Lehrveranstaltungen

Bitte informieren Sie sich zu aktuellen Lehrveranstaltungen über die elektronische Lehrveranstaltungs- und Informationsplattform der Universität Erfurt E.L.V.I.S. sowie über die eLearning-Plattform moodle. Für Rückfragen steht Ihnen die Professur gern jederzeit zur Verfügung.

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21

Seminar: Ethische Fragen im Kontext der Corona-Pandemie

Ethische Fragen im Kontext der Corona-Pandemie

Dozent:
Dr. Thomas Bahne

Beschreibung:
Die SARS-CoV-2-Pandemie hat die ethischen Diskurse im Spannungsfeld von staatlicher Gesundheitsfürsorge und individuell-sozialer Verantwortung im Umgang mit Rechten und Pflichten zum Schutz der körperlichen und seelischen Gesundheit befeuert. Maßnahmen wie Kontakt- und Reisebegrenzungen, sollen Leib und Leben aller – insbesondere auch vulnerabler Personen(-gruppen) – schützen. Zugleich beinhalten sie Risikopotentiale: Als Schattenseite der sozialen (Selbst-)Isolation beklagen Psycholog*innen eine Zunahme von Vereinsamung, psychischen Erkrankungen, (sexualisierter) häuslicher Gewalt und Suiziden. Bereits wiederholt hat der Bundesgesundheitsminister den Deutschen Ethikrat um Stellungnahme zu ethischmoralischen Konfliktfeldern im Kontext der Covid-19-Pandemie angerufen.

Das moraltheologische Seminar möchte – mit Blick auf die kontroversen Ansätze von Ethiktheorien in der Medizin – folgende Diskursfelder aus theologisch-ethischer Perspektive befragen: Wie lassen sich Chancen und Risiken von „Sozialer Distanzierung“ abwägen? Ist gar eine Güterabwägung zwischen Lebensschutz und Menschenwürde – so W. Schäuble – denkbar? Nach welchen Kriterien soll die Triage bei verknappten intensivmedizinischen Ressourcen erfolgen? Welche Grundsätze gelten für klinische Humanversuche mit nichtzugelassenen Medikamenten (experimentelle Therapie) oder Impfstoffen? Nach welchen Prinzipien soll die globale Bevölkerung Zugang zu einer COVID-19-Therapie bzw. Präventionsmaßnahmen erhalten? Wie zuverlässig sind Corona-Antikörpertests oder KIBerechnungen von Medikamentenwirksamkeit? Worin liegen Chancen und Risiken einer Corona-Tracing-App, eines Immunitätsausweises (Corona-Pass) oder einer allgemeinen Impfpflicht? Sind die Chancen und Risiken einer beschleunigten Digitalisierung in der Medizin (elektronische Patientenakte, Telemedizin) politisch steuerbar? Schließlich wäre auch die theologisch-ethische Grundsatzfrage nach dem Verhältnis von medizinischem Handeln und christlichem Menschenbild in der Corona-Krise neu zu akzentuieren.

Termin:
montags, 14 bis 16 Uhr, Seminarraum 3

Anmeldung per E-Mail:
thomas.bahne@uni-erfurt.de

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

Vorlesung: Einführung in die praktische Philosophie

Vorlesung: Einführung in die praktische Philosophie

Dozent:
Prof. Dr. Josef Römelt

Beschreibung:
Die Vorlesung soll dem grundlegenden Zugang zu Fragen der Ethik dienen. Ausgegangen wird von einer Untersuchung der Elemente der moralischen Erfahrung im Alltag und von einem Überblick über die Deutung dieser Erfahrung in der abendländischen Geschichte (antike Naturrechtsethik, neuzeitliche Ethik der Autonomie, moderner Existentialismus und Utilitarismus, postmoderne Biozentrik). Grundlegende Begriffe der Ethik werden diskutiert: Gewissen, Schuld, Norm, Naturrecht, Menschenrecht. Den Abschluss der Vorlesung bildet die Auseinandersetzung mit philosophischen Ansätzen der Ethik in der Gegenwart im Blick auf die Aufgaben der Moraltheologie als theologischer Ethik heute.

