Aktuelle Ausstellungen

Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen.

Sonntag, 12. April, bis Sonntag, 5. Juli 2026 | Ort: Spiegelsaal

Kurator*innen: Dr. Katrin Henzel (Forschungsbibliothek Gotha), Dr. Christian Göcke und Jacqueline Gabbey (beide Friedenstein Stiftung Gotha)

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr sowie an den Feiertagen 1. Mai, 14. Mai und 25. Mai 2026

Veranstalter: Forschungsbibliothek Gotha und Friedenstein Stiftung Gotha mit Unterstützung des Landesarchivs Thüringen - Staatsarchiv Gotha

Vor 200 Jahren wurden die Ernestinischen Herzogtümer neu geordnet, das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha entstand. Unter dem Titel „Coburg | Gotha | 1826“ nimmt 2026 eine Ausstellung an verschiedenen Orten in Gotha und Coburg das Dynastiejubiläum in den Blick: Während in Coburg Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha (1784–1844) im Mittelpunkt steht, spürt Gotha seinen Netzwerken am Hof nach. Wer waren die Menschen, die um den Herzog wirkten und die Verwaltung und (Neu-)Gestaltung der Sammlungen im Zuge des Dynastiewechsels prägten? Die Jubiläumsausstellung dokumentiert den Umbruch in Form von Huldigungsschreiben in Seide und Papier, sie erzählt die Geschichte der Sammlung über Exponate in Silberfiligran, mit Majolika, Muscheln und Mineralien sowie auf Papier. Sie dokumentiert die Brüche der Sammlungen, aber auch und besonders ihre Kontinuität. Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung. 

Flyer zum Rahmenprogramm

Zur zentralen Ausstellungsseite „Coburg | Gotha | 1826“

 

Begleitend zu den Ausstellungen wird ein Katalog erscheinen:
Coburg, Gotha, 1826. Ein Herzog – Zwei Residenzen : Begleitbuch zum 200. Jubiläum des Doppelherzogtums / Coburger Landesstiftung (Hg.). Petersberg : Michael Imhof Verlag, 2026. (Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 69.2025) 23 x 28 cm, 392 Seiten. ISBN 978-3-7319-1632-1
Der Band kostet 35,00 EUR (bei Versand 39,95 EUR).

Bitte richten Sie Ihre Bestellung an bibliothek.gotha@uni-erfurt.de.

Vorträge und Gespräche im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein

22. April 2026: Münzprägung, Geldumlauf, Post- und Reiseverkehr unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha

Mittwoch, 22. April 2026, 18 Uhr 
Münzprägung, Geldumlauf, Post- und Reiseverkehr unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha
Referent: Dr. Wolfgang Steguweit, Gotha
Veranstalter: Forschungsbibliothek Gotha

Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 20. April unter 0361 737-5530 oder unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.  

Die Veranstaltung wird hybrid angeboten, d.h. Sie können sich auch digital zuschalten über diesen Link: https://uni-erfurt.webex.com/meet/veranstaltungen.fb                                                                                                                                                                                                                                                                               
Der Vortrag untersucht bislang wenig erforschte Bereiche der beiden zwar 1826 verbundenen, aber dennoch weitgehend heterogenen Landesteile des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha unter dem ersten Herzog Ernst I. Die getrennten Wirtschafts- und Verkehrsräume zusammenzuführen, war eine Aufgabe und Leistung der jeweiligen Beamten und Spezialisten. Besonders deutlich spiegelt die Passungenauigkeit der monetäre Sektor mit unterschiedlichen Währungsusancen in den jeweiligen Umlaufgebieten wider. Aber auch der Post- und Reiseverkehr erforderte Lösungen zur Homogenisierung der Wirtschafts- und Verkehrsräume. Der Vortrag baut somit „länderübergreifend“ eine Brücke zu den in der Ausstellung der Forschungsbibliothek hervorgehobenen Sammlungsexperten und deren Verdienste am Gothaer Hof mit Bibliothek, Kunstsammlungen, Münzkabinett.

