Hiob-Ludolf-Fellowship

Im Rahmen des Herzog-Ernst-Stipendienprogramms werden Hiob-Ludolf-Fellowship zur Erforschung der Gothaer vergeben. Gefördert wird die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Beständen der Bibliothek und den historischen Sammlungen des Verlages Justus Perthes sowie der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

 

Das Format richtet sich an etablierte nationale und internationale Senior Scholars, die einen Forschungsaufenthalt von einem bis zwei Monaten in Gotha verbringen wollen. Sie erhalten hierfür eine Erstattung der Reise- und Aufenthaltskosten von bis zu 1.500 Euro monatlich, ein eigenes Büro samt Rechnerausstattung, je nach inhaltlichem Schwerpunkt im Forschungszentrum Gotha oder im Forschungskolleg Transkulturelle Studien / Sammlung Perthes mit Zugang zur dortigen Infrastruktur. Für Fellows mit Kindern wird ein Familienzuschlag in Höhe von 100 Euro monatlich gewährt. Als Nachweis gilt die Geburtsurkunde.

 

Das Herzog-Ernst-Stipendienprogramm an der Forschungsbibliothek Gotha und am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt fördert die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Beständen der Bibliothek und den historischen Sammlungen des Verlages Justus Perthes sowie der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

 

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf:

 

  •     Kultur des europäischen Fürstenhofs am Beispiel Gotha;
  •     Verlags- und Buchhandelsgeschichte;
  •     Wissens- und Wissenschaftskulturen als Global-, Transfer- und Verflechtungsgeschichte, 16. bis 20. Jh.;
  •     Rezeption und Geschichte der europäischen Literatur, vornehmlich 16. bis frühes 19. Jh.;
  •     Geschichte der Religionskulturen des klassischen Altertums, des Protestantismus und des Islam;
  •     Philosophie und Geschichte der deutschen und europäischen Aufklärung;
  •     Heterodoxie, Dissidenz und Subversion;
  •     Wissenschafts- und Wissensgeschichte der Geisteswissenschaften, wie z. B. Numismatik, Orientalistik, Philologie;
  •     Wissensgeschichte der Naturwissenschaften, wie z. B. Alchemie, Astronomie und Botanik;
  •     Wissensgeschichte raumorientierter Disziplinen, wie z. B. Geographie, Geologie, Ethnologie und Statistik, 16. bis 20. Jh.;
  •     Kartographie- und Imperialgeschichte;
  •     Kartographie und „critical geopolitics“ sowie
  •     Objektgeschichte und historische Forschungen zu materieller Kultur.

 

Das Programm wird gefördert von der Ernst-Abbe-Stiftung.

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