Literatur:
wird in den Sitzungen noch bekanntgegeben

Termin:
Montag, 14:00-16:00
 

Vorlesung: Moralische Überzeugungen als Ressource humaner Kultur

Vorlesung: Moralische Überzeugungen als Ressource humaner Kultur

Dozent:
Prof. Dr. Josef Römelt

Beschreibung:
Christliche Werte sind in der heutigen pluralistischen Gesellschaft häufig umstritten. Und doch sind sie eine Quelle humaner Kultur gerade in den Konflikten des heutigen Lebens. Wie wichtig die moralischen Überzeugungen, die sich als Konsequenz aus dem christlichen Glauben ergeben, auch für die heutige Zeit sind, soll an den Herausforderungen des familiären Lebens, am Verständnis der Ehe sowie an der Sterbekultur gezeigt werden.

Literatur:
wird in den Sitzungen noch bekanntgegeben

Termin:
Dienstag, 10.00-12:00

Vorlesung: Theologische Ethik unter den Bedingungen komplexer Gesellschaft - Spezialfragen

Vorlesung: Theologische Ethik unter den Bedingungen komplexer Gesellschaft - Spezialfragen

Dozent:
Prof. Dr. Josef Römelt

Beschreibung:
-

Literatur:
wird in den Sitzungen noch bekanntgegeben

Termin:
Donnerstag, 10.00-12:00

Seminar: Theoretische Grundlagen der Rhetorik und Anwendung von Rede- und Präsentationstechniken

Seminar: Theoretische Grundlagen der Rhetorik und Anwendung von Rede- und Präsentationstechniken

Dozenten:
Prof. Dr. Josef Römelt, Rico Chmelik

Beschreibung:

Die Anmeldung erfolgt über das zentrale Verteilungsverfahren: www.uni-erfurt.de/stufu/aktuelles/.

Sie erfahren in diesem Rhetorik-Seminar die Grundlagen der Redekunst und eine Antwort auf die Frage wie Sie erfolgreich in der Kommunikation beim Reden vor einer Gruppe sein können und andere Menschen von Ihrem Anliegen überzeugen. Dazu werden die verschiedenen theoretischen Rhetorik-Instrumente anhand von Kurzübungen reflektiert und eingeübt. Im Seminar lernen die Teilnehmer außerdem: • Rhetorik & Ethik: Über die Kunst und Macht der Sprache • Die Verknüpfung von Information und Entertainment, so dass niemand mehr abschaltet • Sprachmarotten: 'eigentlich', 'ähm', 'sozusagen'... und wie bekomme ich sie weg

• Wie strahle ich Selbstbewusstsein aus, obwohl ich mich nicht danach fühle
• Der Weg von verkopften Nebelaussagen zu konkreten Beispielen die überzeugen
• Wie entsteht Spannung in einer Rede / Präsentation
• Zeitlupentechnik: Wie Sie ein Ergebnis / eine Leistung zur Hochwirkung bringen
• Geschichten so erzählen, dass Sie eine Stecknadel fallen hören können
• Verkünden statt begründen: Wie müssen Sie Aussagen inszenieren um Emotionen auszulösen
• Wie Sie zu jedem beliebigen Thema, ohne jegliche Vorbereitung, spontan eine elegante Rede halten können
• Wie Sie in Bildern argumentieren und höchste Überzeugung erreichen • Training von Gestik, Körperhaltung, Stimm- und Atemtechnik

Prüfungsleistung: mündliche/praktische Prüfung

Literatur:
wird in den Sitzungen noch bekanntgegeben

Termine:
08.05.2020: 14:00-20:00
09.05.2020: 09:00-17:00
05.06.2020: 14:00-20:00
06.06.2020: 09:00-17:00

Ringvorlesung: Vulnerabilität des Humanen. Das Phänomen sexualisierter Gewalt im interdisziplinären Diskurs

Ringvorlesung: Vulnerabilität des Humanen. Das Phänomen sexualisierter Gewalt im interdisziplinären Diskurs

Dozenten / Organisation:
Dr. Thomas Bahne, Pierre-Carl Damian Link OSA

Beschreibung:
Die Anmeldung zur Lehrveranstaltung erfolgt über das zentrale Verteilungsverfahren: www.uni-erfurt.de/stufu/aktuelles/.