Dr. Wolfgang Steguweit studierte Kunstgeschichte, Kunsterziehung, Germanistik und Pädagogik in Dresden und wurde 1980 an der Universität Halle mit einer Arbeit über die Geschichte der Münzstätte Gotha promoviert. Von 1971 bis 1988 leitete er das Münzkabinett der Museen der Stadt Gotha, im Anschluss war er Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (ab 1992 bis 2009 deren stellv. Direktor). Wolfgang Steguweit hat zahlreiche Publikationen zur Münz- und Medaillenkunde veröffentlicht und 1992 die Schriftenreihe „Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland“ (ab 1996 „Die Kunstmedaille in Deutschland“) begründet. Er ist Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen.

13. Mai 2026: Eine Matrikel für die Schule. Einblicke in den Unterricht am Gymnasium Casimirianum im Jahr 1826

Mittwoch, 13. Mai 2026, 18 Uhr 
Eine Matrikel für die Schule. Einblicke in den Unterricht am Gymnasium Casimirianum im Jahr 1826
Referent: Dr. Sascha Salatowsky, Landesbibliothek Coburg
Veranstalter: Forschungsbibliothek Gotha

Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 11. Mai unter 0361 737-5530 oder unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de

21. Mai 2026: Schinkel und das Hoftheater in Gotha (1836-1840)

Donnerstag, 21. Mai 2026, 18 Uhr 
117. Schlossgespräch des Freundeskreises Kunstsammlungen Schloss Friedenstein e.V. in Verbindung mit der Forschungsbibliothek Gotha und dem Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V.
Schinkel und das Hoftheater in Gotha (1836-1840)
Referentin: Jacqueline Gabbey, Friedenstein Stiftung Gotha
 
Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 19. Mai unter 0361 737-5530 oder veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.

3. Juni 2026: Hauptstadt oder Nebenresidenz? Die Folgen der Landesteilung von 1826 für die Stadt Gotha

Mittwoch, 3. Juni 2026, 18 Uhr 
Hauptstadt oder Nebenresidenz? Die Folgen der Landesteilung von 1826 für die Stadt Gotha
Referent: Dr. Alexander Krünes, Forschungsstelle Stadtgeschichte Gotha
Veranstalter: Forschungsstelle Stadtgeschichte Gotha

Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 1. Juni unter 0361 737-5530 oder unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.

Mit der Gründung des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha wurde 1826 ein Staat geschaffen, der im Grunde diametral zu den Staatsbildungsprozessen stand, die in Deutschland nach dem Ende des Alten Reiches 1806 flächendeckend vollzogen wurden. Während im Mittelalter und der Frühen Neuzeit zahlreiche Territorien durch Polyzentralität gekennzeichnet waren, änderte sich dies im 19. Jahrhundert grundlegend. In nahezu allen deutschen Fürstentümern wurde die Verwaltung nun stärker zentralistisch ausgerichtet, was dazu führte, das in kultureller wie wirtschaftlicher Hinsicht vor allem jene Städte von dieser Entwicklung profitierten, die den Status einer Haupt- und Residenzstadt hatten. Großer Verlierer waren die Nebenresidenzen, die ihrer Hof- und Verwaltungsfunktionen sukzessive entledigt wurden. Dementsprechend versuchten nach der Hildburghäuser Teilung sowohl Coburg als auch Gotha der Degradierung zu einer Nebenresidenz entgegenzuwirken. Dass letztlich beide Städte damit Erfolg hatten, scheint vor dem Hintergrund, dass der neue Staat einschließlich des Fürstentums Lichtenberg nicht einmal 2.500 km² umfasste, umso erstaunlicher. Der Vortrag fragt nach den Ursachen dieser Entwicklung und beleuchtet dabei die besondere politische, administrative, kulturelle und finanzielle Situation in Coburg und Gotha im Jahr 1826.

