Doktorand (Forschungszentrum Gotha)

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Forschungszentrum Gotha (Gotha, Schloßberg 2)

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Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (FZG)
Schloßberg 2
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Erik Liebscher

Curriculum Vitae

Februar 2018 – April 2021

Promotionsstipendiat im Nachwuchskolleg „Wissensgeschichte der Neuzeit“ am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Juni/Juli 2017

Freie Mitarbeit im Ausstellungsprojekt „Alles in Allem. Die Welt des mystischen Philosophen Jakob Böhme“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

2015 – 2018

Wissenschaftliche Hilfskraft im DFG-Projekt „Die Mission der englischen Philadelphier in Deutschland, der Aufbau ihrer Netzwerke und die sprachliche Transmission ihres Gedankenguts“ am Forschungszentrum Gotha

2014 – 2017

MA-Studium der Sammlungsbezogenen Wissens- und Kulturgeschichte an der Universität Erfurt

2012 – 2015

Studentische Hilfskraft und Tutor im Bereich „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ an der Universität Erfurt

2011 – 2014

BA-Studium der Geschichtswissenschaft (Hauptfach) und Literaturwissenschaft (Nebenfach) an der Universität Erfurt

Forschungsinteressen

  • Selbstzeugnisforschung
  • Geschichte des Adels
  • Sozietätsgeschichte, insbesondere Geschichte der Freimaurerei und des Illuminatenordens
  • Hof- und Residenzenforschung
  • Wissens- und Wissenschaftsgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts
  • Geschichte der Polarforschung
  • (digitale) Editorik

Forschungsprojekt

Das adelige Ich am Ende des Ancien Régime. Die Tagebücher Christian Georg von Helmolts und Karl Heinrich Julius von Salischs (Arbeitstitel)

Anhand der Tagebücher des Gothaer Gardekommandanten und Kammerherren Christian Georg von Helmolt (1728–1805), aus den Jahren 1783 bis 1788 (FB Gotha, Chart. B 1950 a-i), sowie den Journalen des Hofjunkers und Publizisten Karl Heinrich Julius Graf von Salisch (1769–1833), aus den Jahren 1794 bis 1806 (FB Gotha, Chart. B 1859 und B 1860), analysiere ich die Selbstentwürfe (nieder-)adeliger Schreiber in Gotha um 1800.

Die Untersuchung knüpft an die Selbstzeugnisforschung, konkret an das Verständnis autobiographischen Schreibens als soziale Praxis an. Ziel ist es, Prozesse der Selbstkonstitution in den Tagebüchern nachzuvollziehen, um letztlich herauszuarbeiten, wie adelige Identität angesichts der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse am Ende des 18. Jahrhunderts ausgebildet wurde. Ein Fokus liegt hierbei auf der Frage, welche Rolle Konzepte und Vorstellungen von Maskulinität in der adeligen Selbstverständigung spielten und ob spezifisch adelige Entwürfe von Männlichkeit existierten.

Dadurch generiert die Arbeit Einblicke in verschiedenste Aspekte des residenzstädtischen und höfischen Alltags und leistet einen Beitrag zur Erforschung der Thüringer Adelslandschaft, die – speziell im Hinblick auf das 18. Jahrhundert – vergleichsweise wenig untersucht ist.

Publikationen

Aufsätze

Zwischen Wirtshaus und Akademie. Die Mikroskope des reisenden Optikers J. B. Oppelt, in: Julia A. Schmidt-Funke, Gunhild Berg, Martin Mulsow (Hrsg.): Das Schloss als Hörsaal. Ludwig Christian Lichtenbergs Vorlesung über die Naturlehre und die residenzstädtische Wissensproduktion um 1800. Stuttgart 2021, S. 109–144.

gemeinsam mit Matthias Rekow: Ein Kabinett für den Herzog? Die Gothaer Sammlung mathematisch-physikalischer Instrumente, in: Julia A. Schmidt-Funke, Gunhild Berg, Martin Mulsow (Hrsg.): Das Schloss als Hörsaal. Ludwig Christian Lichtenbergs Vorlesung über die Naturlehre und die residenzstädtische Wissensproduktion um 1800. Stuttgart 2021, S. 319–398.

Das adelige Ich. Praktiken der Subjektivierung in den Tagebüchern Christian Georg von Helmolts (1728–1805) und Karl Heinrich Julius von Salischs (1769–1838), in: Mitteilungen der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Neue Folge: Stadt und Hof 8 (2019), S. 161–171.

Zwischen Lebenszeichen und Selbstinszenierung – Soldaten des Königlich Sächsischen 1. Jäger-Bataillons Nr. 12 schreiben aus dem Ersten Weltkrieg, in: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins 109/110 (2016), S. 251–280.

Online-Beiträge

Julius Payer entdeckt Petermannland – Wie eine Chimäre in die Karten des Perthes Verlages einging, in: Fundstücke, Blog der Sammlung Perthes Gotha, 15.10.2015.

Rezensionen

Paul Beckus, Thomas Grunewald, Michael Rocher (Hrsg.): Niederadel im mitteldeutschen Raum (um 1700–1806). Halle 2019, H-Soz-Kult, 01.12.2020.

Tagungsberichte

Divine Wisdom and Worldly Knowledge: Scholarly Culture and Religious Reform in the Seventeenth Century, 05.12.2016 – 06.12.2016, Gotha, H-Soz-Kult, 14.06.2017.

Das Schloss als Hörsaal. Ludwig Christian Lichtenbergs ‚Vorlesung über die Naturlehre‘ und die residenzstädtische Wissensproduktion um 1800, 23.10.2017 – 24.10.2017, H-Soz-Kult, 17.02.18.

Lehrveranstaltungen

Noblesse oblige – Niederer Adel in der Frühen Neuzeit, Proseminar, Universität Leipzig, Sommersemester 2022.

Reisen ins ‚Unbekannte‘ – Überseeische Kulturkontakte in der Frühen Neuzeit, Proseminar, Universität Leipzig, Wintersemester 2021/2022.

[Gemeinsam mit Julia A. Schmidt-Funke]: Hohe Herrschaften – niederer Adel. Nobilität in der Frühen Neuzeit, Proseminar, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Wintersemester 2019/2020.

Tutorium „Frühe Neuzeit“, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Wintersemester 2019/2020.