Veranstalter: Historische Kommission für Thüringen und Schatzkammer Thüringen in Kooperation mit dem Forschungszentrum Gotha
Ort: Forschungszentrum Gotha, Schloßberg 2, Vortragssaal
Datum: 29. Oktober 2026
Programm
9.30 Uhr Eintreffen
10.00 Uhr Kai Lehmann, Schmalkalden: Begrüßung
10.10 Uhr Marko Kreutzmann, Jena: Bericht vom 33. Tag der Thüringischen Landesgeschichte und Projektbeschreibung „Residenzen – Landschaft – Raum?“
10.30 Uhr Sabrina Lüderitz, Rudolstadt: Die Sammlung des Residenzschlosses Heidecksburg und der Schwarzburger Raum um Rudolstadt
11.15 Uhr Tobias Pfeiffer-Helke, Gotha: Die Sammlungen der Friedenstein Stiftung Gotha
12.00 Uhr Mittagspause
13.00 Uhr Philipp Adlung, Meiningen: Die Sammlung der Meininger Museen und der Landschaftsraum der Meininger Herzöge
13.45 Uhr Ingo Weidig, Kloster Veßra / Janis Witowski, Schleusingen: Das neue Schaumagazin des Museums Schloss Bertholdsburg und des Klosters Veßra – Geschichte und Zukunft
14.30 Uhr Kaffeepause
15.00 Uhr Kai Lehmann, Schmalkalden: Was passiert, wenn Residenz auszieht?
15.45 Uhr Schlussbetrachtung
17.15 Uhr Öffentlicher Abendvortrag
Kai Lehmann, Schmalkalden: Hexen vor Gericht! Krisen, Angst und Massenmedien
Leitung: Thomas Moenius (Inzlingen) & Martin Mulsow (Erfurt)
Datum: Montag, den 9. November 2026
Ort: Vortragssaal des Forschungszentrums, Schloßberg 2
Programm (Download PDF)
9.30 Uhr – 09.45 Uhr: Einführung
Session: Gunter Eberhardt (Weil)
09.45 Uhr – 10.15 Uhr: Michael Moennich (Karlsruhe), Die Alchemie in Thomas Campanellas Schriften
10.15 Uhr – 10.45 Uhr: Tobias Bulang (Heidelberg), Edition der pseudoparacelsischen Aurora Philosophorum mit Kommentar. Ein Werkstattbericht
10.45 Uhr – 11.00 Uhr: Pause
11.00 Uhr – 11.30 Uhr: Tina Asmussen (Bochum), Schlacke, Rauch und Saturn: Alchemisches Wissen, Ausbeute und die Rückstände des frühneuzeitlichen Bergbaus
11.30 Uhr – 12.00 Uhr
Vera Faßhauer (Frankfurt): Medizinische Alchemie bei Johann Christian Senckenberg (1707-1772)
12.30 Uhr – 13.30 Uhr: Mittagspause
Session: Thomas Moenius (Inzlingen)
14.00 Uhr – 14.30 Uhr: Rainer Werthmann (Kassel), „Processus Universalis“ – Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Netzwerkes Alchemie
14.30 Uhr – 15.00 Uhr: Sarah Lang (Berlin): Computergestützter Zugang zu der Geschichte der Alchemie und Chemie
15.00 Uhr – 15.30 Uhr: Pause
15.30 Uhr – 16.00 Uhr: Jürgen Hollweg (Weidenberg): Netzwerkstrukturen frühneuzeitlicher Chemiker um 1600. Regionale Verteilung
16.00 Uhr – 16.15 Uhr: Abschluss
Termin verschoben auf: 15.-19. März 2027
Organisation: Veranstaltet vom Forschungszentrum Gotha in Zusammenarbeit mit der Forschungsbibliothek Gotha und der Friedenstein Stiftung Gotha; gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Leitung und Konzeption: Prof. Dr. Martin Mulsow
Die seit mehr als zwei Jahrzehnten blühende „Food History“ ist eine Richtung der Geschichtswissenschaft, in der viele Disziplinen zusammenwirken: Ernährungsgeschichte, Botanikgeschichte, Globalgeschichte, Humangeographie, Wirtschaftsgeschichte sowie die Erforschung materieller Kultur. Die Kultur menschlicher Essweisen, Nahrungsmittel und Gewürze über die Jahrhunderte, das Zusammenwirken von Nahrung, Infrastruktur und Kultur in bestimmten Regionen (sogenannte „Foodscapes“), die globalen Transfers von Nutzpflanzen, Gewürzen und Rezepten (sogenannte „Foodways“), die Produktions- und Diffusionsgeschichte von zentralen Konsumwaren (Salz, Zucker, Tee, Kaffee, Schokolade), die soziopolitischen und emotional-kulturellen Kontexte von Diäten und Ernährungsweisen (wie Vegetarismus, Ritualgesetze), die kulturell-symbolischen Ausformungen von Nahrung (Sprichworte, Metaphern, Bildlichkeit, Romane) bis hin zur Wissensbewahrung und -übermittlung durch Rezepte markieren Forschungsaspekte, die in diesem Bereich verfolgt werden und sich vielfach überlagern. Es gibt heute zahllose Veröffentlichungen über die Globalgeschichte einzelner Lebens- und Genussmittel, aber auch große Überblicke über die Geschichte der Esskultur sowie damit zusammenhängende Transfer- und Verflechtungsphänomene (vom „Columbian Exchange“ über die „Gewürzstraßen“, von der Übersetzung von Kräuterbüchern bis zur Ausbreitung von amerikanischem Fast Food).
Der Kurs wird in die verschiedenen Fragestellungen einführen und sich auf die globalen Aspekte der Food History in der Vormoderne (von den frühesten Zivilisationen bis ca. 1800) konzentrieren. Da in Gotha zahlreiche Sammlungen beherbergt sind, wird der Kurs exemplarisch auf Objekte (in Schloss Friedenstein), alte Drucke, Manuskripte und Karten (in der Forschungsbibliothek Gotha und der Sammlung Perthes) zurückgreifen. Außerdem wird er eine praktische Komponente enthalten: das gemeinsame Nachkochen von historischen Rezepten (vom mesopotamischen Linseneintopf bis zur höfischen Küche des 18. Jahrhunderts).
Thematisch wird zu erkunden sein, was Food History zur Globalgeschichte beiträgt und inwieweit sie sich in die globale Kultur- und Wissensgeschichte hinein verlängern lässt: von Kaffeehäusern und drogenindizierten religiösen Erfahrungen bis zu esskulturspezifischen Denkformen und Problemen der Übermittlung impliziten Wissens durch Rezepte.
Der einwöchige Kurs wendet sich an fortgeschrittene Studierende während der Masterarbeit, an Promovierende und Post-Doktorand:innen, die im weiteren Umfeld dieser Thematik arbeiten und ihr Interesse vertiefen wollen, sowie an Mitarbeiter:innen von Museen und ähnlichen Institutionen, die sich mit Food History beschäftigen.
Ort der Veranstaltung: Forschungszentrum Gotha, Schloßberg 2, 99867 Gotha.
Kontakt
Kristina Petri M. A.
Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt
Schloßberg 2
99867 Gotha
E-Mail: forschungszentrum.gotha@uni-erfurt.de
Tel.: +49 (0)361 737 1712