Digitalisierung

Aktuelle Projekte

Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften

Digitalisierung
Astronomisches Traktat (um 1460): Diagramm zur Unterscheidung zwischen Venus meridionalis und septentrionalis

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt bewahrt einen bemerkenswerten Bestand an 525 mittelalterlichen Handschriften auf. Er setzt sich vor allem aus ererbtem, im Dreißigjährigen Krieg erbeutetem und erkauftem Besitz des ernestinischen Herzoghauses Sachsen-Gotha-Altenburg (1640-1825) sowie aus Anschaffungen der (Herzoglichen) Bibliothek Gotha von 1826 bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zusammen.
Die inhaltlich und hinsichtlich ihrer Provenienz heterogenen mittelalterlichen Handschriften spiegeln in ihrer Gesamtheit in erster Linie die bibliophilen und wissenschaftlichen Interessen des Gothaer Herzoghauses, das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts das größte und politisch schwergewichtigste unter den Fürstenhäusern der Ernestinerdynastie war. Sie zeugen darüber hinaus von den ausgeprägten Sammelinteressen der Gothaer Bibliothekare in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Aus dem Gesamtbestand der Bibliothek digitalisiert werden sollen diejenigen mittelalterlichen Handschriftenfonds, die von der Forschung in den letzten Jahrzehnten besonders stark nachgefragt und deren Tiefenerschließung deshalb von der DFG gefördert bzw. deren Beschreibinformationen im Umfang der standardisierten Kurzerfassung nach dem Verfahren der Bestandsliste in Eigenleistung der Bibliothek erfasst worden sind.

Im Laufe des Projekts wird die Forschungsbibliothek Gotha insgesamt 83.800 Digitalisate von 247 Handschriften erstellen, die vollständig und dauerhaft im Open Access bereitgestellt werden.

Laufzeit: Februar 2020 bis September 2021 Gesamtdauer: bis Januar 2022

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektgruppe
Leitung: Dr. Kathrin Paasch (Direktorin der FBG), PD Dr. Monika Müller (Leiterin Abteilung Sammlungen und Bestandserhaltung)
Digitalisierung: Martina Schröder

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Digitalisierung Zettelkataloge der Forschungsbibliothek Gotha

Die Forschungsbibliothek besitzt Zettelkataloge, die im 20. Jahrhundert maschinenschriftlich angelegt wurden und immer noch höchst wertvolle, durchaus noch aktuelle Informationen über handschriftliche Dokumente der Bibliothek oder rechercherelevante Informationen enthalten, so zum Beispiel über Gothaer Briefe, Autographen und Musikalien, aber auch Verzeichnisse historischer Briefeschreiber und -empfänger und ihrer in der Bibliothek aufbewahrten Briefe, außerdem Zeitschriften sowie Friedhöfe und Grabstellen in Gotha.

Als Rechercheinstrument sind die Einträge in diesen Zettelkatalogen im Hinblick darauf, dass noch nicht alle historischen Materialien der Bibliothek nach modernen Kriterien erschlossen sind, oft der erste und einzige Schritt zu einer weiterführenden Recherche.

Im Projekt werden 26.000 Bibliothekskarten einzeln digitalisiert und sukzessive online verfügbar gemacht.

Laufzeit: 2020

Projektgruppe
Leitung: Dr. Kathrin Paasch (Direktorin der FBG), PD Dr. Monika Müller (Leiterin Abteilung Sammlungen und Bestandserhaltung)
Mitarbeit: Dr. Hendrikje Carius, Anke Seifert
Digitalsisierung: Manuela Frank

Religion und Politik in protestantischen Predigten des 16. und 17. Jahrhunderts im thüringisch-sächsischen Raum: Tiefenstrukturanalyse und Erschließung von gedruckten und handschriftlichen politischen Predigten der Forschungsbibliothek Gotha

Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620). Forschungsprojekt an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Die Forschungsbiliothek Gotha ist als Kooperationspartner an diesem Projekt beteiligt.

Projektseite der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Gotha-Portal des Sammlungs- und Forschungsverbundes Gotha

Abgeschlossene Projekte

Atlanten und Karten. Digitalisierung der kartographischen Produktion des Verlages Justus Perthes Gotha (1816–1920)

Die Forschungsbibliothek Gotha digitalisiert die in der Sammlung Perthes überlieferte kartographische Produktion des Verlages Justus Perthes aus dem Zeitraum von 1816 bis 1920. Zur Verlagsproduktion gehören alle Leitprodukte des Verlages, die von ihnen abgeleiteten Produkte, insbesondere Schulatlanten bzw.Taschenatlanten sowie Kartenkommentare, Denkschriften, Vorberichte, Benutzungsanleitungen, Erläuterungen und Verlagskataloge. Die Digitalisate werden in der Digitalen Historischen Bibliothek (DHB) Erfurt/Gotha weltweit verfügbar gemacht. Die Digitalisate werden in den einschlägigen Datenbanken des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes erschlossen. Die Forschungsbibliothek verbessert mit dem Projekt die Sichtbarkeit der Sammlung Perthes und befördert ihre weitere Erschließung, Erforschung und Präsentation.