Die 2018 publizierte wissenschaftliche Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen im Raum der katholischen Kirche (MHG-Studie) hat das gesamtgesellschaftliche Phänomen sexualisierter Gewalt im Kontext einer Institution erforscht und eine Debatte um die unabhängige Aufarbeitung dieses Phänomens in Gang gesetzt. Die Ergebnisse dieser Studie bedürfen einer Interpretation und Einordung in aktuelle wissenschaftliche Diskurse. Hierzu will diese Ringvorlesung einen Beitrag leisten, indem sie aus unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Perspektiven das Phänomen sexualisierter Gewalt kritisch und tiefergehend analysiert, um ein Verstehen, dort wo es möglich ist, und einen Dialog zu initiieren, der zur Aufhellung des Phänomens beiträgt. Mit dem ethischen Prinzip und interdisziplinäres Konzept der Vulnerabilität wird ein Analyseraster zur Verfügung gestellt, das neue Perspektiven auf sexualisierte Gewalt in Familien, Institutionen und Vereinen ermöglichen soll. Die besondere Verwundbarkeit von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen soll dabei – neben einer Analyse von Strukturen und Täterprofilen – im Zentrum der Ringvorlesung stehen. Damit ist die Opferperspektive für unser Anliegen zentral, denn bei der Aufdeckung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs sind die Betroffenen maßgebend.

Der mit dieser Ringvorlesung angezielte interdisziplinäre Diskurs erfolgt aus philosophisch-ethischer, medizinischer, psychologisch-psychoanalytischer, theologisch-ethischer, pädagogischer, psychiatrisch-psychotherapeutischer, soziologischer, kultur- sowie staatswissenschaftlicher Perspektive. Nach dem Aufzeigen einer Verbindung zur Vulnerabilität des Humanen an sich, werden Perspektiven der Intervention und Prävention sowie inhaltliche Konsequenzen eröffnet. Zugleich wird eine Bewusstseins- und Haltungsbildung angestrebt, die einen kritischen und verantwortlichen Umgang mit einer gesellschaftlich lange tabuisierten Thematik ermöglichen soll.Die Lehrveranstaltung findet im Kiliani-Hörsaal der Kath.-Theol. Fakultät (Domstraße 10) statt.

Prüfungsleistung: Klausur

Literatur:
Sabine Andresen/Claus Koch/Julia König (Hg.), Vulnerable Kinder. Interdisziplinäre Annäherung, Wiesbaden 2015.

Thomas Bahne, Ethische Grundlagen des Kindeswohls. Die spezifische Vulnerabilität als Schlüsselprinzip eines Perspektivenwechsels, in: Theologie der Gegenwart 62 (4/2019), 296-308.

Hildegund Keul, Prävention als Zeichen der Zeit. Die unerhörte Macht der Verwundbarkeit und der Heilsauftrag der Kirche, in: Mary Hallay-Witte/Bettina Janssen (Hg.), Schweigebruch. Vom sexuellen Missbrauch zur institutionellen Prävention. Freiburg 2016, 271-289.

Daniel Burghardt u. a., Vulnerabilität. Pädagogische Herausforderungen, Stuttgart 2017.

Termine:
14.04.2020-07.07.2020: 18:00-20:00

Bitte beachten: Aufgrund der Corona-Epidemie wurde der Semesterstart an der Universität Erfurt auf den 4. Mai 2020 verschoben. Zu diesem Termin startet die Ringvorlesung als digitales Lehrangebot im Studium Fundamentale.

Weitere Informationen:
Plakat als PDF zum Download; Flyer als PDF zum Download; Organisatorische Hinweise bzgl. Corona zum Download

Moraltheologisches Seminar: Vulnerabilität des Humanen. Das Phänomen sexualisierter Gewalt im interdisziplinären Diskurs

Moraltheologisches Seminar: Vulnerabilität des Humanen. Das Phänomen sexualisierter Gewalt im interdisziplinären Diskurs

Dozenten / Organisation:
Dr. Thomas Bahne, Pierre-Carl Damian Link OSA

Beschreibung:
Die Anmeldung zur Lehrveranstaltung erfolgt über das zentrale Verteilungsverfahren: www.uni-erfurt.de/stufu/aktuelles/.

