Call for Abstracts

Unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Jessica Holl organisiert einen Sonderworkshop zu Genderfragen in der Rechtsphilosophie und der juristischen Argumentation, der im Rahmen des 32. Weltkongresses der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie vom 28. Juni bis zum 3. Juli an der Kadir-Has-Universität in Istanbul (Türkei) stattfindet.

Der dritte internationale Workshop zu Genderfragen in der Rechtsphilosophie und im juristischen Denken (GePhiL2026) befasst sich mit den vielfältigen epistemologisch-theoretischen, ethischen und methodologischen Fragen, die sich aus einem geschlechtsspezifischen Ansatz in der Rechtsphilosophie und im juristischen Denken ergeben. Darüber hinaus wird der Diskurs über geschlechtsspezifische Rechtsfragen behandelt, die durch neue Technologien wie künstliche Intelligenz aufgeworfen werden.

Daher zielt GePhiL in seiner dritten Ausgabe darauf ab, die folgenden Forschungsfragen zu behandeln:

  • Wie tragen Fragen aus dem Bereich der Gender Studies zur Entwicklung der Rechtstheorie und der Rechtsphilosophie bei?

  • Welche Auswirkungen hat eine transversale Genderperspektive auf das Recht?

  • Welche Auswirkungen hat die feministische Ethik auf die moralische Dimension des Rechts (z. B. Naturrechtstheorie, Menschenrechte, Nicht-Positivismus, Radbruchs Formel)?

  • Inwiefern stellt eine Gender-Perspektive in der Rechtstheorie universalistische und objektivistische Theorien infrage?

  • Wie wirken sich Gender-Fragen auf die Rechtsmethodik und/oder die Rechtslogik aus?

  • Welche Beziehungen bestehen zwischen Gender-Fragen, Rechtstheorie, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie?

  • Bieten Gender Studies mögliche Alternativen, um den aktuellen Herausforderungen der Rechtstheorie angesichts sich wandelnder globaler Probleme zu begegnen?

  • Gender, Queerness und diskriminierende Technologien

  • Sexualität, Gender und Privatsphäre / Datenschutz

  • Gender und good (digital) governance

  • Rechtliche/moralische Aspekte von Sexrobotern

  • Liebe, Sexualität, Familie und Dating-Apps sowie deren Regulierung

Der Workshop lädt zu Beiträgen ein, die sich diesen und verwandten Fragen aus verschiedenen Perspektiven nähern, insbesondere aus der Rechtsphilosophie, der Rechtswissenschaft und den Gender Studies. Angenommene Beiträge werden während des Workshops vorgestellt und diskutiert. Eine anschließende Veröffentlichung der angenommenen Beiträge ist vorgesehen.

Die Ausschreibung läuft bis zum 25. Mai.

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