Professur für Moraltheologie und Ethik

Informationen für Studierende:

  • Bei Interesse am Kolloquium und Prüfungsvorbereitung zur Vorlesung "Grundlagen der Moraltheologie" (MTheol 2021 V 363 S) wenden Sie sich bitte an Herrn Litwin, um individuelle Absprachen zu treffen.

Ankündigung moraltheologisches Seminar im WS 22/23: „Ethische Kriterien für Eingriffe in die menschliche Keimbahn“

Molekularbiologische Instrumente wie die Genschere CRISPR-Cas 9, die gezielte Eingriffe in das menschliche Genom für therapeutische oder präventive Maßnahmen wie auch zum Zweck der Optimierung menschlicher Eigenschaften ermöglichen, stehen der Humanmedizin in zunehmendem Maße zur Verfügung. Damit eröffnet sich auch die Option, in die menschliche Keimbahn einzugreifen und das Erbgut zukünftiger Generationen zu steuern.

Das Seminar fragt in kritischer Haltung zur Stellungnahme des Deutschen Ethikrats nach den ethischen Kriterien (Grundprinzipien, Orientierungsmaßstäbe), welche die Genomchirurgie leiten.

Mehr dazu finden Sie im Ankündigungstext

Zeitraum: montags 14.00–15.30 Uhr – SR 3

Übersicht der Neuerscheinungen

Josef Römelt: Erfüllung im Diesseits. Wie Gegenwartsutopien die christliche Heilsbotschaft herausfordern, Freiburg/Basel/Wien 2021.

Das religiöse Sinnangebot einer letzten Verankerung in Gott, in einem Leben nach dem Tod, scheint heutzutage gegenüber der Faszination des Diesseits, dem Leben im Hier und Jetzt zu verblassen. Das Buch ergründet diese geistige Atmosphäre unserer Gegenwart und tritt dazu in einen Dialog mit den Denkern Yuval Noah Harari (»Homo Deus«) und Hartmut Rosa (»Resonanz«), deren Utopien ein großes Echo gefunden haben. Der Autor zeigt, wie der Glaube dabei eine neue Sprache finden kann: als Einladung an die menschliche Sehnsucht nach tiefer Vitalität, Lebensfreude und Lebenszugewandtheit, sich selbst auch in den Grenzerfahrungen von Scheitern, Krankheit und Tod zu vertrauen.

Thomas Bahne / Josef Römelt (Hg.): Lebenswert in Verantwortung. Ethische Herausforderungen in der Corona-Pandemie (Erfurter Theologische Studien 120), Würzburg 2022.

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie stehen medizinische und soziale Aspekte im Vordergrund. Sie werfen eine Fülle von ethischen Fragen auf: Wie menschlich umgehen mit der Einsamkeit im Lockdown? Wie die wirtschaftlichen Lasten gerecht verteilen? Ist die Solidarität zur Überwindung der Krise unabdingbar? Bloß erzwungen oder in tiefen Werten begründet? Prägen sie die Lebensgemeinschaft in Europa und in der global vernetzten Welt? Wie medizinische Ressourcen angesichts extremer Notlagen moralisch und rechtlich verantwortungsvoll zur Verfügung stellen? Was bedeutet es, Grenzen, die dabei erlebt werden, auf dem Hintergrund verbindlicher ethischer Prinzipien angemessen zu integrieren?

Der vorliegende Band bemüht sich um die Klärung solcher Problemstellungen. Und er möchte aus theologischer Sicht Hoffnung machen, weil in den harten Konflikten der christliche Glaube eine Hilfe ist.

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Thomas Bahne (Hg.): Verletzbarkeit des Humanen. Sexualisierte Gewalt an Minderjährigen im interdisziplinären Diskurs. Unter Mitwirkung von P.-C. Link (LMU München), Regensburg 2021.

Die Debatte um die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen, die durch die sog. MHG-Studie angestoßen wurde, wird im vorliegenden Band in multidimensionaler Perspektive vertieft. Das Rechtsgut "Kindeswohl" sowie die spezifische Verletzbarkeit von Kindern und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt. Mit dem ethischen Prinzip und interdisziplinären Konzept der Vulnerabilität wird ein Analyseinstrument verwendet, das eine neue Sicht auf sexualisierte Gewalt in Familien, Institutionen und Vereinen ermöglicht, deren systemische Risikopotenziale besonders beleuchtet werden. Gemeinsam mit Betroffenen zeigen Fachleute aus den Bereichen Theologie, Philosophie, Medienethik, Kriminalsoziologie, Sozialpsychologie, Psychiatrie, Erziehungswissenschaft, (Kirchen-)Rechtswissenschaft u. a. Interventions- und Präventionswege für einen verantwortlichen Umgang mit der gesellschaftlich lange tabuisierten Thematik auf.

Ansprechpartner

Inhaber der Professur für Moraltheologie und Ethik
(Katholisch-Theologische Fakultät)
Mitarbeitergebäude 3 (Villa Martin) / Raum 10
Sprechzeiten
donnerstags 13:30-14:30 Uhr nach vorheriger Anmeldung per E-Mail
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Sekretariat

Claudia Pätzold
Sekretariat der Professur Moraltheologie und Ethik
(Katholisch-Theologische Fakultät)
Villa Martin, Raum E8
Sprechzeiten
Dienstag bis Donnerstag 10–12.30 Uhr sowie 14–15 Uhr.
Montag und Freitag geschlossen.

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Die Villa Martin der Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt im Frühjahr
Blick auf die Villa Martin

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