Stipendium für literarische Recherche
Auf gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha e. V., des Forschungszentrums Gotha sowie der Literarischen Gesellschaft Thüringen e. V. erhalten Schriftstellerinnen und Schriftsteller seit 2021 die Möglichkeit, mit einem Stipendium in der Forschungsbibliothek Gotha zu recherchieren.
Das Bibliotheksstipendium eröffnet Autorinnen und Autoren aller literarischen Gattungen (Epik, Lyrik, Dramatik) die Gelegenheit, sich in der Recherchephase ihrer literarischen Projekte mit Beständen der Forschungsbibliothek auseinanderzusetzen. Dazu gehören nicht nur über 11.000 Auswandererbriefe oder zahlreiche Egodokumente, Handschriften, Bücher und historische Drucke aus den Privatbibliotheken der ernestinischen Herzöge und Herzoginnen sowie aus der offiziellen Herzoglichen Bibliothek. Auch viele Originalquellen aus der Zeit Martin Luthers und der Frühphase des Protestantismus oder Dokumente, die die Wissens- und Sammlungsgeschichte der Frühen Neuzeit und der Aufklärung beleuchten, stehen als Fundus für Recherchen zur Verfügung.
Das einmonatige Stipendium wird in Kooperation der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha e.V., des Forschungszentrums Gotha sowie der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. vergeben.
Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und den notwendigen Unterlagen entnehmen Sie bitte der Website der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen.
2026 ist Lina Thiede (*1996) für einen Monat in Gotha zu Gast, um im Rahmen des Gothaer Bibliotheksstipendiums für ihren neuen Roman „Dies Irae“ zu recherchieren. schreibt sowohl im Bereich Science Fiction/Fantasy als auch autofiktional und setzt sich in beiden Bereichen vor allem mit gesellschaftlichem Klassendenken sowie der Rolle der Frau auseinander. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem hr2-Literaturpreis, dem Berliner Preis für Science Fiction und zuletzt dem Robert-Gernhardt-Preis des Landes Hessen. Ihr Debütroman „Homo Femininus“ erschien 2020, im Frühjahr 2025 folgte ihr zweiter Roman „Manchmal weißt du, was geschehen wird“.
Zu den Stipendiat*innen und Geförderten gehörten Rainer Merkel (Berlin), Xenia Helms (Berlin), Ralph Grüneberger (Leipzig), Sebastian Stuertz (Hamburg), Yulia Marfutova (Boston / USA) und Maryam Goudarzi (Hamburg), Emma Braslavsky (Berlin) und Steffen Schröder (Potsdam).