Dr. Alexander Krünes studierte in Jena und Perugia Neuere Geschichte, Klassische Archäologie und Geographie. Im Jahr 2012 wurde er an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer Arbeit zur Volksaufklärung in Thüringen im Vormärz promoviert. Anschließend war er wissenschaftlicher Koordinator des Forschungsprojektes „Thüringen im Jahrhundert der Reformation“ sowie Geschäftsführer der „Historischen Kommission für Thüringen“. Seit 2019 ist er als Stadthistoriker bei der Stadt Gotha tätig.

Führungen durch die Ausstellung im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein

Mittwoch, 15. April 2026, 12.15 bis 12.30 Uhr
Kurzführung
Streiflichter 1826 – Die Gesteinssammlung des Karl Ernst Adolf von Hoff
mit Dr. Tom Hübner, Friedenstein Stiftung Gotha

Samstag, 18. April 2026, 14 Uhr
Kuratorenführung
Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen.
mit Dr. Christian Göcke, Friedenstein Stiftung Gotha
Wir bitten unter service@friedenstein-stiftung.de um Anmeldung.

Dienstag, 28. April und Donnerstag, 30. April 2026, jeweils 15 bis 16.30 Uhr
Führung für Lehrer*innen zur Ausstellung
Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen.
mit Josephine Doege, Jacqueline Gabbey und Dr. Christian Göcke, Friedenstein Stiftung Gotha
Um Anmeldung unter 03121 8234 550 oder unter vermittlung@friedenstein-stiftung.de wird gebeten.

Mittwoch, 6. Mai 2026, 12.15 bis 12.30 Uhr
Kurzführung
Streiflichter 1826 – Majolika aus Coburg
mit Dr. Elisa Schmidt-Winkler, Friedenstein Stiftung Gotha

Mittwoch, 20. Mai 2026, 12.15 bis 12.30 Uhr
Kurzführung
Streiflichter 1826 – Muscheln, Schnecken und andere Weichtiere: die Sammlung Friedrich Christian Schmidt 
mit Dr. Christian Göcke, Friedenstein Stiftung Gotha

Samstag, 30. Mai 2026, 14 Uhr
Kuratorinführung
Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen.
mit Dr. Katrin Henzel, Forschungsbibliothek Gotha
Um Anmeldung unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de wird gebeten.

Mittwoch, 3. Juni 2026, 12.15 bis 12.30 Uhr
Kurzführung
Streiflichter 1826 – Schätze aus der Bibliothek
mit PD Dr. Monika Müller, Forschungsbibliothek Gotha

Mittwoch, 10. Juni 2026, 12.15 bis 12.30 Uhr
Kurzführung
Streiflichter 1826 – Gothas Klang: Musikkultur im Wandel
mit Dr. Hendrikje Carius, Forschungsbibliothek Gotha

Mittwoch, 17. Juni 2026, 12.15 bis 12.30 Uhr
Kurzführung
Streiflichter 1826 – Silberfiligran: Preziosen aus Coburg
mit Dr. Elisa Schmidt-Winkler, Friedenstein Stiftung Gotha

Samstag, 20. Juni 2026, 14 Uhr
Kuratorinführung:
Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen.
mit Jacqueline Gabbey, Friedenstein Stiftung Gotha
Um Anmeldung unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de wird gebeten.

Mittwoch, 24. Juni 2026, 12.15 bis 12.30 Uhr
Kurzführung
Streiflichter 1826 – Prunkwaffen aus Coburg, zu Hause in Gotha
mit Jacqueline Gabbey, Friedenstein Stiftung Gotha

Treffpunkt für alle Führungen: Schloss Friedenstein, Vorraum zum Spiegelsaal (Herzogliches Treppenhaus, 2. Etage, linke Seite)
 

Logo des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha e.V.

Achtung: Bitte informieren Sie sich vor der Veranstaltung über mögliche Änderungen! www.coburg-gotha-1826.de

Die Veranstaltungen der Forschungsbibliothek Gotha finden mit großzügiger Unterstützung des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha e.V. statt.