Laufzeit: 05/2018 - 06/2019 (14 Monate)

Förderer: Thüringer Staatskanzlei

Fördersumme: 26.335 Euro

Projektgruppe
Leitung: Dr. Petra Weigel
Katalogisierung: Ann-Kathrin Rothe
Digitalisierung: Martina Schröder
Studentische Assistenz: Laura-Madlen Fuchs, Louisa-Dorothea Gehrke

Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus: Ein numismatisches Corpus des 16. Jahrhunderts

Die Forschungsbiliothek Gotha war als Kooperationspartner an diesem Projekt beteiligt.

Projektseite des Forschungszentrums Gotha

Digitalisierung von im VD 17 nachgewiesenen unikalen Drucken der Forschungsbibliothek Gotha

Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt mehr als  Titel aus der Zeit von 1601 bis 1700, die nur hier nachzuweisen sind. Diese Titel sind vollständig im Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD17) sowie im Online-Katalog der Bibliothek erfasst. Im Rahmen des nationalen Masterplans zur Digitalisierung des Verzeichnisses der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts hat die Bibliothek 3.033 unikale Titel mit 424.546 Scans digitalisiert. Alle Digitalisate sind in der Digitalen Historischen Bibliothek Erfurt/Gotha einsehbar und sind im Online-Katalog nachgewiesen.

Digitalisiert wurden folgende Sachgruppen, die den Kern der  Herzoglichen Sammlung bilden: Theologie, Philosophie, Geschichte, Mathematik, Politik, Jurisprudenz, Biographie und Poesie. Diese Gruppen waren die Sammelschwerpunkte der Herzoghauses Sachsen-Gotha-Altenburg (1640-1825). Zur Unterstützung laufender Forschungsvorhaben wurde das Korpus während der Projektlaufzeit um Titel aus anderen Signaturgruppen erweitert.

Laufzeit: 12/2014–01/2018

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektgruppe
Leitung: Dr. Kathrin Paasch
Koordination: Dr. Wolfgang Runschke
Katalogisierung: Nancy Kandetzki, Ruven Wolff
Digitalisierung: Irina Brückner, Petra Haller, Danny Kührlein, Sarah Mey, Sandra Niller, Martina Schröder

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Höfische Kulturräume in Mitteldeutschland

Pietistische Kommunikationsnetzwerke: Erschließung der pietistischen Korrespondenz im Hauptarchiv der Franckeschen Stiftungen zu Halle und in der Forschungsbibliothek Gotha

Der Hallesche Pietismus als Reformbewegung erzeugte im 18. Jahrhundert ein nahezu weltweites Echo aufgrund gut organisierter und weit gespannter Kommunikationsnetzwerke um August Hermann Francke. Erhalten ist die Korrespondenz mit den universitären, kirchlichen und staatlichen Institutionen in Halle, Berlin und Preußen sowie mit Partnern im Ausland von etwa 1660 bis 1769. Diese gibt Aufschluss über die Entstehung, Etablierung und Wirkung des Halleschen Pietismus.

18.000 Briefe im Hauptarchiv der Franckeschen Stiftungen Halle und 65 umfangreiche Briefbände in Gotha wurden in einer Datenbank der Franckeschen Stiftungen erschlossen und können über das nationale Verbundinformationssystem für Nachlässe und Autografen Kalliope recherchiert werden.

Laufzeit: 2008-2012

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektpartner: Studienzentrum der Franckeschen Stiftungen zu Halle

Projektgruppe
Leitung: Dr. Britta Klosterberg (Halle),
Dr. Jürgen Gröschl (Halle), Dr. Kathrin Paasch (Gotha)
Wissenschaftliche Bearbeitung/Betreuung: Dr. Jürgen Gröschl (Halle), Cornelia Hopf (Gotha)
Katalogisierung: Dr. Carsten Hommel (Halle), Dr. Erika Papst (Halle)
Studentische Assistenz: Eric Nagel (Halle)

gesonderte Projektwebsite

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Katalogisierung und Teildigitalisierung der Druckschriften des 15., 16. und 17. Jahrhunderts der Forschungsbibliothek Gotha und der Universitätsbibliothek Erfurt

Katalogisierung der Privatbibliotheken im Zeitalter der Aufklärung in der UFB Erfurt/ Gotha