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Neuer Blogbeitrag der Forschungsbibliothek Gotha: „Vom sächsischen Kurfürsten zum biblischen König?“ - Ernestinische Bildpropaganda auf Bucheinbänden nach der Niederlage Johann Friedrichs I. 1547 im Schmalkaldischen Krieg

Der bußfertige König David, knieend vor der Erscheinung Gottes in den aufziehenden Wolken, zählt zu den beliebtesten biblischen Motiven für bildlich geprägte Bucheinbände des 16. und frühen 17. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. In mehreren Fällen spielt David die Harfe, sein Hauptattribut neben der Krone. Viel häufiger hat er aber Harfe und Zepter abgelegt und streckt seine Arme mit geöffneten Händen gen Himmel. Während fast alle dieser Darstellungen fest in der mittelalterlichen Bildtradition stehen, weichen drei bisher bekannte Platten davon ab.

Platte aus der Werkstatt Lukas Weischners mit Darstellung von Herzog Johann Friedrich I. von Sachsen (?) als König David, Jena [benutzt 1599].

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