Die Forschungsinteressen von André Brodocz liegen in theoretischer Hinsicht bei der Weiterentwicklung agonaler Demokratietheorien und der Systemtheorie sowie bei der Rekonzeptualisierung des Begriffs der Macht. In empirischer Hinsicht konzentriert er sich derzeit auf politische Praktiken in pandemischen Ausnahmezeiten, auf Repräsentationsansprüche in ökologischen Konflikten sowie auf Kämpfe um Deutungsmacht und Krisen-Narrative in Demokratien.
Laufende, aus Drittmitteln geförderte Forschungsprojekte
Wie re-konfigurieren sich Recht und Politik durch die Verfassungstransformationen in Bolivien und Ecuador? Eine systemtheoretische Analyse
zum Projekt
Jugend trifft Politikwissenschaft: Wie sehen sich junge Menschen in Thüringen auf Landesebene repräsentiert?
zum Projekt
Der Freistaat Thüringen finanziert das Projekt „Jugend trifft Politikwissenschaft: Wie sehen sich junge Menschen in Thüringen auf Landesebene repräsentiert?“, das Prof. Dr. André Brodocz und Manuel Kautz, M.A., in Kooperation mit dem Landesjugendring Thüringen gemeinsam seit April 2026 durchführen.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt: „Wie re-konfigurieren sich Recht und Politik durch die Verfassungstransformationen in Bolivien und Ecuador? Eine systemtheoretische Analyse“, das Prof. Dr. André Brodocz, Dr. Franz Barrios und Dr. Hannah Vermaßen gemeinsam seit Herbst 2024 durchführen.
Die Gerda-Henkel-Siftung fördert mit ca. 240.000 EUR von 2023 bis 2026 die Forschungsgruppe „Ökologische Konflikte: Repräsentationsansprüche und Strategien im Streit um die kommende Gesellschaft“, die von Dr. Vincent August (HU Berlin) und Prof. Dr. André Brodocz geleitet wird. Weitere Informationen finden Sie hier
Abgeschlossene, aus Drittmitteln geförderte Forschungsprojekte
Die Volkswagenstiftung förderte das Projekt „A 'Democratic State of Exception': The corona virus controversy in Germany“ im Zeitraum von Mai 2021 bis Juni 2023. Das Projekt untersuchte, inwiefern ein ‚demokratischer Ausnahmezustand‘ in den demokratischen öffentlichen Debatten zur Corona-Krise erzeugt wurde und welche Chancen und Risiken damit verbunden waren. Verantwortliche waren Prof. Dr. André Brodocz und Dr. Hagen Schölzel. Das Buch “Demokratische Auszeit” ist im transcript Verlag erschienen
„Demokratievorstellungen und Parteienverdrossenheit unter Jugendlichen in Thüringen“ (Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie die Stiftung Demokratische Jugend, 2017-2019) André Brodocz, Guido Mehlkop und Hannah Vermaßen haben mit einer repräsentativen Befragung unter ca. 3000 Thüringer Jugendlichen im Auftrag des Landesjugendring Thüringen e.V. untersucht, wie verschiedene Vorstellungen von „Demokratie“ das Vertrauen von Jugendlichen in politische Parteien beeinflussen. Den Forschungsbericht "Demokratievorstellungen und Parteienverdrossenheit unter Jugendlichen in Thüringen" finden Sie hier. Den Anhang zum Bericht finden Sie hier.
„Die lokale Politisierung globaler Normen“ (Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 2014-2017) Die von André Brodocz, Oliver Kessler, Martin Fuchs und Andreas Pettenkofer geleitete Projektgruppe hat untersucht, unter welchen Bedingungen Normen, die mit einem globalen Geltungsanspruch auftreten (etwa Menschenrechte, Nachhaltigkeit, rule of law, accountability), tatsächlich Akzeptanz finden. Weitere Informationen dazu ...
„Die Institutionalisierung von Deutungsmacht durch internationale Administrationen in Postkonfliktgesellschaften. Eine Analyse der Transitional Authority im Kosovo und in Kambodscha“ (DFG, 2010-2014) Thorsten Bonacker, André Brodocz, Werner Distler und Katrin Travoullion haben in diesem Projekt untersucht, inwieweit es UN-geführten Administrationen gelingt, in Nachkriegsgesellschaften als legitime Regierung anerkannt zu werden. Insbesondere wurde dabei an Fallstudien zu den UN-Verwaltungen in Kambodscha und im Kosovo die Transformation politischer Autorität auf nationale und lokale Institutionen analysiert.