiv gelebt: Politische Ökonomie, Soziologie, Geografie und technologieorientierte Perspektiven wurden mit vielfältigen methodischen Ansätzen kombiniert. Diese Vielfalt unterstrich eine zentrale Erkenntnis: Das Verständnis der Geoökonomie und der sich wandelnden Beziehungen zwischen Staat und Wirtschaft erfordert ein grundlegend globales und interdisziplinäres Denken.

Der Workshop zeigte zudem, wie wichtig die Perspektiven von Nachwuchswissenschaftlern für die Weiterentwicklung des Fachgebiets, die Förderung innovativer Ideen und einen nachhaltigen akademischen Austausch sind. Wir hatten die Gelegenheit, den Workshop in die Auftaktveranstaltung unseres Doktorandenprogramms „De-Globalisation and Global Decoupling (DeGlobE)“ einzubinden. Gemeinsam mit dem „Erfurter Forschungszentrum für Geoökonomie“ (EFGeo) unterstrich der Workshop die wachsende Rolle Erfurts als Drehscheibe für Spitzenforschung.

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