Im Zentrum des Konzerts stehen Werke Johann Heinrich Walchs (1775–1855), Gothaer Hofkapellmeister und einer der prägenden Persönlichkeiten der höfischen Militärmusik im frühen 19. Jahrhundert. Walch stand zunächst unter Herzog Friedrich IV. von Sachsen-Gotha-Altenburg und später unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha in Gothaer Diensten und prägte bis 1845 die musikalische Repräsentationskultur des Hofes.
Das Konzert macht ein bislang kaum gehörtes Repertoire wieder lebendig: Märsche, Tänze und Festmusiken, die zwischen höfischem Zeremoniell, militärischer Klangpraxis, festlicher Unterhaltung und künstlerischem Anspruch angesiedelt sind. Die Kompositionen Walchs beruhen auf bislang unveröffentlichten Originalquellen. Darüber hinaus eröffnet das Programm einen weiteren Blick auf die Vielfalt thüringischer Hof- und Unterhaltungsmusik im 18. und 19. Jahrhundert.
Die Veranstaltung steht im thematischen Zusammenhang mit dem Jubiläum des Dynastiewechsels von 1826 und der Entstehung des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Am historischen Ort wird damit ein bedeutender Teil der Gothaer Hofkultur neu zum Klingen gebracht.
Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Erhaltung der Bestände der Forschungsbibliothek wird jedoch gebeten.
Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird zudem um eine schriftliche Anmeldung bis zum 30. Oktober unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.



