Die Forschungsgruppe „Soziale und menschliche Infrastrukturen für zukünftige Übergänge“ (SHIFT) vereint Experten aus den Bereichen Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Pädagogik und Wirtschaftsforschung. Dieses Projekt befasst sich mit der sogenannten doppelten Transformation – also dem Klimawandel und den Umbrüchen durch neue digitale Technologien.
„SHIFT“ wird zwei bestehende Forschungslinien der Universität Erfurt zu einem gemeinsamen, interdisziplinären Forschungsprojekt zusammenführen. Bislang wurden diese Herausforderungen meist getrennt betrachtet und ihre unterschiedlichen Ebenen – Individuen, Organisationen oder staatliche Strukturen – auch getrennt untersucht. Die neue Forschungsgruppe „SHIFT” möchte diese Fragmentierung überwinden, also die Doppel-Transformation integriert, interdisziplinär und international vergleichend untersuchen.
Die Wissenschaftler*innen schauen sich dafür mehrere Ebenen gleichzeitig an: die Makroebene (staatliche Kapazitäten, politische Systeme, Kommunikationsstrukturen), Mesoebene (z.B. Medien, Parteien und andere Organisationen) und die Mikroebene, also Einstellungen, Bildung, sozioökonomischer Hintergrund oder politische Orientierungen. Ihr Ziel ist es, daraus praktische Empfehlungen für die Frage abzuleiten, wie politische Maßnahmen aussehen müssen, damit sie sowohl akzeptiert als auch umsetzbar sind.