Die 2018 publizierte wissenschaftliche Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen im Raum der katholischen Kirche (MHG-Studie) hat das gesamtgesellschaftliche Phänomen sexualisierter Gewalt im Kontext einer Institution erforscht und eine Debatte um die unabhängige Aufarbeitung dieses Phänomens in Gang gesetzt. Die Ergebnisse dieser Studie bedürfen einer Interpretation und Einordung in aktuelle wissenschaftliche Diskurse. Hierzu will diese Ringvorlesung einen Beitrag leisten, indem sie aus unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Perspektiven das Phänomen sexualisierter Gewalt kritisch und tiefergehend analysiert, um ein Verstehen, dort wo es möglich ist, und einen Dialog zu initiieren, der zur Aufhellung des Phänomens beiträgt. Mit dem ethischen Prinzip und interdisziplinäres Konzept der Vulnerabilität wird ein Analyseraster zur Verfügung gestellt, das neue Perspektiven auf sexualisierte Gewalt in Familien, Institutionen und Vereinen ermöglichen soll. Die besondere Verwundbarkeit von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen soll dabei – neben einer Analyse von Strukturen und Täterprofilen – im Zentrum der Ringvorlesung stehen. Damit ist die Opferperspektive für unser Anliegen zentral, denn bei der Aufdeckung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs sind die Betroffenen maßgebend.

Der mit dieser Ringvorlesung angezielte interdisziplinäre Diskurs erfolgt aus philosophisch-ethischer, medizinischer, psychologisch-psychoanalytischer, theologisch-ethischer, pädagogischer, psychiatrisch-psychotherapeutischer, soziologischer, kultur- sowie staatswissenschaftlicher Perspektive. Nach dem Aufzeigen einer Verbindung zur Vulnerabilität des Humanen an sich, werden Perspektiven der Intervention und Prävention sowie inhaltliche Konsequenzen eröffnet. Zugleich wird eine Bewusstseins- und Haltungsbildung angestrebt, die einen kritischen und verantwortlichen Umgang mit einer gesellschaftlich lange tabuisierten Thematik ermöglichen soll.Die Lehrveranstaltung findet im Kiliani-Hörsaal der Kath.-Theol. Fakultät (Domstraße 10) statt.

Prüfungsleistung: Klausur

Literatur:
Sabine Andresen/Claus Koch/Julia König (Hg.), Vulnerable Kinder. Interdisziplinäre Annäherung, Wiesbaden 2015.

Thomas Bahne, Ethische Grundlagen des Kindeswohls. Die spezifische Vulnerabilität als Schlüsselprinzip eines Perspektivenwechsels, in: Theologie der Gegenwart 62 (4/2019), 296-308.

Hildegund Keul, Prävention als Zeichen der Zeit. Die unerhörte Macht der Verwundbarkeit und der Heilsauftrag der Kirche, in: Mary Hallay-Witte/Bettina Janssen (Hg.), Schweigebruch. Vom sexuellen Missbrauch zur institutionellen Prävention. Freiburg 2016, 271-289.

Daniel Burghardt u. a., Vulnerabilität. Pädagogische Herausforderungen, Stuttgart 2017.

Termine:
14.04.2020-07.07.2020: 18:00-20:00

Weitere Informationen:
Plakat als PDF zum Download; Flyer als PDF zum Download; Organisatorische Hinweise bzgl. Corona zum Download

Ansprechpartner

Inhaber der Professur für Moraltheologie und Ethik
Mitarbeitergebäude 3 (Villa Martin) / Raum 10
Sprechzeiten
donnerstags 13:30-14:30 Uhr nach vorheriger Anmeldung per E-Mail
zur Profilseite

Sekretariat

Anja Geibies
Anja Geibies
Sekretariat der Professur für Moraltheologie und Ethik
Mitarbeitergebäude 3 (Villa Martin) / Raum 7
Sprechzeiten
montags bis donnerstags 14-15 Uhr sowie mittwochs und donnerstags 10-12:30 Uhr