Ihre Forschung befasste sich damit, wie KI sowohl die Arbeitsweise zivilgesellschaftlicher Organisationen als auch die Gemeinschaften, denen sie dienen, verändert. KI eröffnet große Chancen – etwa für effektivere Interessenvertretung, effizientere Abläufe und eine breitere Reichweite sozialer Dienstleistungen. Gleichzeitig bringt sie aber auch Herausforderungen mit sich: algorithmische Verzerrungen, digitale Ausgrenzung und ethische Unsicherheiten.
Die Studierenden identifizierten drei zentrale Handlungsfelder, in denen CSOs aktiv werden sollten, um sicherzustellen, dass KI dem Gemeinwohl dient:
- Kompetenzaufbau– Es ist entscheidend, das Wissen über KI innerhalb von CSOs und ihren Zielgruppen zu stärken, um eine aktive und sinnvolle Teilhabe im digitalen Zeitalter zu ermöglichen.
- Politische Interessenvertretung – CSOs sollten sich für ethische Rahmenbedingungen und Richtlinien einsetzen, die Transparenz, Rechenschaftspflicht und den Schutz der Menschenrechte gewährleisten.
- Sektorübergreifende Zusammenarbeit – Um sicherzustellen, dass die Entwicklung von KI soziale Gerechtigkeit, Inklusion und Gleichberechtigung in den Mittelpunkt stellt – und nicht bloß kommerzielle Interessen –, braucht es Partnerschaften über Sektorengrenzen hinweg.
Die Forschung kam zu dem Schluss, dass CSOs nicht einfach nur Zuschauer technologischen Wandels sein sollten. Sie haben eine zentrale Rolle dabei, die Entwicklung von KI aktiv mitzugestalten – im Sinne der Kernwerte der Zivilgesellschaft: Empowerment, Gerechtigkeit und soziales Gemeinwohl.
Die Brandt School ist stolz auf die durchdachte Arbeit der Studierenden zu diesem hochaktuellen Thema und dankt dem International Civil Society Centre für die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse zu präsentieren.