| Willy Brandt School of Public Policy

Brandt School Projektgruppe präsentiert Digitalagentur Thüringen Empfehlungen zum Thema „Open Government“

MPP-Studierende haben ihr Capstone-Projekt zur Analyse der rechtlichen, strategischen und technischen Dimensionen der Open-Data-Implementierung erfolgreich eingereicht und damit eine evidenzbasierte Roadmap für die Digitalagentur Thüringen GmbH vorgelegt.

MPP-Studierende präsentieren ihre Capstone-Projekt-Ergebnisse bei der Digitalagentur Thüringen GmbH.

Am 3. Februar 2026 präsentierte die Open Government Projektgruppe der Brandt School ihre ausführlichen Ergebnisse ihres Capstone-Projekts, welches sich mit der Frage befasste, wie Thüringen seine Transformation zu einem echten „Datenaustausch-Bundesland“ vorantreiben kann. Unter der Leitung von Dr. Hasnain Bokhari, Leiter für Digitalpolitik und KI, entwickelten die Studierenden einen strukturierten Rahmen mit priorisierten Empfehlungen für die Digitalagentur Thüringen GmbH.

Das Projekt verfolgte einen mehrdimensionalen analytischen Ansatz und untersuchte offene Daten aus drei kritischen Perspektiven. Die regulatorische Analyse untersuchte die Anforderungen und Möglichkeiten für offene Daten auf EU-, Bundes- und Landesebene und kartierte die komplexe Compliance-Landschaft, mit der Thüringen konfrontiert ist. Die strategische Bewertung evaluierte die Integration offener Daten in die umfassendere Digitalisierungsagenda und die E-Government-Initiativen Thüringens und untersuchte, inwieweit der Datenaustausch mit den Prioritäten der Landespolitik in Einklang steht. Die technische Untersuchung konzentrierte sich auf Datenstandards, Infrastrukturanforderungen und Herausforderungen im Bereich der Interoperabilität, insbesondere hinsichtlich der Anbindung an nationale und europäische Datenportale.

Das Ergebnis liefert der Digitalagentur Thüringen GmbH evidenzbasierte, priorisierte Empfehlungen, die sowohl diagnostische Klarheit als auch umsetzbare Leitlinien bieten. Die Analyse bewertet die aktuelle Position Thüringens innerhalb der deutschen Open-Data-Landschaft und identifiziert gleichzeitig realisierbare nächste Schritte für eine nachhaltige, interoperable und strategisch effektive Umsetzung von Open Data. Zur Unterstützung ihrer Analyse reiste die Projektgruppe nach Berlin, um sich mit Experten der Open Data Informationsstelle Berlin und der Open Knowledge Foundation Deutschland zu beraten. Ergänzt wurden diese persönlichen Treffen durch virtuelle Interviews mit Experten der DigitalAgentur Brandenburg und anderen führenden Open-Government-Praktikern aus ganz Deutschland.

Dieses Capstone-Projekt ist die vierte Zusammenarbeit zwischen Dr. Bokhari und der Digitalagentur GmbH Thüringen. Frühere Projektgruppen haben sich mit der Digitalisierungsstrategie Thüringens, digitalen Kompetenzen für die Landesverwaltung und der digitalen Transformation in der beruflichen Bildung befasst. Diese nachhaltige Partnerschaft zeigt das anhaltende Engagement der Brandt School, die Entwicklung der Digitalpolitik Thüringens durch fundierte, von Studierenden durchgeführte Forschungs- und Analysearbeiten zu unterstützen.
 

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